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Die Fahrkarte im Telefon

Da endet die Fahrt: An der Haltestelle Zentrum meldet sich Christian Kuke nach seiner Fahrt durch die Stadt mittels Handy vom System ab. Auf dem Display wird dann der Fahrpreis angezeigt.
Da endet die Fahrt: An der Haltestelle Zentrum meldet sich Christian Kuke nach seiner Fahrt durch die Stadt mittels Handy vom System ab. Auf dem Display wird dann der Fahrpreis angezeigt. © Foto: MOZ/Annette Herold
Annette Herold / 03.01.2014, 19:24 Uhr
Frankfurt (MOZ) Ein Handyprogramm ersetzt den Fahrschein für Bus und Straßenbahn: Smartphone-Nutzer können anstelle des herkömmlichen Ticketkaufs auch den Weg über das Handy nutzen. touch & travel heißt das System, über das Fahrgäste an jeder Haltestelle im Stadtgebiet ihr Handy anmelden können.

Für Christian Kuke ist touch & travel (wörtlich aus dem Englischen übersetzt: berühren und losfahren) ein Programm, mit dem Fahrgäste ohne große Komplikationen auf elektronischem Wege zum Fahrschein gelangen können. An der Haltestelle Brunnenplatz hält der Projektmanager der Stadtverkehrsgesellschaft (SVF) dafür sein Handy an einen blauen Aufkleber - und wenig später zeigt sich im Display ein Barcode, in dem alle Informationen stecken, die auch ein Fahrschein enthalten würde. Bei einer Kontrolle in Bus oder Straßenbahn könnte der Schaffner sie auslesen und so überprüfen, dass Christian Kuke bei seiner Fahrt durch Frankfurt nicht als Schwarzfahrer unterwegs ist. Die technischen Voraussetzungen hat er mit dem Herunterladen eines Programms, einer sogenannten App, auf seinem Mobiltelefon installiert (siehe Kasten). Missbrauch soll verhindert werden, indem die Anmeldung dafür nur mit einer Geheimzahl möglich ist.

Sein Weg führt ihn zuerst mit dem Bus zur Kopernikusstraße. Dort will Christian Kuke in die Straßenbahn steigen und weiter bis zur Haltestelle Zentrum fahren - zu Testzwecken, weil er sich als Projektmanager auch vergewissern muss, ob bei der SVF alles läuft in Sachen touch & travel. Gut ein Jahr hat er an der Vorbereitung mitgearbeitet und ist froh, dass das System mittlerweile im gesamten Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) verfügbar ist.

Auf seiner Fahrt durch die Stadt könnte Christian Kuke sein Handy auch Kontakt zu dem blauen Aufkleber an der Haltestelle Kopernikusstraße aufnehmen lassen, aber er muss es nicht. Wie der Einzelfahrschein aus Papier gelte auch der elektronische beim Umsteigen weiter, erklärt er. Das heißt, dass das Smartphone den Barcode auf dem Aufkleber scannt, wenn der Projektmanager an seinem Fahrtziel Brunnenplatz angelangt ist und sich so vorerst als Nutzer von Bus und Bahn abmeldet. Bezahlt wird ebenfalls auf elektronischem Wege: über eine Abbuchung vom Konto einmal pro Monat.

Das System kenne alle möglichen Verkehrsverbindungen, alle Haltestellen und arbeite mit Logikprüfungen, um den Weg des Fahrgastes nachzuvollziehen, berichtet Christian Kuke. Laut VBB ist es sogar möglich, dass Einzelfahrscheine von verschiedenen Orten im Verbundgebiet automatisch zu Tagestickets zusammengefasst werden, wenn es die Tarifbedingungen zulassen.

Nachdem die SVF Anfang Dezember die Haltestellen mit den Zugangvoraussetzung ausgerüstet hat, gebe es erste Nutzer - und der Projektmanager hofft, mehr Fahrgäste von der Praktikabilität des Systems überzeugen zu können.

