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Matthias Kreutzer ist Frankfurter 2013

Freut sich über die Auszeichnung: Ehrenamtler und Fußballer Matthias Kreutzer wurde zum "Frankfurter 2013" gewählt. Der 31-Jährige hat dazu bereits auf seinem Siegerpräsent, einem roten Sessel, Platz genommen.
Freut sich über die Auszeichnung: Ehrenamtler und Fußballer Matthias Kreutzer wurde zum "Frankfurter 2013" gewählt. Der 31-Jährige hat dazu bereits auf seinem Siegerpräsent, einem roten Sessel, Platz genommen. © Foto: FOTO Michael Benk
Dietrich Stulpe / 27.12.2013, 18:12 Uhr
Frankfurt (MOZ) Die Stadtboten-Leser haben entschieden: Matthias Kreutzer ist "Frankfurter 2013" geworden. Der 31-jährige Fußballer punktete, weil er seit drei Jahren Kinder der Hansa-Schule ehrenamtlich betreut.

"Schon allein die Tatsache, dass ich überhaupt auf dem roten Sessel Platz nehmen durfte, hat mich riesig gefreut. Dass ich nun sogar Jahresgewinner bin, hat mich fast vom Hocker gehauen", erklärt Matthias Kreutzer und ergänzt: "Das Ergebnis ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass ich aktiver Fußballer bin, denn ich habe von vielen meiner Vereinskollegen vom 1. Frankfurter Fußball-Club die Stimme erhalten", weiß der beim Stadtsportbund (SSB) angestellte gelernte Sport- und Fitnesskaufmann.

Am Ende setzte sich Kreutzer klar vor Jens Toppler (Vorsitzender des Ortsvereins Booßen) und Wanderleiter Werner Bock durch. Verbunden mit dem Titel "Frankfurter 2013" ist auch in diesem Jahr wieder ein nagelneuer roter Clubsessel, der dem Sieger von der Firma Möbel Boss am Messering gesponsort wurde. "Das gute Stück hat bereits in meinem Wohnzimmer einen Ehrenplatz gefunden. Von dort aus werde ich mir jetzt immer ganz bequem die Fußball-Bundesligaspiele oder andere Sport-Highlights im Fernsehen anschauen", erklärt Matthias Kreutzer.

Seit drei Jahren trainiert er ehrenamtlich geistig und körperlich behinderte 13- bis 18-jährige Schüler der Hansa-Schule. Mit großem Erfolg, denn seine Fußballschützlinge gewannen in diesem Jahr den Landesmeistertitel und landeten zudem beim deutschlandweiten Wettbewerb "Jugend trainiert für Paralympics" in Berlin als bestes Team der neuen Bundesländer auf Platz fünf.

"Die Jungs sind mir längst ans Herz gewachsen. Die Arbeit mit ihnen macht mir großen Spaß, zumal sie dankbar und leicht zu händeln sind", sagt der Vater eines zehnjährigen Sohnes Namens Anthony.

In der Freizeit steht Matthias Kreutzer im Fußballtor beim 1. FCF, pendelt derzeit zwischen der ersten und zweiten Mannschaft, zwischen Verbandsliga und Landesklasse. Das Torwart-Gen hat er von Vater Eckhard geerbt, der viele Jahre beim FC Vorwärts zwischen den Pfosten stand und noch die Glanzzeiten des Frankfurter Fußballs miterleben durfte.

Beim Nachfolgerverein, dem 1. FCF, werden derzeit kleinere Brötchen gebacken, will man in absehbarer Zeit den Sprung in die Oberliga schaffen. "Es macht mir immer noch riesigen Spaß im Tor, wo ich auf unsere derzeitige Nummer 1, Tony Schnürer, richtig Druck machen will. Ich komme prima mit ihm aus, aber  im Training kenne ich kein Pardon, da schenken wir uns nichts", erklärt der 1,83 Meter große Keeper. Kreutzer gilt als mitspielender Torwart, was er zuletzt im Landesklasse-Punktspiel der FFC-Reserve gegen Germania Schöneiche überzeugend unter Beweis stellen konnte. Als sein Team kurz vor Ultimo noch mit 0:1 zurück lag, lief er zum gegnerischen Strafraum und verwandelte eine Freistoßvorlage zum 1:1-Ausgleich per Volleyschuss genau in den Winkel.

