Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Stiftung lockt mit Feuershow bei Waldweihnacht Hunderte Besucher an

Stelldichein der Geister und Feen

Mystisch: Feuershow und Tanz der Waldgeister bildeten den Höhepunkt der Waldweihnacht.
Mystisch: Feuershow und Tanz der Waldgeister bildeten den Höhepunkt der Waldweihnacht. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 16.12.2013, 07:00 Uhr - Aktualisiert 16.12.2013, 09:05
Eberswalde (MOZ) Was kommt nach dem Weihnachtsmarkt und vor Heiligabend? Viele Eberswalder wissen es: die Waldweihnacht. Am dritten Adventswochenende erlebte die Veranstaltung der Stiftung WaldWelten ihre dritte Auflage. "Wir schließen damit die Lücke zwischen Weihnachtsmarkt und Weihnachten", sagte Professor Harald Schill, Vorsitzender der Stiftung. "Wir wollen die Eberswalder noch einmal ins Freie locken." Der Forstbotanische Garten biete sich als Ort einfach an.

Mehrere Hundert Besucher kamen am Sonnabend und Sonntag zur Waldweihnacht der Stiftung Waldwelten in den Forstbotanischen Garten. Höhepunkt war der Auftritt der Waldgeister und Feen mit dem Tanz um das Feuer.
Bilderstrecke

Waldweihnacht der Stiftung Waldwelten

Bilderstrecke öffnen

Das findet auch Ursula Winkler, die mit Ehemann Klaus und Enkel Max (8) gekommen war. "Der Forstbotanische Garten ist immer einen Besuch wert. Zu jeder Jahreszeit. Es gibt hier einen so wunderschönen Baumbestand", erklärte die Eberswalderin, die einst an der Hochschule gearbeitet und deshalb eine besondere Verbindung zu dem Kleinod am Schwappachweg hat.

Während sich die kleinen Besucher beispielsweise im Kerzenziehen versuchten, zog Professor Schill für 2013 eine positive Bilanz. Um die 1200 Kinder hätten in diesem Jahr Projekte und Angebote der Stiftung zur Umweltbildung genutzt. Und: Die WaldWelten sind gewachsen. "Wir haben etwa 10 000 Bäume gepflanzt." Im sogenannten Klima-Wald, unweit des Forstbotanischen Gartens, habe die Stiftung nichtheimische Gehölze in die Erde gebracht. Schwerpunkt der Pflanzungen waren 2013 die Spanische Elsbeere, die Italienische Panzerkiefer, die Italienische Flaumeiche sowie Wacholder. Mit diesem Projekt, so erklärte der Experte, verfolge die Stiftung ein wissenschaftliches Ziel. Im Fokus stehen praktische Untersuchungen zu den Auswirkungen des globalen Klimawandels auf den Forst. Versuche mit "Exoten" haben in und um Eberswalde eine lange Tradition, erinnerte Schill an Experimente berühmter Grünröcke.

Doch am Wochenende ging es weniger um Wissenschaft und Forschung. Wald, davon ist der Stiftungsvorstand überzeugt, hat auch eine emotionale Seite. Genau die brachten die Akteure mit der Waldweihnacht zum Klingen. Und zum Staunen. Mit der Unterstützung etlicher Studenten der HNE hatten Schill, Götz und Co. zum Einbruch der Dunkelheit den Garten in einen mystischen Märchenwald verwandelt. So mystisch, dass sich gar die Waldgeister selbst verspäteten. Gemeinsam mit den Feen, Mitgliedern der Tanzgruppe Vivantes unter Leitung von Petra Patzer, die eigens für die Waldweihnacht eine Performance zur Musik aus "Herr der Ringe" einstudiert hatten, tanzten die fabelhaften Wesen ums Feuer. Die Gäste waren begeistert, ließen sich von der besonderen Atmosphäre und der zauberhaften Welt des Lichts einfangen.

Und welchen Wunsch hat Professor Schill für die neue Zeit? Er hofft, dass die Stiftung ihren Sitz ins Forstschreiberhaus vis-à-vis verlegen kann. Doch dazu sind noch einige Hürden in puncto Denkmalschutz zu nehmen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG