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Ein Parlament für den Nachwuchs

Kai-Uwe Krakau / 19.11.2013, 11:18 Uhr
Ahrensfelde (MOZ) Was wollen Kinder und Jugendliche? Welche Bedürfnisse,Wünsche und Erwartungen haben sie? Wie wollen sie in gemeindliche Planungen einbezogen werden? Um diese und weitere Fragen ging es bei der ersten Kinder- und Jugendkonferenz in Ahrensfelde. "Wir haben eine Vielzahl von Anregungen und Vorschlägen gesammelt", sagt Elfi Hirsch zu den Ergebnissen. Die Diplom-Sozialpädagogin ist seit April für die Jugendkoordination in der Gemeinde zuständig und hatte das Treffen maßgeblich vorbereitet.

Die Anfänge reichen jedoch weiter zurück. Bereits im Herbst 2012 gab es von der Verwaltung die Anregung, sich näher mit der Jugendarbeit zu beschäftigen. Das Ziel war eine Verbesserung - und das gemeinsam mit dem Nachwuchs. Eine Steuerungsgruppe mit Bürgermeister Wilfried Gehrke und Vertretern aus den Ortsteilen wurde gebildet. In den monatlichen Zusammenkünften diskutierten die Mitglieder über die verschiedenen Aspekte der Jugendarbeit und erarbeiteten Vorschläge. Gleichzeitig wurde eine Umfrageaktion gestartet, an der sich die Kinder und Jugendlichen beteiligen konnten. Außerdem gab es eine Demokratiewerkstatt.

Wie sieht der Nachwuchs nun die Gemeinde? Die Antworten fielen eindeutig aus: Es gebe wenige Angebote für die Freizeitgestaltung, die Verkehrsverbindungen seien schlecht und es mangele an Einkaufsmöglichkeiten, hieß es. "Für die Konferenz gab es damit viel Diskussionsstoff", sagt Elfi Hirsch.

Die anwesenden Erwachsenen konnten dabei die Kritik durchaus nachvollziehen, Lösungen gab es nicht immer. So etwa bei den Möglichkeiten, beispielsweise von Blumberg nach Ahrensfelde zu kommen, schließlich ist die Kommune nicht für den öffentlichen Personennahverkehr zuständig. Auch der Vorschlag, eine Schwimmhalle in Elisenau zu bauen, wird wahrscheinlich ewig auf seine Umsetzung warten. Für andere Ideen zeigte sich die Gemeindevertretung dagegen aufgeschlossen. So könnten die Kinder bereits frühzeitig in die gestalterische Planung von Spielplätzen einbezogen werden. Auch gab es den Wunsch nach einem Kinder- und Jugendparlament in Ahrensfelde. Dieses Gremium könnte schon im kommenden Jahr die Arbeit aufnehmen. "Eine gute Vorbereitung ist vielleicht die Teilnahme an den Sitzungen der Ortsbeiräte", so die Jugendkoordinatorin.

Besonderes motiviert zeigten sich übrigens die 16- bis 22-Jährigen, während die Mädchen und Jungen im jüngeren Alter noch etwas zurückhaltend sind. "Die Großen wollen aber die Kleinen einbeziehen", sagt Elfi Hirsch. Ein Teilnehmer an der Jugendkonferenz konnte darüber hinaus für ein dreimonatiges Praktikum gewonnen werden. Und eine neue Steuerungsgruppe soll es ebenfalls geben.

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