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Technischer Defekt am Fahrzeug löst Brand aus / Feuerwehr beendet Großeinsatz erfolgreich

Explosive Lkw-Ladung in Flammen

Der dreiachsige Lkw ist komplett ausgebrannt.Die Feuerwehr konnte die Gasflaschen rechtzeitig kühlen, sodass es keine Explosionen gab.
Der dreiachsige Lkw ist komplett ausgebrannt.Die Feuerwehr konnte die Gasflaschen rechtzeitig kühlen, sodass es keine Explosionen gab. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Hans Still / 11.12.2013, 08:00 Uhr
Bernau (MOZ) Das war knapp und extrem gefährlich: Ein mit explosionsgefährdeten Gasflaschen vollgeladener Lkw ist am Dienstagnachmittag nur 200 Meter von der Brandenburg-Klinik entfernt in Flammen aufgegangen. Direkt an der Abfahrt zur Klinik hatte der Fahrer auf der B 273 seinen Lkw stoppen können und noch versucht, mit bescheidenen Bordmitteln das Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Zuvor hatte er die Feuerwehr alarmiert, die wenig später mit vereinten Kräften anrückte. "Wir gehen derzeit von einem technischen Defekt aus. Schon 200 Meter vor der Ampel hatte der Lkw Flüssigkeiten verloren, eventuell Diesel", so Polizeihauptkommissar Karsten Schultz, der als Dienstgruppenführer der Polizei vor Ort agierte. Der Fahrer arbeitet für eine Firma aus Oberkrämer, er hat sich bei seinem Einsatz verletzt, konnte aber am Abend wieder aus dem Bernauer Krankenhaus entlassen werden.

"Wir haben Glück gehabt, es hätte alles sehr viel schlimmer kommen könne", bestätigt Feuerwehr-Einsatzleiter Robert Berger. Als die ersten Wehren eintrafen, stand das Fahrerhaus komplett in Flammen. "Die Flaschen waren noch nicht betroffen, sodass wir das Risiko gut einschätzen konnten", so Berger. Parallel seien die Flammen gelöscht und die Gasflaschen gekühlt worden. Über den Lkw ergoss sich ein Schaumteppich. Später gab es laut Karsten Schultz zwei Verpuffungen, das seien möglicherweise die Reifen gewesen.

Die Gasflaschen haben den Brand indes äußerlich heil überstanden und konnten am Abend von einer Firma abgeholt werden. Sie waren mit Stickstoff, Acetylen, Argon, Butan und medizinischem Sauerstoff gefüllt - diese hochexplosive Mischung wäre bei noch größerer Hitze explodiert.

Die Polizei hatte ebenfalls alle Hände voll damit zu tun, Schaulustige zurückzudrängen. Ein 500 Meter großer Sperrkreis wurde durchgesetzt, Anwohner mussten in den Häusern bleiben. Die Zufahrten zur B 273 wurden gesperrt, was in der Folge zu kilometerlangen Staus im Feierabendverkehr führte.

Seitens der Feuerwehr dürfte der Einsatz erhebliche Kosten verursacht haben: 69 Feuerwehrleute und 19 Fahrzeuge waren im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Bernau war mit allen Löschzügen der Ortsteile dabei, die Wehr Wandlitz schickte Kräfte aus Basdorf, Wandlitz, Schönwalde und Zerpenschleuse. Zudem waren der Kreisbrandmeister und Vertreter des Ordnungsamtes Bernau vor Ort.

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