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Nach geheimer Wahl weiter im Amt

Marco Marschall / 11.12.2013, 07:18 Uhr
Neuhardenberg (MOZ) Die Wahl von Neuhardenbergs Amtsdirektorin erfolgte geheim. Einem Antrag von Gusow-Platkows Bürgermeister Karlheinz Klein, sie offen durchzuführen, wurde am Montagabend nicht stattgegeben. Dafür hätten alle Angeordneten des Amtsausschusses zustimmen müssen.

Das Veto des Vorsitzenden Hans-Hermann Kain genügte. Er hatte schon zu Beginn der Sitzung sein Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Wahl des Verwaltungschefs bereits jetzt, fünf Monate vor Ende der Amtszeit, stattfindet. "Falls Grit Brinkmann nicht gewählt wird, muss das Amt die Stelle neu ausschreiben. Deshalb der frühe Zeitpunkt", erklärte Hauptamtsleiter Thomas Manig.

Eine Überraschung allerdings blieb aus. Mit dem Ergebnis der erwartbaren fünf Für- und zwei Gegenstimmen wurde die Amtsdirektorin wiedergewählt. Im Abstimmungsverhältnis spiegelte sich letztlich das Votum zur Frage um eine Neuausschreibung der Stelle wider. Im zurückliegenden Amtsausschuss hatten die Abgeordneten mit gleichem Ergebnis entschieden, Brinkmann konkurrenzlos in die Wiederwahl gehen zu lassen.

Nur dauerte das Prozedere nun ein wenig länger. Eine dreiköpfige Wahlkommission der Abgeordneten musste zur Tat schreiten. Eine Wahlkabine wurde im Versammlungsraum aufgebaut und Gusows Ortsvorsteher Lutz Werner präsentierte in Tradition großer Zauberer wie Copperfield und Houdini, dass die Wahlurne vor und nach Auszählung komplett leer war.

Nach gewonnener Wahl gab es zwar keine Blumen, aber von allen Seiten Glückwünsche für die alte und neue Verwaltungschefin. Grit Brinkmann dankte den Mitgliedern des Amtsausschusses für die vergangenen siebeneinhalb Jahre. In Sachen Politik habe sie in dieser Zeit dazulernen können. Vor allem mit der Gemeinde Neuhardenberg hoffe sie auf einen Neuanfang. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit könne hier noch optimiert werden. Die Entwicklung der einwohnerstärksten Gemeinde sieht sie insgesamt positiv. "Mit einem Minus von 1,7 Millionen habe ich angefangen. Jetzt hat Neuhardenberg fünf Millionen Rücklage", so Brinkmann. Als wichtige Projekte für Gusow-Platkow hob sie Kita und Turnhalle hervor. In Märkische-Höhe, der kleinsten der drei amtsangehörigen Gemeinden, gelte es in erster Linie den Haushalt weiter zu stabilisieren. Die Amtsdirektorin dankte vor allem ihren Mitarbeitern und ihrer Familie. Ihr Mann und ihre Kinder hätten viele Abende auf sie verzichten müssen.

Die Wahl der Amtsdirektorin war gleichzeitig die erste Amtshandlung des Neuhardenberger Bürgermeisters Achim Büttner. Auch im Amtsausschuss ersetzt er den vor zwei Wochen zurückgetretenen Mario Eska.

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