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Fugen müssten dringend abgedichtet werden / Kollekte für Erhalt

Bohmsche Grabdenkmal verfällt

Dringend Hilfe nötig: Das Bohmsche Grabdenkmal auf dem Fredersdorfer Friedhof bröckelt.
Dringend Hilfe nötig: Das Bohmsche Grabdenkmal auf dem Fredersdorfer Friedhof bröckelt. © Foto: MOZ
Margrit Höfer / 05.11.2013, 07:43 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Seit Langem rührt Klaus Häcker die Werbetrommel. Für den Erhalt des Bohmschen Grabdenkmals auf dem evangelischen Friedhof in Fredersdorf-Süd. Das imposante Bauwerk steht seit Kurzem unter Denkmalschutz. "Doch leider ist mein Hintergedanke, dass mit der Unterschutzstellung auch Geld für den Erhalt fließt, nicht aufgegangen", gesteht der Gemeindevertreter. Die letzten lebenden Verwandten sind hochbetagt, schwer erkrankt und finanziell nicht in der Lage, hier etwas zu tun.

Deshalb hat Häcker Hilfe gesucht und in Bauingenieur Detlef Schröter aus Rehfelde und Mario Höhne von der Baufirma Eigen & Heim zwei weitere Mitstreiter gewonnen, die sich das Grabdenkmal näher anschauten. Klar ist, hier muss dringend etwas passieren. Denn in die Fugen dringt Wasser ein. Der Frost-Tauwechsel wird diese Fugen weiter aufsprengen. Auch die seitlichen Sockel sind nicht mehr fest, Efeu und Wurzeln beschädigen die unterirdischen Grabkammern, in denen Särge und Urnen stehen. Einig sind sich alle, dass es allerhöchste Eisenbahn wäre, diese Fugen abzudichten, aber auch, Luft in die Grabkammern zu lassen. "Man muss unbedingt mal schauen, in welchem Zustand sich die Decke befindet", sagt Bausachverständiger Schröter. Doch bevor nicht die Denkmalbehörde ihr Okay gegeben hat, darf, so sind sich alle bei einem Vor-Ort-Termin einig, nichts getan werden.

Auch Pfarrer Rainer Berkholz und Ramona Albrecht, die den Friedhof betreut, sowie Gemeindevertreter Reinhard Sept liegt der Erhalt des Denkmals am Herzen. "Doch wir als Kirche sind weder Eigentümer noch finanziell in der Lage, hier etwas zu unternehmen. Wir könnten vielleicht die zwei Bäume beseitigen, die sehr nahe am Grabdenkmal stehen, um weitere Beschädigungen zu vermeiden. Und auch eine Kollekte speziell für den Erhalt dieses Grabdenkmals wäre denkbar. Ebenso könnte man ein Spendenkonto einrichten. Hier handelt es sich um einen Teil der Ortsgeschichte und dafür ist die Kommune zuständig", sagt der Pfarrer. Reinhard Sept will das Thema im Bauausschuss zur Sprache bringen.

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