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Marco Habeck 09.01.2014 - 15:08:13

ganz einfach

Wenn sie in dem ICE einsteigen wird man ihren Fahrschein sehen wollen. In einen Fall zeigen sie einen Berlin AB. Der ist im ICE nicht gültig. In dem anderen das sie einen haben von x nach sonst wohin aber nicht womit. Das macht das system erst anhand des Trackings. Wenn sie vorher aussteigen auf der selben Strecke wo der RE bzw. s-bahn fährt wird es schwieg für das System zu erkennen womit sie fahren. Ich habe keine Ahung ob man das z.Bsp durch sendetechnik im Zug schon gelöst hat.

K. Albschnitzel 08.01.2014 - 22:56:07

kurze Frage

"Um den ging es mir aber gar nicht, der war nur sinnbildlich dafür, wie man früher einfach Bahn fahren konnte, ohne sich dermaßen von der Technik abhängig machen zu müssen, wie es heute der Fall ist. " Bei einer Gesellschaft, die Flugreisen nach Mallorca für 29 Euro erwartet wundert mich eigentlich nicht mehr so viel... "Fahren sie mit dem ICE von Ostbahnhof bis zum Hauptbahnhof zahlen sie nur den Berlin AB Preis und nicht den erhöhten ICE Preis. Denn das System kann nicht erkennen welchen Typ Zug sie benutzen. Da auf der Strecke auch der RE und die S-Bahn fahren. " Was genau soll jetzt mit einem "AB-Fahrschein" in Papier anders sein?

DER HOLGO 07.01.2014 - 23:13:26

Dass mit dem…

…wenig bezahlen und viel bekommen habe ich jetzt nicht so ganz verstanden, da weder die Höhe des Preises als solches, noch die erwartete Leistung Teil meiner Argumentation waren, bzw. Letzteres nur indirekt, wenn man einen Fahrkartenverkäufer als Leistung betrachten will. Um den ging es mir aber gar nicht, der war nur sinnbildlich dafür, wie man früher einfach Bahn fahren konnte, ohne sich dermaßen von der Technik abhängig machen zu müssen, wie es heute der Fall ist. Ich werde mal sehen, dass ich in Zukunft etwas einfacher schreibe, wenn das mit der bildlichen Umschreibung nicht in Gänze erfasst wird.

Manfred Kall 07.01.2014 - 22:27:30

@DER HOLGO

Ganz einfach: Kaufen sie sich die BAHNCARD 100 und sie brauchen keine Fahrkarte mehr bzw. müssen sich mit Automaten rumärgern. Wenn das mehr Leute machen kann auch an jedem Bahnhof ein persönlicher Ansprechpartner der DB AG sitzen aber dafür will dann auch wieder niemand zahlen. Wenig bezahlen und viel bekommen beißt sich auf Dauer.

DER HOLGO 07.01.2014 - 21:35:21

Kann man irgendwo noch normal Bahn fahren?

Ich würde auch mal gern wieder Bahn fahren aber Bedingung wäre, dass man zum Bahnhof kommt, dort jemand hinter einer Glasscheibe mit Sprechloch sitzt, ich ihm sage wo ich hin will, er mir den Preis sagt und er mir eine Fahrkarte gibt und ich die bezahle und dann steige ich mt meiner Fahrkahrte in die Bahn und fahre zum Ziel. Ich wollte es 2012 schonmal versuchen, bin aber am Fahrkartenautomat gescheitert und ich mußte mir von einer älteren Frau helfen lassen, die da wohl öfter fährt aber selbst die hatte nicht so ganz die richtige Karte herausbekommen. Für die Rücktour habe ich mich dann lieber abholen lassen. Mit dem Telefon wirds ja dann noch komplizierter. Also son Smartding hab ich ja nichtmal, bzw. hatte ich das nur mal kurz ausprobiert, dann aber zu einem Tastentelefon zurückgewechselt.

Marco Habeck 07.01.2014 - 20:55:54

da haben sie falsche Vorstellungen vom Scoring

Diese Auskunftsdienste können nur die Daten besitzen die ihnen Vertragspartner übermitteln bzw. die öffentlich Bekannt gemacht werden(Insolvenzen,Vollstreckung etc.) Vertragspartner sind hier die DB, Händler bei dem sie Geschäfte per EC-Karte,Ratenzahlung oder Kundenkarten mit Zahlfunktion abwickeln. Verwechseln sie die Infoscore nicht mit der Schufa. Die meisten arbeiten mit der Schufa zusammen wie Banken,Telefonbetreiber. Deshalb hat die Schufa eine Menge Daten die ein zuverlässiges Scoring ermöglichen. Hat Infoscore keine Daten von Ihnen erfolgt die Bewertung anhand ihrer Adresse bzw. des Wohnumfeldes. Wohnen sie in einen Gebiet mit Rentner,Harz4 Empfängern oder Schuldner z.Bsp ihr Nachbar. Wird aufgrund dieser Daten eine Bewertung durchgeführt. Sie erhalten damit ein schlechtes scoring obwohl ihr Zahlverhalten gut ist. Ja warum fragt dann die DB nicht die Schufa? Ganz einfach die Schufa ist ihnen zu teuer und deshalb erfolgt die Abfrage über die Infoscore mit fragwürdigen Methoden. Aber sobald sie Angemeldet sind füllt die DB den Datenbestand bei der Infoscore und meldet ihr Zahlverhalten. Ich kann die DB verstehen. Datenschützer wollten das dieses System mit einen Guthaben funktioniert. Die Argumente der Bahn sind aber schlüssig. Sie lösen ja keinen Fahrschein von x nach y mit dem Preis z. Sondern der Fahrschein ist unbestimmt. Stellen sie sich vor sie könnten aufgrund des geringen Guthabens nur bis Musterstadt fahren obwohl sie nach Musterdorf wollten. Dadurch können auch hohe kosten entstehen und die DB hat wenig Interesses auf hohe Inkasso kosten. Das ganze hat eine Vorgeschichte. Früher konnte man im Fern und Nahverkehr Fahrkarten mit EC Karte erwerben. Funktioniert heute auch noch nur haften die Zugbegleiter dafür. Was war passiert? Ganz einfach dreiste Bahnfahrer widersprachen der Lastschrift innerhalb von 6 Wochen. "Ich bin doch gar nicht mit der Bahn gefahren!" Tja wie wollte die Bahn nachweisen ob der dreiste Fahrgast nicht im Zug saß ? Die DB traut ihnen deshalb nicht und sie werden nach den Abmelden weiter verfolgt. Denn sie haben ja keinen Fahrschein von x nach y sondern von x nach unbestimmt. Wenn sie sich in S Abmelden und trotzdem bis W fahren bekommt das niemand mit. Die Chance das sie ein zweites mal Kontrolliert werden ist er gering. Das schafft die DB Regio teilweise nicht einmal. Also werden sie verfolgt ob sie sich weiter auf der Strecke bewegen. Dieses misstrauen führt dazu das sie weiteren Ärger bekommen wenn sie z.Bsp. sich am Hauptbahnhof abmelden und mit einen Papierfahrkarte im ICE weiter fahren. Die Bahn wird ihnen unterstellen sie sind schwarz weiter gefahren und möchte ihr ICE Ticket sehen. Kommen wir zum nächsten Problem. Fahren sie mit dem ICE von Ostbahnhof bis zum Hauptbahnhof zahlen sie nur den Berlin AB Preis und nicht den erhöhten ICE Preis. Denn das System kann nicht erkennen welchen Typ Zug sie benutzen. Da auf der Strecke auch der RE und die S-Bahn fahren. Wie gesagt für Vielfahrer ist das ganze Uninteressant. So lange und die Politiker das Papier und Kleingeld nicht wegnehmen um auch den letzten Geldfluss zu kontrollieren lohnt sich das nicht. Auch nicht das Gefühl zu haben auf Schritt und Tritt verfolgt zu werden.

K. Albschnitzel 06.01.2014 - 18:35:32

Oh Mann :)

@MOANA BULLENBEISSER Aber für alle - und es müssen nach den Berichten hier sehr wenige deutschlandweit sein, die das können (^^) - die unter glücklichen Umständen und mit höherem Beistand die Bonitätsprüfung "überstanden" haben, sich in ca. 10 Minuten auf der Website (einmalig) registrieren, im Google Play Store die Worte "Touch and Travel" fast fehlerfrei eintippen, die App dann schließlich unter größten Mühen und Entbehrungen, installieren und dann auch noch starten konnten, sowie ihr Girokonto aus freien Stücken rein zufällig im Griff haben ist es eine angenehme Angelegenheit. Aber ich denke auch, dass das höchstens 5% von 80 Mio. sein können. Wenn überhaupt...

Moana Bullenbeißer 06.01.2014 - 17:45:32

@Ivo Marschinke

Von "spontan Strassenbahn fahren" kann bei dieser Angelegenheit überhaupt nicht die Rede sein: Sie müssen sich erst einmal im System anmelden/registrieren. Dann erfolgt im Hintergrund eine Bonitätsprüfung. Nebenbei müssen Sie dann auch noch die App suchen, runterladen und installieren - Schöne neue Spontanität! Falls Sie, wie sehr viele junge Smartphone-Besitzer, Ihr Girokonto überzogen haben und bei Ihrer kontoführenden Bank momentan nur rote Zahlen produzieren, ist es erst recht nichts mit "spontan Straßenbahn fahren"! Dann ist nämlich die Bonität im Eimer und die gute alte Papierfahrkarte bleibt die letzte anonyme Rettung!

maxe 06.01.2014 - 12:41:24

@ Weltenbummler

Sind Sie sich da sicher? http://www.amazon.de/Bialetti-Moka-Express-Tassen-Espressokocher/dp/B0019M4H16/ref=pd_sim_k_8 Sehr erstaunlich, wie unentspannt sie hier argumentieren. So als Weltenbummler hätte man doch gedacht, dass sie die Ruhe weg haben.

Ivo Marschinke 05.01.2014 - 21:38:09

Endlich mal spontan Strassenbahn fahren.

Na endlich. Auch ohne Kleingeld dabei zu haben sind jetzt fahrten mit den Öffis möglich.

Marco Habeck 05.01.2014 - 19:33:13

nein ist es nicht

wie auch hier bestimme ich welche Daten ich ins Netz stelle. Ich sagte ja bereits ich verschließe mich nicht neuen Dingen. Warum sollte ich kein Facebookprofil haben? Es bietet auch ein Stück unkomplizierte Kommunikation. Dort sind keine Dinge über die ich Angst haben müsste wenn sie öffentlich würden. Sie zeigen keine Personen und nur Dinge die sowie so öffentlich bekannt sind. Es ist eben das schlimme das der Datenschutz nur Nebensache ist bei solchen Technologien. Die Gefahren werden bewusst verschwiegen weil Wirtschaft und Politik ebenso ein Interesse an diesen Daten haben. Zum Grundrecht eine Demokratie gehört auch das man über seine Daten bestimmen kann. Das in jeden Land was sich demokratisch gibt. Die Wirklichkeit sieht extrem anderes aus da prallen Interessen aneinander. Datensicherheit ist ein weiteres Thema. Was ist wenn diese Bewegungsprofile in falsche Hände geraten ? Sicherheitspannen hat es bei diesem System schon gegeben. Wussten sie auch das man nach dem Abmelden weiter geortet wird? Die Bahn traut ihnen nicht, ob sie auch an der Station ausgestiegen sind. Sie werden nach ihrer Fahrt weiter verfolgt.

Bahnfahrer 05.01.2014 - 15:04:46

@Marco Habeck

Sie haben Angst um ihre Daten und deren missbräuchliche Verwendung und sind beim größten Daten-Vermarktungsnetzwerk facebook angemeldet?! Verfolgen sie die NSA-Debatte nicht so genau oder messen sie hier mit zweierlei Maß? Man hat doch weiterhin die Alternative mit dem Papierfahrschein. Beide Systeme laufen doch parallel. Wer t&t nicht nutzen will braucht es auch nicht. Wenn es niemand nutzt dann verschwindet es wieder vom Markt, völlig normale marktwirtschaftliche Mechanismen.

Weltenbummler 05.01.2014 - 13:40:59

T&T

@Karla Volkmann Sie können mit einer Kaffeemaschine für 20 Euro eben auch keinen guten Espresso kochen.So what? "nur das hier dazu Steuergelder verwendet werden. Geld das woanders fehlt. " Quelle?

Marco Habeck 05.01.2014 - 12:36:39

nö das nicht

nur das hier dazu Steuergelder verwendet werden. Geld das woanders fehlt. Sie haben 3 Möglichkeiten sich Anzumelden und Abzumelden. Das einfachste ist das Scannen des Punktes. Die Positionsbestimmung erfolgt sehr genau durch Wlan/GPS/Funkpeilung durch Netzbetreiber. Bei ihrer fahrt dürfen sie diese Dienste nicht abschalten. Auch andere Apps werden sich dieser Daten bedienen. Können sie sich Technisch nicht an oder Abmelden weil z.Bsp keine Datenverbindung besteht haben sie zusätzlichen Aufwand. Ist der Akku leer fahren sie schwarz und Zahlen 40€ Bonitätsprüfung "Dazu werden Ihre bei der Registrierung hinterlegten personenbezogenen Daten an die Firma infoscore Consumer Data GmbH (ICD), Rheinstraße 99, D-76532 Baden-Baden übermittelt" Diese Prüft nur anhand ihrer Adressdaten wenn sie keinen weiteren Auskünfte hat. Haben sie einen Schuldner in ihren Haus fallen sie durch bzw. erhalten von dieser infoscore eine schlechte Bonität. Harz4 Empfänger, Rentner sowie so. Toll nicht, das der Einstieg in das System nur der dazu fähig ist der auf Grund der zweifelhaften Informationen diese GmbH solvent ist. Datenschutz: Wussten Sie das ihr Name,Adresse,Titel,Geburtsjahr für postalische Werbung benutzt werden? Haben sie dessen widersprochen ? Weitere Daten wie Umsatz,Strecke, Telefonnummern können auch verwendet werden. Momentan nur mit Zustimmung. Weiter werden Reisedaten 12 Monate bis 10 Jahre aufbewahrt. Aus Sicht des Datenschutzes ist das System der Horror. Ich glaube kaum das sich die meisten Nutzer dessen bewusst sind und schon gar nicht aufgeklärt werden. Diese Daten wecken von vielen Seiten Begehrlichkeiten. Ich bin kein Nörgler nur solchen System massiv misstrauisch. Sie sehen es doch in diesem Artikel wurde kein Wort über die Probleme des Datenschutzes verloren. Wir Bürger geben immer mehr Informationen ohne wissen Preis. Das geht schon so weit das RFID Chips in Kleidung eingenäht werden. Patente zum tracking von Personen sind schon lange vorhanden. Das System macht nichts anderes. Man kann genau sehen welchen Weg sie zurücklegen wie lange sie sich Aufhalten, mit wem sie sich getroffen haben und wenn sie an einen RFID Scanner vorbei laufen funkt ihr Personalausweis wer sie sind und was sie für eine Jacke tragen oder wo sie gerade einkaufen waren. Sie meinen ich habe paranoia? Na dann verfolgen Sie die NSA Debatte genau. Ich weiß sie sind der Mensch "Ich habe nichts zu verbergen sollen sie doch alles wissen" Genau das gefährdet die Demokratie in dem sie sich schon so verhalten, weil man ihren Standort kennt Dinge nicht mehr zu tun. Darum hat in der DDR Diktatur wunderbar funktioniert. Weil die Bürger wussten, das Hoch und Guck auch alles wusste und sich angepasst verhalten haben. Über die heutigen Möglichkeiten hätte die Stasi nur geträumt auch wie freiwillig wir Informationen preisgeben. Ich wünsche mir mehr Diskussionen über den Datenschutz.

D. Sch. 05.01.2014 - 11:16:02

@KARLA VOLKMANN

Den "T&T-Fortschritt" finanzieren Sie mit ihren Papierfahrschein auch mit!

