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Eckhard Herrmann gewinnt Gestaltungswettbewerb für Denkmal der Stadt Anklam

Barnimer Künstler ehrt Gebrüder Lilienthal

Detailblick aufs Modell: Auf der vier Meter hohen Kupfersäule wird Otto Lilienthal stehen.
Detailblick aufs Modell: Auf der vier Meter hohen Kupfersäule wird Otto Lilienthal stehen. © Foto: Eckhard Herrmann
Sven Klamann / 08.11.2013, 21:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Stadt Anklam in Mecklenburg-Vorpommern setzt ihren berühmtesten Söhnen, den Flugpionieren Otto und Gustav Lilienthal, ein repräsentatives Denkmal. Mit dem Kunstwerk wurde der Eberswalder Metallbildhauer Eckhard Herrmann beauftragt, nachdem sein Modell bei einer Online-Abstimmung und bei einer Ausstellung im Rathaus die meisten Stimmen erhalten hatte. Sechs Künstler waren aufgefordert worden, sich an dem Gestaltungswettbewerb zu beteiligen.

"Ich freue mich riesig auf diese Aufgabe, die mich allerdings auch ziemlich unter Druck setzt", sagt Eckhard Herrmann, der sich verpflichtet hat, seine Arbeit zu Ehren der Gebrüder Lilienthal bereits im Mai 2014 abzuschließen.

In Sichtweite des Steintores von Anklam wird der Künstler eine vier Meter hohe Säule aus Kupfer errichten, auf der eine zwei Meter hohe Figur steht. "Das ist Otto Lilienthal mit einem seiner Flugapparate. Er blickt, zum Abflug bereit, Richtung Markt", betont Eckhard Herrmann. Lässig, aber konzentriert werde Gustav Lilienthal, ebenfalls zwei Meter hoch, am Fuß der Säule lehnen und eine Idee für eines seiner vielen Patente skizzieren. "Beide tragen eine der damaligen Zeit entsprechende Kleidung", kündigt der Metallbildhauer an. Die Säule, schlägt er vor, könnte mit einem linearen Geflecht von Zeichnungen und Entwürfen überzogen werden und so die Informationen zum Erfinderwillen der beiden Brüder vertiefen.

Otto Lilienthal (23. Mai 1848 bis 10. August 1896) gilt als erster Mensch, der erfolgreich und wiederholbar Gleitflüge mit einem Flugzeug absolvierte. Er starb nach einem Absturz mit einem seiner Flugapparate. Zwar ist Gustav Lilienthal (9. Oktober 1849 bis 1. Februar 1933) heute vor allem durch die Zusammenarbeit mit seinem Bruder bekannt, hat sich aber auch als Baumeister und Sozialreformer Verdienste erworben.

Für Eckhard Herrmann ist wichtig, dass sich sein Modell nicht nur bei der Umfrage im Internet durchsetzen konnte. "Ich bin froh darüber, dass auch die Anklamer selbst bei der Ausstellung im Rathaus mit klarer Mehrheit die Säule bevorzugt haben. Für sie ist meine Arbeit schließlich bestimmt", sagt er.

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