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Erstes Treffen der Amtsausschüsse Biesenthal und Falkenberg-Höhe

Blick geht Richtung Barnim

Brigitte Horn / 11.11.2013, 22:00 Uhr
Biesenthal/Falkenberg (MOZ) Zum gegenseitigen Kennenlernen haben sich die Amtsausschüsse von Biesenthal-Barnim und Falkenberg-Höhe getroffen. Anlass sind die unter anderem von einer Enquete-Kommission entwickelten Vorstellungen zu einer Verwaltungsstrukturreform.

Biesenthals Amtsausschussvorsitzender André Stahl brachte die Sache auf den Punkt: "Wir können davon ausgehen, dass das Amt Falkenberg-Höhe im Landkreis Märkisch-Oderland bei einer weiteren Verwaltungsstrukturreform mit nur etwa 4600 Einwohnern keinen Bestand haben wird. Darum muss man sich dort nach neuen Lösungen umsehen." Wenn es Gemeinden in diesem Amt gibt, die sich ihre Zukunft im Amt Biesenthal-Barnim vorstellen können, dann sei dies nur zu begrüßen, signalisierte Stahl. Auch der Amtsdirektor André Nedlin betonte, dass man dafür offen sei.

Das sehen die einzelnen Gemeinden, die vom Amt Biesenthal-Barnim verwaltet werden, auch so. In allen wurde eine Erklärung zum Erhalt des Amtes bei anstehenden Strukturreformen verbunden mit der Option der Aufnahme von Kommunen aus dem Amt Falkenberg-Höhe verabschiedet. Damit reagierten sie insbesondere auf die Bestrebungen der unmittelbar an den Landkreis Barnim angrenzenden Gemeinden wie Heckelberg-Brunow und Beiersdorf-Freudenberg, ins Amt Biesenthal zu wechseln.

Nach Biesenthaler Einschätzung sind die Bestrebungen in ihre Richtung am Weitesten in der Gemeinde Beiersdorf-Freudenberg gediehen. Deren Bürgermeister Willi Huwe geht dabei vor allem davon aus, dass man eine eigenständige Gemeinde bleibt und dass der Bürgerwille maßgebend ist. Deshalb werde dazu jetzt eine Bürgerbefragung vorbereitet. Gleichzeitig betonte er, dass man sich in mehrere Richtungen umschaue, aber auch keinen Alleingang machen werde. Nur dann, wenn für alle Gemeinden des Amtes Falkenberg-Höhe eine Lösung gefunden ist, dann wolle man den Wechsel. Mit dem Treffen in Biesenthal sei er im Übrigen sehr zufrieden gewesen. Man sei sich auf Augenhöhe begegnet.

Ähnlich sieht das auch der Bürgermeister von Heckelberg-Brunow Michael Busch. Man orientiere sich in alle Richtungen, könne sich aber das Biesenthal-Barnim vorstellen. Mit Eberswalde wäre man dann der Kreisstadt auch viel näher. Letztlich entscheide aber der Bürger. Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen sei es besser, eine solch große Entscheidung jetzt vorzubereiten, da die neue Gemeindevertretung erfahrungsgemäß zunächst Zeit brauche, um sich zu finden.

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