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Jahnsfelder Feuerwehrleute sehen Förder-Züge als abgefahren an und machen das am Kooperationsvertrag fest

Vorwürfe gegen Stadtparlament

Feuerwehrgerätehaus Jahnsfelde: Die Debatte um Standort und Neubau des zu kleinen Depots dauert schon Jahre.
Feuerwehrgerätehaus Jahnsfelde: Die Debatte um Standort und Neubau des zu kleinen Depots dauert schon Jahre. © Foto: Michael Märker
Gabriele Rataj / 08.11.2013, 07:45 Uhr
Müncheberg (MOZ) Der bereits abgelehnte Kooperationsvertrag mit Seelow und dessen Umlandgemeinden hat die Stadtverordneten am Mittwoch erneut eingeholt. Aus Jahnsfelder Richtung gab es in der Einwohnerfragestunde deutliche Vorwürfe.

Noch einmal hat die Stadtverordneten am Mittwoch das eigentlich schon abgehakte Thema Kooperationsvertrag für ein lokales Bündnis in der Oderlandregion beschäftigt. In der Einwohnerfragestunde waren es Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Jahnsfelde, die die mehrheitliche Ablehnung dieser Erklärung in der Septembersitzung zum Anlass nahmen, um große Bedenken auszudrücken.

Man habe lange darüber nachgedacht, inwieweit der Ortsteil noch zur Kenntnis genommen werde, wenn die einzige Möglichkeit für eine Förderung zum Neubau des Gerätehauses ausgeschlagen wird, bezog sich Gerd Seume als Mitglied von Feuerwehr und Ortsbeirat auf die ablehnende Haltung der Stadtverordneten.

Auch als lange Jahre tätiger Stadtverordneter habe er sich das erste Mal gefragt, ob die einstige Entscheidung des Ortes für Müncheberg richtig gewesen sei, schob er nach und stellte die Frage nach Förder-Alternativen für den Gerätehausbau. Er gab allerdings auch zu, dass er sich noch nicht mit den entsprechenden Papieren beschäftigt habe. Ortswehrführer Wolfgang Stempel schlug in dieselbe Kerbe, wie nun noch - nach jahrelangen Debatten - die Finanzierung gestemmt werden könne?

Klaus Zehm (SPD) bedauerte sehr, derartige Gedanken von einem langjährigen Mitstreiter wie Seume zu hören. Bei der Entscheidung der Stadtverordneten sei es um die ganze Stadt Müncheberg und damit 152 Quadratkilometer, "um alles hier" gegangen, stellte er klar. "Und alles lief auf Mittelzentrum Seelow hinaus." Er habe dem Ortswehrführer angeboten, in dieser Sache nach Jahnsfelde zu kommen. "Aber ich behaupte, wir hätten ohnehin keine Fördermittel für euch bekommen."

Auch Rudolf Bornheimer (CDU) stellte als Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung infrage, ob es nach einer Entscheidung für die Kooperationsgemeinschaft Fördergeld für dieses Projekt gegeben hätte.

An Fördermittel knüpfte auch CDU-Fraktionschef Norbert Buchholz an. Es sei immer schlecht, über solche zu reden, wenn es noch keinerlei Anhaltspunkte für eine wirklich in Aussicht stehende Vergabe gibt. Er halte das für populistisch und unredlich, erinnerte er an den seit Jahr und Tag ausstehenden Radweg vom Bahnhof Müncheberg-Dahmsdorf zum ZALF.

Nur Bürgermeisterin Uta Barkusky (Linke) blieb bei ihrer Haltung, dass die Kooperationserklärung keinesfalls nur eine Seelow-Ausrichtung verfolgt habe, es sich hingegen um "eine Partnerschaft auf Augenhöhe" handele, die die zukünftige Ausrichtung in der Förderperiode berücksichtige.

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