Karla Volkmann 05.01.2014 - 10:56:36

Ökonomische Belastung

Laut T&T sind folgende Voraussetzungen notwendig: "Um Touch&Travel nutzen zu können, müssen Sie sich einmalig registrieren. Eine Registrierung ist ab 18 Jahren möglich. Die Touch&Travel-App steht für folgende Smartphones mit Touchscreen zur Verfügung: - iPhones ab iPhone 3GS mit Betriebssystemversion iOS 5 oder höher, - Android-Smartphones ab Betriebssystemversion Android 2.2 und Displayauflösung HVGA 320x480 oder höher, - Nokia-Smartphones der Software-Generationen Symbian Anna und Symbian Belle. Weiterhin benötigen Sie einen Mobilfunkvertrag im Mobilfunknetz der Telekom Deutschland GmbH (Telekom), der Vodafone D2 GmbH (Vodafone), der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG (O2) oder der E-Plus Service GmbH & Co. KG (E-Plus). Zu den Mobilfunkprovidern zählen auch die Mobilfunkdiscounter/Service Provider der jeweiligen Mobilfunknetze. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung von Touch&Travel für Smartphones mit Symbian Betriebssystem in Verbindung mit E-Plus aus technischen Gründen derzeit nicht möglich ist. Die Funktionsfähigkeit mit Dual-SIM-Endgeräten kann nicht gewährleistet werden." Wie bereits Frau Oberhof sehr richtig bemerkte, kann eben nicht jedes handelsübliche Handy/Mobiltelefon für diese neue technische "Spielerei" genutzt werden! Dieser Dienst steht nur Besitzern spezieller Smartphones mit speziellen Betriebssystemen zur Verfügung (siehe obige Aufzählung). Dadurch zeigt sich, dass ein interessierter Nutzer erst mehrere Hundert Euro investieren muß, um diesen T&T-Bequemlichkeitsservice überhaupt in Anspruch nehmen zu können. Ich bleibe aus Gründen der Sparsamkeit beim preiswerten Erwerb eines Papierfahrscheins und bei meinem Normalo-Einfach-Handy! Den "T&T-Fortschritt" können andere finanzieren. Ich investiere mein Geld woanders, auch wenn jetzt Neunmalkluge kommen und mir Technikfeindlichkeit vorwerfen. Nicht alles, was machbar ist, mache ich mit.

Bahnfahrer 05.01.2014 - 01:32:08

Manch einer...

...scheint noch nicht in der heutigen Marktwirtschaft angekommen zu sein. Wenn die DB Mobility Logistics AG in Zusammenarbeit mit dem VBB diese Möglichkeit der Leistungsabrechnung anbieten will dann kann sie dies um Gottes Willen noch mal tun, egal wie viele Nörgler es gibt. Ich schreibe ihnen, Herr Habeck, auch nicht vor welche Leistungen sie mit ihrer Firma anzubieten haben und welche nicht, weil sie in meinen Augen nicht "rentabel" sind.

