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Schnelleres Internet in der Fläche / Schule erhält Whiteboards / Ab zweitem Halbjahr papierlose Verwaltung

Biesenthal baut an digitaler Zukunft

Vorboten des schnelleren Internets: Die ersten Verteilerkästen, hier gegenüber des Gebäudes der Amtsverwaltung in der Plottkeallee, wurden aufgestellt. Im zweiten Quartal soll alles fertig sein.
Vorboten des schnelleren Internets: Die ersten Verteilerkästen, hier gegenüber des Gebäudes der Amtsverwaltung in der Plottkeallee, wurden aufgestellt. Im zweiten Quartal soll alles fertig sein. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 11.01.2014, 07:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) In diesem Jahr macht Biesenthal einen großen Schritt ins digitale Zeitalter. Derzeit laufen die Arbeiten für schnelles Internet. Die Grundschule soll mit Whiteboards ausgestattet werden. Auch die Verwaltung steht dem nicht nach. Vorgesehen ist die papierlose Verwaltung.

Wer zwischen Bahnhofstraße und Fischerstraße in Biesenthal unterwegs ist, dem fallen die neuen Verteilerkästen im Straßenbild auf. Sie sind sichtbarerer Ausdruck, dass in einem großen Teil der Stadt die Internetverbindungen schneller werden. Der stellvertretende Bürgermeister Dirk Siebenmorgen (Linke), der sich dieses Vorhaben besonders auf die Fahne geschrieben hatte, hat vor gut zwei Jahren angeregt, die Sache auf den Weg zu bringen.

Damals gab es auch noch Fördermittel dafür. Allerdings habe es relativ lange gedauert, bis entsprechende Anbieter gefunden wurden. Inzwischen gab es keine Fördermittel mehr, aber die Stadt hatte dann entschieden, die Sache auf ihre Kosten zu realisieren. Ursprünglich waren rund 100 000 Euro im Haushalt vorgesehen, realisiert werden kann es nun aber für rund 40 000 Euro, informierte Siebenmorgen.

Wenn im zweiten Quartal das Projekt wie geplant fertiggestellt ist, wird sich die Geschwindigkeit von derzeit 1000 bis 6000 kbit/s auf durchschnittlich 25 000 kbit/s erhöht haben. Eindeutige Aussagen lassen sich nicht treffen, weil mit der Entfernung vom Verteilerkasten auch die Geschwindigkeit abnimmt. Auch die Einwohner des Stadtteil Wullwinkels kommen dann in den Genuss einer deutlich schnelleren DSL-Leitung. Nicht einbegriffen allerdings ist das Gebiet der Stadt hinter der Fischerstraße in Richtung Wukensee und Lanke. Doch nach Worten von Siebenmorgen wolle man den Bereich künftig nicht außer Acht lassen.

Der Stadt geht es aber nicht nur um schnelleres Internet. Mit den Whiteboards, die die bisherigen Schultafeln ersetzen, soll die moderne digitale Welt auch an der Grundschule am Pfefferberg noch mehr Einzug halten. Die Stadt hat dafür zum einen den Fördermittelantrag an den Kreis gestellt, und zum anderen für den Eigenanteil rund 70 000 Euro in den Haushalt aufgenommen, erläutert Biesenthals Bürgermeister André Stahl (Linke).

Vervollständigt wird die Nutzung digitaler Medien mit der geplanten Umstellung auf die papierlose Verwaltung, ergänzt Stahl. Konkret bedeutet dies, dass sämtliche Unterlagen des Sitzungsdienstes, die immer noch Papierberge erzeugen, auf elektronischem Weg verschickt werden. So muss dann nicht mehr für jeden der 19 Stadtverordneten beispielsweise der rund 170 Seiten umfassende Haushalt der Stadt ausgedruckt werden. Diese Umstellung bedeutet jedoch auch, dass Stadtverordnete, die das wünschen, die Sitzungsunterlagen wie bisher gedruckt erhalten.

Für die Umstellung auf die digitale Gremienarbeit sieht der Biesenthaler Haushalt für 2014 die Summe von 13 000 Euro vor. Ergänzt wird dies mit der entsprechenden Umstellung in der Amtsverwaltung, in der mit rund 25 000 Euro aus dem Amtshaushaltes die Voraussetzungen für die papierlose Verwaltung geschaffen werden.

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