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Sarkozy bietet Irak Waffen an

Der franz÷sische Prõsident Nicolas Sarkozy hat bei seinem ersten Besuch in Bagdad angedeutet, dass Frankreich wieder Waffen an die irakische Armee liefern will. Foto.dpa
Der franz÷sische Prõsident Nicolas Sarkozy hat bei seinem ersten Besuch in Bagdad angedeutet, dass Frankreich wieder Waffen an die irakische Armee liefern will. Foto.dpa © Foto:
10.02.2009, 15:40 Uhr
Bagdad Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat bei seinem ersten Besuch in Bagdad angedeutet, dass Frankreich wieder Waffen an die irakische Armee liefern will. Sarkozy, dessen Reise in den Irak aus Sicherheitsgründen nicht angekündigt worden war, sagte am Dienstag während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Präsident Dschalal Talabani: "Wir können bei der Ausrüstung der irakischen Armee zusammenarbeiten, besonders jetzt, wo sich die Sicherheitslage verbessert hat." Frankreich war vor dem Sturz des Regimes von Präsident Saddam Hussein durch die US-Armee 2003 einer der wichtigsten Waffenlieferanten des arabischen Landes gewesen. Frankreich hatte sich damals gegen die US-Invasion gestellt.

Es war der erste Besuch eines französischen Staatsoberhauptes im Irak seit dem Einmarsch der Amerikaner. Sarkozy, der in Bagdad auch Ministerpräsident Nuri al-Maliki traf, kündigte eine weitere Reduzierung der irakischen Schulden aus der Saddam-Ära an sowie mehrere bilaterale Projekte in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft und Energie. Sarkozy versprach: "Wir werden dem Irak bei seiner Rückkehr in die internationale Gemeinschaft helfen." Al-Maliki sagte, er hoffe, Sarkozys Besuch in Bagdad werde Präsidenten anderer Staaten ermuntern, ebenfalls in den Irak zu reisen.

Die US-Armee berichtete derweil, ein Selbstmordattentäter habe am Montag in der knapp 400 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Mossul vier amerikanische Soldaten und einen Übersetzer mit in den Tod gerissen. Der Attentäter sprengte sich mit einer Autobombe neben einem Fahrzeug der US-Armee in die Luft. Am Montagabend töteten Aufständische in der Stadt zudem zwei irakische Polizisten. Am Dienstag starben in Mossul zwei Polizisten durch eine Sprengstoffattacke neben einer Straßensperre. Mossul zählt zu den Hochburgen der El-Kaida-Terroristen im Irak.

Der irakische Präsidentschaftsrat forderte das Parlament unterdessen eindringlich auf, seinen seit Wochen andauernden Streit um die Wahl eines neuen Parlamentspräsidenten beizulegen. Der Rat, der aus Staatspräsident Dschalal Talabani und seinen zwei Stellvertretern besteht, erklärte nach Beratungen, die Fraktionen sollten bei der nächsten Sitzung am 18. Februar unbedingt einen neuen Vorsitzenden wählen. Der Streit um die Neubesetzung des Postens nach dem Rücktritt von Mahmud al-Maschhadani im vergangenen Dezember habe wichtige Gesetzesvorhaben blockiert.

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