Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Kalte Güsse und grüne Kräuter

Da ist sie: Gudrun Beckmann (r.) zeigt den Kindern die Plakette, die zum Titel Kneipp-Kita gehört.
Da ist sie: Gudrun Beckmann (r.) zeigt den Kindern die Plakette, die zum Titel Kneipp-Kita gehört. © Foto: Irina Voigt/MOZ
Irina Voigt / 14.12.2013, 07:50 Uhr
Hönow (MOZ) Seit Freitag darf die Kita Rappel Zappel in Hönow sich ganz offiziell auch "Kneipp-Kita" nennen. Dabei ist das, was dort praktiziert wird, nun auch für die Kleinsten der über 100 Kinder nichts Neues mehr. Denn die Vorbereitungen auf dieses Zertifikat laufen bereits seit drei Jahren.

Aber erst, wenn eine Einrichtung alle fünf Säulen der Kneipp'schen Gesundheitslehre - Lebensordnung, Ernährung, Bewegung, Wasser und Heilkräuter - in den Tagesablauf der Kinder vollständig integriert hat, wenn eine Fachkraft das nach anderthalb Jahren begutachtet hat, gibt es die angestrebte Plakette.

Auch die Mitarbeiterinnen um ihre Leiterin Anja Liebelt mussten diese Grundsätze verinnerlicht und sich für eine Kneipp-Kita-Tätigkeit qualifiziert haben. Zehn der zwölf Kolleginnen wurden daher vom Kneipp-Bund ausgebildet und sind damit zertifizierte "Kneipp®-Gesundheitserzieher". Die Kita Rappel Zappel ist natürlich Mitglied im Kneipp-Verein Strausberg und wurde nun am Freitag durch Gudrun Beckmann vom Kneipp-Landesverband Berlin-Brandenburg zertifiziert. "Die Hospitation und die von der Kita eingereichten Unterlagen führten zu der Zustimmung der Sebastian-Kneipp-Akademie und somit zur erfolgreichen Zertifizierung", sagt Gudrun Beckmann.

In der Kita wurde diese Tatsache mit Liedern, gesunden Häppchen und - der Jahreszeit angepasst - dem Weihnachtsmann gefeiert. "Es ist gar nicht so viel, was es dafür braucht - natürlich neben dem Willen der Mitarbeiter und der Eltern", sagt Anja Liebelt. Die kalten Güsse gibt es hier aus Wasserschüsseln und ein Kräuterbeet findet sich im Garten. Und wenn mal eine Sanierung der Kita-Bäder anstehe, würden sie sich freuen, wenn die Kommune noch optimalere Bedingungen schaffen würde. "Wir haben in diesem Jahr sogar schon Spitzwegerich gesammelt und zu Sirup gegen Husten verarbeitet", berichtet sie. Auch dass die Erkältungskrankheiten bei den Kindern abnehmen beziehungsweise nicht mehr so heftig verlaufen, kann sie bestätigen.

"Wir wünschten uns, dass sich nach den sieben Kitas in unserer Region nun auch Horte und Grundschulen mit diesen Lebensregeln beschäftigen würden, damit das Erlernte den Kindern nicht wieder verloren geht", sagt Reiner Stolle, Vorsitzender des Kneipp-Vereins in Strausberg.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG