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In der dritten Diskussionsrunde Einigkeit zum Konzept erzielt / Bewegungsraum mit Öffnung zum Hof

Knirpsenland-Pläne abgenickt

Brigitte Horn / 19.12.2013, 06:38 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der Fahrplan für den Erweiterungsbau des Kindergartens "Knirpsenland" steht. In der dritten großen Runde zu diesem Thema ist am Dienstagabend in der erweiterten Hauptausschusssitzung Einigkeit erzielt worden.

Mit der Fassade im Jugendstil, einer entsprechenden Innenarchitektur, wozu Ornamente an Türen und ein Foyer, das bis in die erste Etage nach oben offen ist, gehören, hat der Kindergarten "Knirpsenland" schon eine faszinierende Ausstrahlung. Weil von Hause aus keine Kindereinrichtung, ist bei der Schaffung von Zweckmäßigkeit Fingerspitzengefühl gefragt. Jetzt will die Stadt insgesamt 470 000 Euro für die Schaffung eines Bewegungsraums, zwei zusätzlichen Gruppenräume und einen Verbindungsbau ausgeben. Keine einfache Aufgabe. Geht es doch darum, das weitgehend in sich geschlossene Konzept dieser Villa im Gründerzeitstil so zu ergänzen, dass kein architektonisches Desaster daraus wird.

Wie berichtet, fand der Vorentwurf in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung keine Gnade. Insbesondere auf Kritik gestoßen war der Vorschlag, zum großen Hof mit seinen Jugendstilbegrenzungsmauern hin ein Gebäude zu errichten, in dem technische Räume untergebracht sind. Damit wäre die Chance verschenkt, dort einen Bewegungsraum zu schaffen, der zu diesem Hof hin offen ist und damit nicht nur für Sport, sondern auch für Veranstaltungen des Kindergartens genutzt werden kann.

Im neuen Entwurf, der am Dienstagabend diskutiert wurde, ist der Bewegungsraum hinter dem Hauptgebäude zum Hof hin angeordnet. Dazu kommt ein weiterer Anbau an das hintere Gebäude, in dem jetzt die Krippenkinder betreut werden. Dieses Haus erhält darüber hinaus einen Verbindungsgang zum vorderen Haupthaus, in dem sich künftig auch der zentrale Eingang befindet. Das lobte besonders die Leiterin des "Knirpsenlands" Katrin Krüger. Gerade Eltern mit größeren und kleineren Kindern müssten dann nicht mehr in die verschiedenen Häuser. Damit würden auch weniger die Türen offen stehen, so dass es gerade jetzt in der kalten Jahreszeit nicht mehr so zieht.

Mit dem neuen Raumkonzept ging die große Mehrheit der anwesenden Stadtverordneten und sachkundigen Bürger mit. Eingeladen zu dieser Hauptausschusssitzung waren der Bauausschuss, aber auch sonst alle Stadtverordneten. Bürgermeister André Stahl wollte die Entscheidung über diese bedeutenden Ausgabe der Stadt auf ein möglichst bereites Fundament stellen, so dass er allen Anwesenden informell abstimmen ließ und den Hauptausschuss bat, sich an dem breiten Votum zu orientieren. Letztlich ist der Planungsvorschlag vom Hauptausschuss mit vier Ja-Stimmen bei einer Stimmenthaltung verabschiedet worden.

Inbegriffen in die Abstimmung war auch die Fassadengestaltung für die Anbauten. Während vom Planungsbüro für den Verbindungsbau, der in voller Breite von der Bahnhofstraße aus zu sehen ist, unter anderem aus Gründen der Unempfindlichkeit eine Vorhangfassade aus Faserzement vorsehen war, wollte die Mehrheit der Anwesenden lieber eine Fassade aus Putz. Dies entspreche auch den Anforderungen an die Gestaltungssatzung der Bahnhofstraße. Grundlegender Tenor war schließlich, dass die Stadt in einer eigenen Einrichtung gegen die eigene Gestaltungssatzung für die Bahnhofstraße verstoßen kann.

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