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Leerstehendes Wohnhaus an der Berliner Straße brennt nieder / Straße voll gesperrt

Großeinsatz der Feuerwehr in Oderberg

Komplett ausgebrannt: An der Berliner Straße in Oderberg brannte ein Wohnhaus in der Nacht zu Sonntag komplett aus. Das Übergreifen auf Nachbarhäuser wurde verhindert. Schaulustige am Tag danach machten sich ein Bild.
Komplett ausgebrannt: An der Berliner Straße in Oderberg brannte ein Wohnhaus in der Nacht zu Sonntag komplett aus. Das Übergreifen auf Nachbarhäuser wurde verhindert. Schaulustige am Tag danach machten sich ein Bild. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Andrea Linne / 17.11.2013, 23:30 Uhr
Oderberg (li) Ein leerstehendes Haus in der Berliner Straße 9 in Oderberg brannte in der Nacht zu Sonntag nieder. Wie Polizeioberkommissar Sven Grosche mitteilte, erreicht gegen 1 Uhr die Polizei und Feuerwehr der Notruf. 50 Minuten später waren alle Einsatzkräfte vor Ort.Bis Sonntag Nachmittag hatten die Kriminaltechniker auf dem Gelände der Ruine rund um den Brandherd noch zu tun, um alles genau zu untersuchen.

In der Nacht rückten mehr als 20 Feuerwehrkameraden mit zehn Fahrzeugen samt Drehleiter aus Eberswalde und umliegenden Orten an.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Oderberg, Liepe, Lüdersdorf und Parstein sowie Lunow waren trotz nachtschlafender Zeit schnell im Einsatz, um ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude zu unterbinden und so weiteren Schaden von der Allgemeinheit abzuwenden.

Erst gegen 6.20 Uhr konnte das Feuer endgültig gelöscht werden. Bis die Kriminaltechniker am Morgen eintrafen, waren Einsatzkräfte der Feuerwehren noch vor Ort, um die Lage zu kontrollieren. Drei Anwohner, so Michael Schulz, Lagedienstführer in der Feuerwehr-Leitstelle Eberswalde, wurden nachts aus ihren Betten geholt. Sie konnten nach Abschluss der Löscharbeiten aber in ihre Häuser zurückkehren. Obwohl ihnen angeboten worden war, in der Rettungswache Parstein abzuwarten, wollten sie den Ort des Geschehens - aus Angst um ihr Hab und Gut - nicht verlassen.

Zeitweise war laut Einsatzzentrale auch die Ortsdurchfahrt, die Landstraße 23, in Oderberg voll gesperrt. Das Gebäude, bei dem anschließend noch ein Giebel einstürzte und das gesamte Dach niederbrannte, wurde abgesperrt.

Zur Brandursache machte die Polizei am Sonntag noch keine Angaben. Es wurde jedoch vor Ort von Brandstiftung ausgegangen. Einen Zusammenhang zur Anwesenheit von Rechtsradikalen in Oderberg, die sich am Sonnabend in der Kleinstadt versammelt hatten, um gegen die Unterbringung von 30 Flüchtlingen aus Syrien und Tschetschenien zu demonstrieren, wurde von Polizeihauptkommissar Grosche zunächst ausgeschlossen.

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