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Spezialisten nehmen Wahrzeichen einmal jährlich unter die Lupe

TÜV-Kontrolle am Eberkran

Wahrzeichen für Eberswalde: Der einstige Kranbau-Kran gehört zu den Attraktionen des Familiengartens
Wahrzeichen für Eberswalde: Der einstige Kranbau-Kran gehört zu den Attraktionen des Familiengartens © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Monika Schmidt / 10.01.2014, 06:50 Uhr
Eberswalde (MOZ) Der Eberkran gehört seit Langem zu den Wahrzeichen der Stadt. Im Familiengarten steht er den Besuchern als Aussichtsplattform zur Verfügung. Damit verbunden sind natürlich sicherheitstechnische Auflagen. Ihre Einhaltung wird jährlich vom Kranservice Rheinberg geprüft. Ohne die TÜV-Vignette der Spezialisten darf der Eberkran nicht bestiegen werden. "Die Prüfung ist recht umfangreich. Das Ergebnis wird protokolliert und nur wenn alles in Ordnung ist, gibt es die Vignette", sagt Dirk Heise, zuständig für alle technischen Abläufe im Familiengarten.

Kontrolliert werden unter anderem sämtliche Gitterroste, über die die Besucher zur Aussichtsplattform gelangen. Das gilt auch für die dazugehörigen Halteklammern, die gelegentlich ausgetauscht werden müssen. Eingeschlossen ist außerdem eine gründliche Prüfung der Standsicherheit. "Größere Beanstandungen hat es bisher nicht gegeben", teilt Dirk Heise mit. Das dürfte vor allem die Teilnehmer der Aktion Höhenpass freuen, für die der Eberkran eine der möglichen Stationen in Eberswalde ist.

Technische Details, wie der Hebebetrieb des Schwenkarms, werden beim jährlichen TÜV nicht unter die Lupe genommen. Der Eberkran steht ja nicht mehr in Diensten. Auf den sicheren Halt aller bewegbaren Teile wird dennoch geachtet. "Es soll ja niemand verletzt werden", sagt Dirk Heise, der auch eine ganze Menge über die Geschichte des Stahlkolosses zu berichten weiß.

Entwickelt wurde der Eberkran 1954 als Muster für eine Montageserie, eingesetzt aber auf dem Werksgelände des einstigen Kranbaus zur Vormontage anderer Krane. Seine markante Silhouette hat ihn zu einem Wahrzeichen der Industriegeschichte am Finowkanal gemacht. In einer aufwendigen Aktion wurde er 2001 nicht nur saniert und demontiert, sondern auch auf seinem heutigen Platz für die Landesgartenschau 2002, die rund 600 000 Besucher in ihren Bann gezogen hat, wieder aufgebaut. Eigens für die große Blumenschau erfolgte auch der Anbau der Aussichtsplattform. Ehe man die 28 Meter bis dorthin erreicht hat, sind 160 Stufen zu meistern. Die Mühe lohnt sich. Abgesehen vom phantastischen Rundblick auf das Eberswalder Urstromtal lässt sich bei klarem Himmel sogar der Berliner Fernsehturm erkennen. Der Kran selbst hat eine Höhe von 56 Metern. Die Traglast liegt bei 30 Tonnen. Davon selbst überzeugen kann sich jeder mit Saisonbeginn im Familiengarten.

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