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Bissiger "Fuchs" aus der Talentschmiede

Robust und willensstark: Jaron Siewert spielt seine erste Saison bei den Füchsen Berlin im Männerbereich. Foto: Karsten Schirmer
Robust und willensstark: Jaron Siewert spielt seine erste Saison bei den Füchsen Berlin im Männerbereich. Foto: Karsten Schirmer © Foto: MZV
Arne Färber / 15.01.2014, 01:00 Uhr
Hennigsdorf (MZV) Er ist ein echtes Füchse-Eigengewächs und wohnt in Oberhavel. Jaron Siewert aus Hennigsdorf zählt zu den großen Handballtalenten in Berlin und will den Sprung zu den Profis schaffen. "Mein Traum, höherklassig zu spielen, lebt", sagt der 19-Jährige. Dafür muss er sich allerdings mächtig ins Zeug legen. Denn die Konkurrenz beim Hauptstadtklub ist im Nachwuchsbereich riesig.

Das Drittliga-Derby am vergangenen Wochenende mit der zweiten Mannschaft gegen den Oranienburger HC war für den Rückraumspieler zweifellos ein besonderes Spiel. "Ich wohne ja ganz in der Nähe von Oranienburg", beschreibt Siewert seine Verbundenheit zum Konkurrenten. Doch sportlich schlägt sein Herz klar für die Füchse. Dort spielt er seit 13 Jahren Handball und hat die Entwicklung des Vereins miterlebt. "Diese Sportart ist ein fester Bestandteil meines Lebens", unterstreicht Siewert. Der Klub sei so etwas wie seine zweite Familie. Der 19-Jährige kann trotz seines Alters schon große Erfolge vorweisen. Mit der B-Jugend und der A-Jugend hat er bereits vier deutsche Meistertitel gewonnen. Jaron Siewert darf sich darüber hinaus auch Europameister nennen. Mit der Junioren-Nationalmannschaft (U 18) holte er 2012 in Österreich den Titel. Beste Voraussetzungen also, um den Durchbruch bei den Profis zu schaffen.

Der Rückraum-Akteur spielt derzeit seine erste Saison im Männerbereich. "Das sind andere körperliche Voraussetzungen, an die man sich erst einmal gewöhnen muss", macht Siewert klar. Aber der Student der Biotechnologie setzt in der Füchse-Reserve bereits starke Akzente. Sein Anspruch sei es, in der Mannschaft zum Leistungsträger zu avancieren. Trainer Max Rinderle ist derweil voll des Lobes für den 19-Jährigen. "Jaron ist ein intelligenter Spieler. Er besitzt Top-Kraftwerte und zeichnet sich durch Robustheit und Willensstärke aus." Ob er den Sprung in die Bundesliga schafft, ließ der Coach jedoch offen. "Um dort anzukommen, wo Jaron hin möchte, gehört auch viel Glück." Manchmal müsse man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

Siewerts großer Mentor ist Füchse-Manager Bob Hanning, der auch die A-Jugend der Hauptstädter trainiert. "Mit ihm hatte ich eine erfolgreiche Zeit. Wie er die Leute begeistern kann, ist einzigartig. Er ist offen für alles, fordert aber auch Leistung ein", sagt Siewert. Mit Hanning habe er viele Hochs und Tiefs erlebt.

Jetzt hofft er auf den großen Durchbruch. Blut geleckt hat der Rückraumspieler allemal. Im letzten Champions-League-Gruppenspiel gegen den ungarischen Vertreter SC Szeged feierte Siewert im Februar vergangenen Jahres einen Kurzeinsatz. "Das war ein total toller Moment", sagt er.

Doch Siewert lebt im Hier und Jetzt und muss erst einmal die Chance der Füchse-Anschlussförderung in der zweiten Männermannschaft nutzen. Das traut er sich ohne Weiteres zu. Ein Umzug von Hennigsdorf nach Berlin kommt für ihn aber noch nicht in Frage. "Das Hotel Mama ist doch immer noch sehr angenehm."

Derweil drückt er dem OHC fest die Daumen. "Insgeheim hoffe ich, das Oranienburg den Klassenerhalt schafft. Die haben ein super Publikum und tolle Vereinsstrukturen. Ich würde die Derbys vermissen", sagt Siewert. Das meint der Nachwuchsspieler auch ehrlich. Schließlich wohnt er von dem Konkurrenten nicht allzu weit entfernt. Eine gewisse Verbundenheit zum OHC ist nicht zu leugnen. Auch wenn Siewert ein Ur-Fuchs ist. Das ist er zweifellos. Und er wird es auch bleiben.

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