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Oranienburg erweitert Gewerbegebiete

Friedhelm Brennecke / 25.01.2014, 12:00 Uhr
Oranienburg (MZV) Oberhavel ist laut Rangliste von "Focus-Money" die wirtschaftsstärkste Region Ostdeutschlands, als deren Motor gilt der Regionale Wachstumskern Oranienburg-Hennigsdorf-Velten. In der Kreisstadt wird dies vor allem an der unverminderten Nachfrage nach Gewerbegrundstücken deutlich.

"Bei uns gehen beinahe täglich Anfragen nach Gewerbeflächen ein", sagt Björn Lüttmann, Leiter der Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung im Rathaus. Vor allem Grundstücke mit mehr als 10 000 Quadratmetern seien gefragt. Doch die gibt es derzeit einfach nicht mehr. Mit 90 Hektar ist der Gewerbepark-Süd zwar der größte Gewerbestandort im Regionalen Wachstumskern. Doch selbst dort stehen nur noch kleinere Areale für die Ansiedlung von Gewerbe- oder Industriebetrieben zur Verfügung.

Deshalb will die Stadt nun den nördlichen Bereich des ehemaligen Flugplatzes entwickeln. Dazu hat die Verwaltung jetzt den Bebauungsplan "Gewerbepark-Süd - Nordteil" vorgelegt. Das Plangebiet, das sich nördlich an die Flächen der Fotovoltaikanlage an der Flugpionierstraße und der Asphaltmischanlage anschließt, umfasst 60 Hektar. Es erstreckt sich bis zur Bundesstraße 96 im Westen und entlang der ehemaligen Heinkel-Einfliegehalle bis zum Kreisverkehr Bärenklauer Weg/Walther-Bothe-Straße im Norden sowie im Osten bis an den Oranienburger Kanal.

"Nur auf diesem Gelände können wir noch Flächenwünsche von mehr als 10 000 Quadratmetern erfüllen", sagt Lüttmann.Wann sich dort erste Betriebe niederlassen können, ist aber noch offen. Denn jetzt geht es zunächst um den Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans.

"Unser Ziel ist es, auf diesen Konversionsflächen eine weitere hochwertige Gewerbeansiedlung möglich zu machen", sagt Baustadtrat Frank Oltersdorf (SPD). Es soll dort - wie schon im Gewerbepark-Süd - ein Gewerbe- und Industriegebiet ausgewiesen werden. Allerdings wird es unterschiedlich abgestuft, sodass an der B 96 eine industrielle und zur Walther-Bothe-Straße eine gewerbliche Nutzung möglich ist.

Um eine bessere Erschließung des gesamten Standortes zu erreichen und fehlgeleitete Lkw-Verkehre durch Oranienburg-Süd zu verhindern, plant die Stadt, die Flugpionierstraße bis zum Kreisel Walther-Bothe-Straße zu verlängern. "Wir werden hier aber nicht selbst erschließen, sondern möchten, dass dies ein Vorhabenträger übernimmt, so wie es schon im Gewerbepark-Süd der Fall war", sagt Oltersdorf.

Dort wurde die Berlin-Brandenburger Flächenentwicklungsgesellschaft (BBF) aktiv, die das Areal zuvor von der Brandenburgischen Bodengesellschaft (BBG), der auch die nördlichen Flächen gehören, erworben hatte. Mit diesem Grundstücksgeschäft beschäftigte sich auch der Landtag, weil der Verdacht bestand, dass Landeseigentum unter Wert verkauft wurde.

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