Silvester will Matthias Kreutzer diesmal ruhig und ganz in Familie mit seiner Lebenspartnerin Sabine, Sohn Anthony und seinen Eltern Eckhard und Elke in Frankfurt feiern. Und in der Winterpause freut er sich noch auf das eine oder andere Hallenfußballturnier als mitspielender Torhüter für den 1. FCF.

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NAHPETS 01.01.2014 - 22:47:13

Frankfurter

Oh menno - wieder keine Auszeichnung bekommen? Muss man denn seinen Neid so öffentlich vor sich her tragen?

Frankfurter 01.01.2014 - 11:08:01

Pflicht

Ist Ehrenamt bei bei einigen Menschen der Gesellschaft nicht Pflicht? Ich erwarte von Bürgern, die ihr Geld vom Staat für kulturelle Zwecke oder meist ihrem Hobby bekommen, dass sie auch ehrenamtlich arbeiten. Wo ist die Auszeichnung für den Frankfurter oder Frankfurterin die auswärts hart arbeiten gehen, dann nach einer Heimfahrt noch ehrenamtlich aufbringen? Wo sind genaue Hilfen und wirkungsvolle Hilfen der Stadt für das Ehrenamt. Bitte nennt nicht die Veranstaltung "Ehrenamt des Jahres". Frau Zühlsdorf getroffene Hunde bellen. Ihre Zeit im Frankfurter Sport ist abgelaufen, wir haben 2014 und nicht mehr 1987.

unsozialer 31.12.2013 - 16:15:20

@R.Gärber

Träumer sterben nie!!! " Vielleicht gibt es hier und da auch mal eine Aufwandsentschädigung und das war es dann schon. Hut ab vor diesen Mitbürgern und einen großen Glückwunsch für Herrn Kreutzer. Das ist der große Unterschied zu einer Nebentätigkeit. Hier wird Geld verdient und es werden entsprechend Steuern gezahlt." Man kann manches in einen Mantel der Glaubwürdigkeit hüllen. Die Wahrheit sieht anders aus. Wir leben nun mal in einer Gesellschaft, die nur auf Gewinn ausgerichtet ist. Fragt sich nur am Ende wer der wirkliche Gewinner einer "Ehrenamtsperson" ist. So manches Amt versteckt hinter dieser Ehrenamtlichkeit, weil es damit Kosten sparen kann, die es sonst zu tragen hätte. Mal nachdenken, was erlaubt ist.

R.Gärber 31.12.2013 - 14:07:29

Ehrenamtler

Das sind doch die Mitbürger, die neben ihrem Berufsleben, neben den Verpflichtungen in der Familie Leistungen für die Gesellschaft erbringen. Bei diesen Leistungen schauen sie oftmals nicht auf die Zeit. Sie lassen an ihrem Engagement andere teilhaben. Vielleicht gibt es hier und da auch mal eine Aufwandsentschädigung und das war es dann schon. Hut ab vor diesen Mitbürgern und einen großen Glückwunsch für Herrn Kreutzer. Das ist der große Unterschied zu einer Nebentätigkeit. Hier wird Geld verdient und es werden entsprechend Steuern gezahlt.

Ehrenamtler 30.12.2013 - 17:55:58

Herzlichen Glückwunsch - Zeit für einen Generationswechsel

Herzlichen Glückwunsch Herr Kreutzer. Endlich wird auch einmal ein junger Mensch für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. In Frankfurt (Oder) gibt es sehr viele junge Menschen, die sich ehrenamtlich einsetzen und Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Und ja es stimmt, jeder tut es auch für sich! Um sich weiter zu entwickeln, um Erfahrungen zu sammeln, um Gutes zu tun und ein gutes Gefühl zu bekommen. Und wenn dabei anderen Menschen geholfen wird, Chancen gegeben werden, die ohne den Einsatz nie möglich gewesen wären. Was soll daran schlimm sein? Einfach mal ausprobieren, tut nicht weh.

