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Einbrüche im Speckgürtel nehmen weiter zu

Die Zahl der Einbrüche am Berliner Rand nimmt zu.
Die Zahl der Einbrüche am Berliner Rand nimmt zu. © Foto: dpa
07.01.2014, 07:30 Uhr
Potsdam (DPA) Die Gefahr, Opfer von Einbrechern zu werden, ist in Brandenburg wieder gestiegen - vor allem im Speckgürtel und an der Grenze. Mit ein Grund, warum die Polizeireform wankt und mehr Beamte bleiben sollen als geplant.

Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäuser in Brandenburg steigt weiter. Im ersten Halbjahr 2013 (25 841 Fälle) stieg sie um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2012: 23 501), wie das Polizeipräsidium der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Nach wie vor ist der "Speckgürtel" von Berlin besonders betroffen. 44,4 Prozent der Einbrüche (11 464 Fälle) erfolgten dort im ersten Halbjahr 2013. Im Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 41 Prozent (9630 Fälle).

Polizisten aus Berlin und Brandenburg arbeiten deshalb verstärkt zusammen. 2012 haben sie nach eigenen Angaben in 445 Fällen gegen Einbrecherbanden ermittelt. 23 Menschen wurden festgenommen und 24 Haftbefehle erlassen, hieß es. So wurden beispielsweise im August 2013 Mitglieder einer Bande festgenommen, der bislang etwa 40 Straftaten in Berlin, Brandenburg, Thüringen und Schleswig-Holstein nachgewiesen werden konnten. Das Spektrum reiche von Einbrüchen in Geschäftsräume bis hin zur Sprengung von Geldautomaten und Fahrzeugdiebstählen, sagte ein Polizeisprecher.

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe (GEG) der Polizeibehörden aus Berlin und Brandenburg wurde bereits vor neun Jahren gebildet. Angesichts der steigenden Einbruchszahlen im Speckgürtel wurde die Zusammenarbeit intensiviert.

Die meisten Einbruchsdiebstähle gab es im ersten Halbjahr 2013 in Potsdam (2257), gefolgt von den Landkreisen Potsdam-Mittelmark (1957), Havelland (1844), Oberhavel (1824) und Barnim (1811). "Dabei suchen die Täter zunehmend Dienst- und Bürogebäude auf", schilderte der Polizeisprecher. Ebenfalls beliebt seien Boden- und Kellerräume.

Von den rund 25 840 Fällen wurden im ersten Halbjahr 2013 laut Polizei 4435 Fälle aufgeklärt - eine Quote von 17,2 Prozent. Damit fassten die Ermittler einige Täter mehr als im Vorjahreszeitraum (Aufklärungsquote 15,3 Prozent). Der Anteil ausländischer Verdächtiger blieb mit 27,9 Prozent in etwa gleich gegenüber dem Vorjahreszeitraum (28,3).

Die Zunahme der Einbruchsdiebstähle sorgt seit Monaten für Unruhe in der Bevölkerung - und hitzige Debatten um die Polizeireform. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist inzwischen von dem ursprünglich geplanten Stellenabbau abgewichen. Zuletzt war von rund 7400 Beamten statt der angestrebten Zahl von 7000 die Rede. Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) sieht vor allem beim Streifendienst Lücken und will Mitte Januar seine Pläne vorstellen. Derzeit gibt es rund 8300 Polizisten im Land.

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Verum 08.01.2014 - 20:41:39

Ach...

total überzogener Artikel. Alles halb so schlimm.

Opa Hoppenstedt 07.01.2014 - 09:40:32

Einbrüche im Speckgürtel nehmen zu.........

wer hätte das gedacht?!

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