Weltenbummler 04.01.2014 - 22:37:22

T&T

@Marco Habeck Sie schwadronieren hier über alles und jeden, haben aber oft nicht mehr als gefährtliches (theroetisches) Halbwissen zu bieten. Sorry, aber irgendwie ist das ermüdend. "Dann muss man genau wissen wo die RFID Chips an den Stationen versteckt sind. Die Aufkleber sind recht klein und unterschiedlich befestigt worden" Nein, man muss nicht wissen, wo sich die Touchpoints etc. befinden, sondern kann auch "manuell einchecken". Funktioniert problemlos. "Ähnlich ist es mit der Tageskarte die sich ab der dritten Fahrt lohnt. Fahren sie mehr wie 3 mal an 3 Tagen durch Potsdam wird dies durch ihr System teurer ohne das sie sich dessen bewusst sind. " Tickets für Einzelfahrten werden - soweit das der Tarif vorsieht (im VBB ja) - zu Tagestickets zusammengefasst, wenn sich daraus ein günstigerer Preis ergibt. Das ist also genau für Leute wie mich interessant, die einfach nicht wissen, wann sie wo sind und wie viele Fahrten mit öffentlichen VM zurückgelegt werden müsssen. Zitat T&T: "Mit Touch&Travel kaufen Sie vor der Fahrt keinen Fahrausweis von A nach B, sondern Sie melden sich zur Fahrt an und danach wieder ab. Deshalb müssen Sie sich bei Touch&Travel im Voraus keine Gedanken machen, ob sich ein Tagesticket für Sie lohnt, denn Kurzstrecken und Einzeltickets im Verkehrsverbund werden nachträglich zu einem Tagesticket zusammengefasst, wenn dies für Sie günstiger ist." Quelle: http://www.touchandtravel.de/touchandtravel/faq "Das ausbuchen funktioniert nicht immer reibungslos." Woher wollen Sie das wissen? Eine spekulative Behauptung ohne valide Daten. "Es gibt diverse Fallen im Tarifsystem über die selbst die DB Automaten stolpern. Zum Nachteil des Kunden natürlich. Das System garantiert ihnen nicht 100%ig das sich auch mit dem günstigsten Ticket unterwegs sind." Da hat mir bisher jedes mal meine Verstandeskraft weiter geholfen. Wie gesagt: 4 Wochen bisher - 100 % zufrieden sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr. Tolle Lösung für mich. Wenn Sie eigene Praxiserfahrungen besitzen, freuen sich bestimmt andere Nutzter über Erfahrungsberichte.

Marco Habeck 04.01.2014 - 20:56:30

Was heißt vielfahrer ?

Wenn ich einmal nachfragen darf? Denn spätestens wenn es über die Tageskarte hinaus geht lohnt sich das ganze nicht mehr. Zeitkarten gibt es nach meinen wissen nicht über das System. In Potsdam ist die Wochenkarte mit 12,50€ für AB recht günstig und wäre bei mehr wie 6 Fahrten in der Woche erreicht. Ähnlich ist es mit der Tageskarte die sich ab der dritten Fahrt lohnt. Fahren sie mehr wie 3 mal an 3 Tagen durch Potsdam wird dies durch ihr System teurer ohne das sie sich dessen bewusst sind. Wenn sie viel fahren dann ist eine Zeitkarte günstiger. Noch ein Nachteil. Sie können so weit ich weiß keine Zusatzkarten damit lösen. Nehmen sie z.Bsp ein Fahrrad mit haben sie ein Problem. Außerdem haben sie durch Zeitkarten Zusatzleistungen z.Bsp das sie am Wochenende jemanden mitnehmen können oder das die Karte übertragbar ist. Es gibt diverse Fallen im Tarifsystem über die selbst die DB Automaten stolpern. Zum Nachteil des Kunden natürlich. Das System garantiert ihnen nicht 100%ig das sich auch mit dem günstigsten Ticket unterwegs sind.

Berliner 04.01.2014 - 13:24:36

@mitfahrer

Was passiert bei dem von Ihnen angepriesenen System, wenn gleichzeitig >10 Leute an der Haltestelle in eine Straßenbahn oder einen Bus einsteigen wollen? Bis der Fahrer alle kontrolliert und/oder das Fahrgeld kassiert hat sind mehr als 5 Minuten um. Ganz schön schlecht für die Pünktlichkeit der Busse und Bahnen.

Mitfahrer 04.01.2014 - 11:19:04

Es gibt . . .

Es gibt Busse und Straßenbahnen bei denen man zur Fahrertür einsteigt, seinen Fahrpreis entrichtet und seine Fahrt zum Zielort aufnimmt. Dieses System, übrigens in ganz Europa, ist von jedem ortsansässigen und ortsfremden Fahrgast schnell zu begreifen. So einfach ist das ! ! !

Weltenbummler 04.01.2014 - 11:16:33

bisher sehr zufrieden

Nutze das.System jetzt seit ca, 4 Wochen und es funktioniert problemlos. Da ich viel in Potsdam und Berlin unterwegs bin, ist das eine willkommene Erleichterung für mich.