ROESSLGAENGER 30.12.2013 - 17:05:04

Gute Vorsätze

Da wird jemand für ehrenamtliche Tätigkeit mal ausgezeichnet, schon finden sich genug Neider, die alles madig machen, ein Haar in der Suppe finden usw. Ungläubiger: Sie projezieren Ihre Eigenschaften auf andere, nur im Gegensatz zu denen haben Sie keine guten Taten vorzuweisen. Hier die Server vollzumüllen, zähle ich nicht dazu! Fragwürden (oder eher Merkwürden): Stellen Sie sich vor, ein Ehrenamtler betreibt ehrenamtliche Tätigkeit neben seiner normalen Tätigkeit, sonst wäre er kein Ehrenamtler sondern ein Hauptamtler. Jeder sollte sich fürs Neue Jahr etwas vornehmen, was diese Welt ein klein wenig besser macht. Vielleicht nehmen sich letztgenannte einfach vor, im nächsten Jahr an dieser Stelle einfach mal zu schweigen oder wenigstens vor Bedienen der Tastatur wenigstens Teile des Gehirns in Betrieb zu nehmen!

ungläubiger 30.12.2013 - 11:31:15

Das, was ich bei Ehrenamtlern immer wieder feststellen muß...

....ist der Hang nach grenzenloser Selbstdarstellung. Ihr Ego läßt keine andere Meinung zu. Einzelkämpfernaturen in einen Mantel der Selbstherrlichkeit gehüllt gehen sie doch nur ihrer Lieblingsbeschäftigung nach und vergessen dabei oft die Zeit.

Zuschauer 30.12.2013 - 10:28:23

Die Neider sind mal wieder unterwegs!

...mal wieder ohne Worte, welche Meinungen abgegeben werden. Glückwunsch Herr Kreutzer! Bemerkenswert, dass endlich mal ein jüngerer Frankfurter ausgezeichnet wird. Dies sollte als Beispiel verstanden werden.

fragwürden 29.12.2013 - 09:26:02

Was ich mich schon immer gefragt habe:.....

...Auch ein Ehrenamtler kann doch nicht nur von Luft und Liebe leben, oder sind diese "Ehrenamtler" sowas, wie ein menschliches "Perpetuum mobile"???. Nur mit einem guten stabilen Grundeinkommen kann man dieser Tätigkeit doch wohl nur nachgehen. Bleibt eben die Frage, wo das Einkommen herkommt. Ich habe noch nie einen Brückenpenner als Ehrenamtler erlebt. Soweit ich die Ehrenamtler kenne, sind sie auch in der Lage Rechnungen zu schreiben. @Petra Zühlsdorf Ihre Aussage muß ich aufgrund von logischen notwendigen Sachverhalten, anzweifeln, genauso, wie so manche behaupten 14 bis 18 Stunden am Tag im "Nadelanzug" zu arbeiten.

Petra Zühlsdorf 28.12.2013 - 21:08:23

Lieber Frankfurter...

... der nette Mann wird für diese ausschließlich erhrenamtliche Tätigkeit weder bezahlt noch freigestellt. Bei Interesse an einem aufklärenden Gespräch können Sie sich unter 0173 4324 573 gern bei mir melden.

Frankfurter 28.12.2013 - 09:56:07

Ehrenamt

Der nette Mann wird doch für diese Arbeit bezahlt und freigestellt? Wo ist hier Ehrenamt zu erkennen?

"chefin" 27.12.2013 - 21:56:18

Glückwunsch

Hallo "Kleener", Du bist jetzt wohl ein "Großer" geworden. Glückwunsch !!!

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