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Hirsche sorgen für Nachwuchs im Germendorfer Tierpark

Neu: Zwei Container für Verwaltungs- und Kassengebäude zieren seit ein paar Wochen den Eingang zum Tier- und Freizeitpark, auf den der Chef Horst Eichholz - hier an seinem Smart - mächtig stolz ist.
Neu: Zwei Container für Verwaltungs- und Kassengebäude zieren seit ein paar Wochen den Eingang zum Tier- und Freizeitpark, auf den der Chef Horst Eichholz - hier an seinem Smart - mächtig stolz ist. © Foto: MZV
Friedhelm Brennecke / 11.01.2014, 08:00 Uhr
Germendorf (MZV) "Helmut hat es gut", sagt Horst Eichholz. "Er lebt mit seinen zwölf Frauen und Kindern im Freigelände des Saurierparks. Hansi, der mehr Temperament hat, muss derzeit jedoch allein in seinem Gehege ausharren", ergänzt der Germendorfer Tierparkbesitzer und Oranienburger Ehrenbürger. Der 81-Jährige meint die beiden prächtigen Sika-Hirsche, die inzwischen für reichlich Nachwuchs gesorgt haben, für den es im eigentlichen Tierpark langsam allerdings eng wird.

Der fruchtbare Hansi, der es auf 35 Frauen und Kinder bringt, kommt gegenwärtig nur auf seine Kosten, wenn eine seiner zahlreichen Hirsch-Damen sich in sein Gehege verirrt. Dies ist möglich. Der umgekehrte Wege bleibt dem stolzem Geweihträger gegenwärtig aber versperrt.

Die Stimme von Horst Eichholz erkennen alle der mehr als 500 Tiere im Park. Wenn er ruft, kommen sie an den Zaun, so wie Hansis große Nachwuchsschar. Neugierig und erwartungsvoll strecken die junge Hirsche ihre Köpfe über das Gatter. Doch heute hat der Chef kein Leckerli für sie. Etwas enttäuscht bleiben sie zurück, während Eichholz den wendigen Smart an den Gehegen vorbeilenkt und schon nach den nächsten Vierbeinern ruft. Aber die Alpakas bleiben träge auf Distanz und trotten gesättigt über ihr Gelände.

Das Berberaffen-Pärchen, es ist erst im Oktober aus dem Rheinland nach Germendorf gekommen, springt munter durch seinen Käfig. "Zu Besuchern sind sie meist frech, weil sie in ihrer früheren Haltung oft geärgert wurden", weiß der Tierparkchef. Doch Horst Eichholz haben sie längst akzeptiert und als Zeichen ihrer Zuneigung würden sie selbst ihn gern lausen - eine typische Beschäftigung, die man die beiden Neuzugänge untereinander oft machen sieht.

In den Winterschlaf ist das rund 60 Hektar große Gelände des Germendorfer Tier- und Freizeitparks noch nicht gefallen. Nun gut, strenger Frost mit empfindlichen Minusgraden und Schnee sind uns ja bisher erspart geblieben. "Am 7. Januar hatten wir mehr Gäste als im Januar vorigen Jahres zusammen", sagt der umtriebige Eichholz. Auch heute erfreuen sind einige Besucher an den lustigen Erdmännchen, die es offenbar wegen der paar Regentropfen vorziehen, in ihrem Häuschen zu bleiben.

Der erste Nachwuchs dieses Jahres ist bei den Elen-Antilopen angekommen. In wenigen Tagen wird dort ein weiteres Baby erwartet. Im Frühjahr stellt sich auch bei vielen anderen Tieren eine Kinderschar ein.

Gut zu tun haben jetzt die 35 festen Mitarbeiter des Tier- und Freizeitparks. Gehege werden ausgebaut, Zäune erneuert und Leitungen verlegt. Eine neue Brücke entsteht über einen der zahlreichen Wasserläufe, weil die alte nach sechs Jahren das Zeitliche gesegnet hat.

Horst Eichholz ist zurecht stolz auf seine Parks, mit denen er sich einen Traum erfüllte. Bei Besuchern steht das weitläufige Gelände an den Waldseen und der B 273 hoch im Kurs. 415 000 Menschen kamen 2013. "Wegen des langen Winters mit Schnee bis Ostern waren das aber rund 30 000 Gäste weniger als 2012", sagt Eichholz. Das bedeutete zirka 200 000 Euro weniger in der Kasse. Dennoch hat der Park einen neuen Eingangsbereich mit Containermehrzweckgebäude und Toilettenhaus erhalten. 1 500 Stellplätze für Autos und weitere für Busse stehen inzwischen zur Verfügung. "An Spitzentagen sind sie alle belegt." Eichholz hofft, dass es 2014 davon möglichst viele gibt. Denn künftig muss sich der Tier- und Freizeitpark nach und nach selber tragen. "Dieses Jahr stellen wir den Kiesabbau ein, dessen Gewinne im Park investiert wurden. Dieses Geld fehlt dann, zu investieren gibt es aber immer etwas", weiß der Tierparkchef.

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