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Der Jugendverein, der in Reichenwalde den Club betrieb, hat sich aufgelöst / Jetzt wird über Zukunft beraten

Reichenwalder Club Silbermine in Liquidation

Das Inventar bleibt im Haus: Die Gemeinde Reichenwalde will versuchen, den Club wiederzubeleben.
Das Inventar bleibt im Haus: Die Gemeinde Reichenwalde will versuchen, den Club wiederzubeleben. © Foto: MOZ
Manja Wilde / 18.11.2013, 19:39 Uhr
Reichenwalde (MOZ) In den Jahren 2000/01 gründete sich der Jugendverein Silbermine in Reichenwalde. Die Mitglieder richteten sich einen gemütlichen Club ein. Jetzt hat sich der Verein aufgelöst. Die ehemalige Vorsitzende Eileen Matschke fungiert als Liquidatorin. Die Gemeinde sucht Wege, um den Club im Ort zu erhalten.

Auf den Tischen stehen noch die Kerzen. Die Fliesen sind gefegt und es ist angenehm warm in dem Raum mit den gemütlichen Sofas. Dennoch bleiben die Polster meist leer. Jugendliche nutzen den Club "Silbermine" seit einigen Monaten nicht mehr als Treff. Der Jugendverein, dessen Mitglieder das Gebäude einst herrichteten, hat sich am 14. Mai aufgelöst. Die jungen Leute sind weggezogen, haben selbst Kinder bekommen, sind einfach dem Club-Alter entwachsen. Neue Jugendliche fehlen.

Jetzt ist das Haus geschlossen. Der Pachtvertrag mit der Gemeinde läuft Ende des Jahres aus. "Wir regeln jetzt nur noch, alles ordentlich abzumelden", sagt Eileen Matschke. Die 24-Jährige war seit 2008 Vorsitzende des Vereins. Gemeinsam mit ihrer Mutter, Dana Matschke, die ebenfalls im Vorstand mitwirkte, fungiert sie als Liquidatorin des Vermögens. Die Möbel und die 1000 Euro, die sich über die Jahre angesammelt haben, gehen an die Gemeinde. Denn diese und das Amt möchten, dass es weitergeht mit dem Club.

"Die Gemeinde will den Club behalten", sagt Bürgermeister Heinz Döbler. "Wir wollen versuchen, ihn auf breitere Schultern zu stellen, den Kinderbereich einzubeziehen, um an Nachwuchs zu kommen." Döbler denkt an den sehr starken Kita-Verein, an den er herantreten möchte. Auch andere Vereine des Ortes sollen einbezogen werden. "Wir sind auch bereit, Geld einzusetzen", sagt der Bürgermeister.

Karin Zeige, Jugendkoordinatorin im Amt Scharmützelsee, ist wichtig, dass es Regelmäßigkeit bei den Öffnungszeiten gibt. "Mindestens einmal in der Woche" müssten die Kinder einen Anlaufpunkt haben, sagt sie. Für die Betreuung wird ein Ehrenamtler gesucht, der über einen Zuschuss des Jugendamtes eine kleine Aufwandsentschädigung erhalte. "Das würde ich für 2014 beantragen", sagt Karin Zeige. Sie macht ganz klar den Geburtenknick dafür verantwortlich, dass derzeit nicht so viele Jugendliche in die Clubs "auf dem Lande" gehen.

Im Amt Scharmützelsee gibt es noch fünf Jugendclubs - in Langewahl im Gemeindehaus, in Wendisch Rietz im Haus des Gastes, in Bad Saarow das Heizwerk, in Neu Golm am Sportplatz und in Kolpin am Großen Seeweg. Wie es mit der Silbermine weitergehen soll, wird heute Abend, ab 19 Uhr, Thema im Ortsbeirat sein. Dieser tagt im Dorfgemeinschaftshaus, Am Graben 3.

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