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Abschluss eines bioenergetischen Pilotprojektes an der Briesener Oberschule

Wenn Schüler meditieren

Meditation in der Oberschule: Gisela Leist und Martina Kießling sorgten bei Markus, Benjamin und Sebastian (von vorn) am Donnerstagnachmittag für Entspannung.
Meditation in der Oberschule: Gisela Leist und Martina Kießling sorgten bei Markus, Benjamin und Sebastian (von vorn) am Donnerstagnachmittag für Entspannung. © Foto: Cornelia Link
Cornelia Link / 17.01.2014, 06:01 Uhr
Briesen (MOZ) An der FAW-Oberschule fand am Donnerstag das Projekt bioenergetische Meditation seinen Abschluss. Seit Schuljahresbeginn sorgte diese wöchentliche AG für Linderung bei Problemen von Schülern.

Gisela List und Martina Kießling galten als austherapiert. Gesund waren sie aber dennoch nicht. Die Beeskowerin und die Lindenbergerin suchten Alternativen zur Schulmedizin und fanden sie bei der bioenergetischen Meditation nach Viktor Philippi. Die Form der ganzheitlichen Entspannung half ihnen zurück in ein gesünderes Leben und animierte beide, selbst als Bionergetiker (Biosens) zu praktizieren.

Das Lösen von Blockaden, um den Stoffwechsel anzukurbeln, ist Ansatz der bioenergetischen Meditation. Dies entdeckte auch vor zwei Jahren die Frankfurter Universität Viadrina für sich und führt seither ein Pilotprojekt an drei Schulen durch, bezahlt durch den Europäischen Berufsverband Biogens (EBB). "In einer Schule meditieren Eltern und Schüler, in einer anderen Lehrer und Schüler", erklärt Gisela Leist.

In der Briesener Oberschule wirkten ausschließlich Schüler an der Studie mit. "Viele leiden unter Angst, Stress, Mobbing und Druck. Sie wollen Lehrern und Eltern gefallen und sind sich ihrer Probleme meist gar nicht bewusst", fügt Martina Kießling an.

Zum Schuljahresbeginn habe es drei Schnupper-Kurse für alle 7-10.Klässler gegeben, danach wurde wöchentlich donnerstags die kostenfreie Teilnahme angeboten. "Wir wurden von der Schulleitung und den Lehrern gut unterstützt", erläutert List.

Teilnehmen konnten daran alle Schüler. Mal waren es mehr, mal weniger. Am Ende blieben vier Jungen aus den Klassenstufen 7, 9 und 10 übrig. Anfangs füllten sie einen Fragebogen zu Problemen aus, dann wurde in 13 Meditations-Sitzungen durch Handauflegen auf Energie-Zentren sowie Atemübungen mit Musik meditiert. Oft schliefen die Jungen sogar ein. "Ich fand es sehr entspannend, war vorher sehr aufgeregt, wenn ich vor der Klasse sprechen sollte. Das ist viel besser geworden", sagt Benjamin Zeibig (12). "Sie haben toll losgelassen, der Kurs ist gut verlaufen", freuten sich beide Projektleiter und werteten am Donnerstag nach der Meditation das Projekt aus. Die Ergebnisse werden in der nächsten Woche der Schulleitung vorgestellt, die entscheidet, ob und wie das Projekt fortgesetzt werden kann.

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