Marco Habeck 04.01.2014 - 08:49:32

Das Projekt ist völlig überflüssig

Denn bevor es losgeht muss man sich erst aufwändig Anmelden. Kontoverbindung, Adresse etc.. Nebst Durchleuchtung ob man überhaupt kreditwürdig sei. Denn am Ende des Monats wird ja abgebucht. Dann muss man genau wissen wo die RFID Chips an den Stationen versteckt sind. Die Aufkleber sind recht klein und unterschiedlich befestigt worden. Die Nutzung des System ist nicht rentabel. Welch ein Aufwand um einen Fahrschein zu lösen. Nutzer die öfter den ÖPNV benutzen haben Zeitkarten. Das ausbuchen funktioniert nicht immer reibungslos. Auch das am Ende das günstigste Ticket berechnet wird. Hinterher darf der Fahrgast nachweisen welche Strecke er wirklich gefahren ist. Netz und den passenden Datenvertrag muss man auch noch haben. Nebst das die APP weitere Positionsdaten abfragt. Wer nun auch noch vom VBB verfolgt werden möchte nur zu. Keine Ahnung was mit den gesammelten Daten passiert. Mit einen einfachen Fahrscheinkauf hat das wenig zu tun. Er damit Verkehrsströme von Gelegenheitsnutzern bequemer sammeln zu können. Die Daten geben ihnen die Nutzer ja freiwillig. Wenn das alle nutzen würden bildet sich bei Aussteigen vor dem Aufkleber eine Schlange von 100 Leuten. In den meisten Verkehrsmitteln außer bei der DB sind Fahrkartenautomaten. Die DB hat lieber dafür Imbissautomaten der Hauseigen Firma eingebaut. Hier wurde viel Geld verbannt ohne einen Nutzen zu erzeugen. Würde man in den Verkehrsmitteln Fahrkarten Automaten installieren wäre das Problem für 99,9% der Fahrgäste gelöst. Aber nein lieber erhöht man die Strafgebühr und zwingt die Kunden an die Automaten. Auch bei diesem Projekt wird die ältere Bevölkerung ausgeschlossen, wie schon bei den Automaten.

Thomas Bernd 04.01.2014 - 00:51:43

@Frau Oberhof

Was unterscheidet ein "Handy" von einem Mobiltelefon? Wie kann ihr "Handy" oder doch Mobiltelefon ohne Betriebssystem funktionieren? Ab wann ist ein Telefon "smart" genug um sich "Smartphone" nennen zu dürfen? Wenn dann ein solches kaputt ist (funktionslos), wird daraus dann wieder ein einfaches Telefon? Fragen über Fragen aber der Elektronikunterrichts ist ja schon zu Ende, Frau Lehrerin. PS. Wie wäre es denn mal ganz "old school" mit persönlich nachfragen bei der SVF? Dort gibt bestimmt auch kompetente Hilfe zu "touch & travel".

Gerlinde Oberhof 03.01.2014 - 23:39:15

Begriffsverwirrung!!!

Werte MOZ-Journalistin, bleiben Sie bitte beim Begriff "Smartphon". Es wäre besser gewesen, wenn Sie in diesem Artikelzusammenhang nicht den Begriff "Handy" benutzt hätten. Mein Handy kann ich nämlich für diese Funktion, denn Sie hier als "digitale Fahrkarte" beschreiben, nicht einsetzen. Es ist nämlich tatsächlich nur ein normales Handy (Handtelefon), mit dem ich telefonieren und simsen kann. Es hat zwar auch eine Kamera, aber kein Betriebssystem wie ein modernes Smartphon. Sie verwirren Leser, wenn Sie ständig zwischen den Begriffen "Handy" und "Smartphon" hin und her springen. Der Begriff "Handy" ist ein Oberbegriff, unter den das "Smartphon" als Untergruppe einzuordnen ist! Neben dem Smartphon existieren auch andere Handy-Formen, die ungeeignet sind für die im Artikel beschriebene Funktion. Ende des Elektronikunterrichts!

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