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Brandenburger Bogensportler treffen sich schon traditionell bei Kleinem Hallenturnier in Strausberg

Weihnachtsmänner für alle

Voll ins Gold: die Schwedterin Vivien Würt und Gabi Schultze bei der Auswertung des Schießens (v. l.)
Voll ins Gold: die Schwedterin Vivien Würt und Gabi Schultze bei der Auswertung des Schießens (v. l.) © Foto: Dirk Schaal
Rolf Borges und Dirk Schaal / 05.12.2013, 07:00 Uhr
Strausberg (MOZ) Sechzig Bogensportler waren der Ausschreibung zum Kleinen Hallenturnier des KSC Strausberg gefolgt, bei dem es neben Pokalen für die Sieger traditionell Schokoladenweihnachtsmänner für alle Teilnehmer gibt. Damit waren bis auf zwei alle Startplätze vergeben und die Mühlenberg-Halle gut belebt.

"Haben Sie auch Tee?" Mit dieser Frage wandte sich bald nach Schießbeginn die Mutter eines Schützen an den Verpflegungsstand. Denn winterliche Verhältnisse bestimmten zunächst das Hallenklima, weil die Heizung nicht angelaufen war.

Es war also merklich kühl in der Halle, bis der Bereitschaftstechniker der Stadtverwaltung nach gut einer Stunde die Anlage wieder in Betrieb setzte. Solange wirkte der Tee gleich doppelt - erst als Handwärmer im Becher, danach innerlich. Dem sportlichen Verlauf der 22. Auflage des Turniers, das früher noch als Weihnachtsturnier ausgetragen wurde, tat dies jedoch keinen Abbruch, wie die Ergebnisse zeigten.

In der am stärksten besetzten Bogenklasse Herren Ü45 Recurve traten sechs Schützen an. Michael Schneider vom Müllroser SV entschied mit 551 Ringen diesen Wettkampf für sich und nahm Pokal und Schokoladenweihnachtsmann mit nach Hause. Die Plätze zwei und drei belegten Mario Kaschull vom TSV Lindenberg (541 Ringe) und Frank Forkert von der BSG Pneumant Fürstenwalde (528 Ringe). Nicht ganz war Karsten Laarz vom KSC Strausberg zufrieden. "Ich hatte mir schon ein wenig mehr vorgenommen", erklärte der Vater und einzige Starter der Bogensport verrückten Altglietzener Familie. Sohn Felix, mit dem alles anfing, war mit seiner Sportschule bei einem Schießen unterwegs. Tochter Lydia, die erst vor Kurzem bei der Deutschen Meisterschaft die Bronzemedaille errang und den Deutschen Rekord in der U17w aus der 40-Meter-Distanz auf 269 Ringe hochschraubte, schaute etwas traurig auf die Konkurrenz. "Die Wettkampfbedingungen für Jagdbögen wurden verändert. Die Pfeilauflage ist nun anders angeordnet und damit komme ich nicht wirklich zurecht." Nun will sich die junge Schützin an den Compound-Bogen heranwagen. "Da muss ich aber noch ein wenig daran arbeiten, um dann wieder ähnliche Ergebnisse zu erzielen", erzählte sie. Tatkräftig half sie aber bei der Organisation des Turniers mit.

Die zweitstärkste Konkurrenz trugen fünf Damen Ü40 mit dem Recurve-Bogen aus. In dieser Gruppe gewann Gabi Schultze (KSC) mit 555 Ringen vor ihrer Vereinskameradin Anke Kutz (532) und Patricia Fechner (520) von der SG Einheit Zepernick. "Das ist schon ein tolles Ergebnis", freute sich die Siegerin, die darüber hinaus auch zwei Runden mit dem höchstmöglichen Ergebnis von dreimal zehn Ringen beendete. "Mit den 555 Ringen hat sie vermutlich locker die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in der Tasche", sagte Wettkampfrichter Peter Parzyjegla voraus. Sogar ein Platz auf dem Podest, auch der ganz oben, wäre mit solch einem Ergebnis für die Strausbergerin drin, waren sich die Fachleute einig. An die KSC-Schützen gingen noch zwei weitere erste Plätze. Bei den Jungen U14 Recurve gewann Lasse Borges (488). Und Reiner Ackermann (558) gelang bei den Herren Ü55 Compound der Sieg. Die Einzelstarter des KSC Lara Presser und Michael Kirchhof schlugen sich wacker.

Dass Sport und Wettkämpfe nicht ohne uneigennützige Helfer gedeihen können, hatte gleich zu Beginn des Tages KSC-Geschäftsführer Dieter Zobel angesprochen, als er Bogensport-Schatzmeister Harry Schulz für seinen hervorragenden, langjährigen Einsatz ehrte. Nach der Siegerehrung fasste schließlich Reiner Ackermann den Tag zusammen: "Wir haben gemeinsam an der Schießlinie gestanden, gut geschossen und viel Spaß gehabt - was wollen wir mehr?!"

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