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Mehr Platz zum Proben

Frank Radüg Theater Frankfurt
Frank Radüg Theater Frankfurt © Foto: moz/thomas gutke
Thomas Gutke / 27.01.2014, 07:52 Uhr
Frankfurt (MOZ) Ein fünftes Ensemblemitglied, eine (fast) fertige zweite Etage und ein neues Langzeitprojekt - beim Theater Frankfurt kommt mit Beginn des Spieljahres 2014 einiges in Bewegung.

"In vier Wochen wollen wir die nächste Bauphase beenden", sagt Frank Radüg, der Leiter des Theaters. Mehr als zwei Jahre nach dem Umzug von den Gerstenberger Höfen in die Sophienstraße 1 ist der Ausbau der zweiten Etage damit so gut wie abgeschlossen. Mehrere Probenräume sowie Arbeitszimmer können im Geschoss über der Bühne also bald offiziell in Betrieb gehen. Gleiches gilt übrigens für die Toilette an der Treppe auf halbem Weg nach oben.

Die Arbeiten waren und sind aufwendig für Frank Radüg und seine Kollegen, auch wegen der Denkmalschutzauflagen. Der Trägerverein Theater im Schuppen und seine Helfer stemmen die Fertigstellung der Etagen nahezu in Eigenregie, so der Bühnenchef. Trotzdem hat Radüg bereits den nächsten Bauabschnitt im Blick, das Dachgeschoss. Dort sollen in den nächsten Jahren weitere Probenräume entstehen.

Für den Regisseur Radüg dürften diese Baustellen allerdings nur Nebenschauplätze sein. Denn natürlich liegt der Fokus auch 2014 auf der eigentlichen Theaterarbeit. Dabei darf sich das feste Ensemble - derzeit bestehend aus Christina Hohmuth, Peggy Einenkel, Rosa Stasiuk und Christina Schröter - auf eine neue Kollegin freuen. Die polnische Schauspielerin und Theaterpädagogin Lidia Bielanczyk werde das Team ab dem 1. März verstärken, so Radüg.

Das Ensemble hat eine stetig wachsende Palette an Märchen und anderen Stücken für Kinder im Repertoire. Mit "Frau Holle" feiert am Dienstag, 4. Februar, ein weiteres Premiere. "Kinderstücke haben enormen Zulauf", freut sich der Theaterchef, für den überhaupt die Arbeit mit Kinder und Jugendlichen großen Stellenwert besitzt. Am Theater gibt es derzeit zwei Kinder- und eine Jugendtheatergruppe. Außerdem sind vom 17. bis 19. Juni wieder Kinder- und Jugendtheatertage in Frankfurt geplant.

Darüber hinaus denkt Radüg vor allem projektorientiert. Neben einem regelmäßigen Angebot an Workshops und Werkstätten, heißt das: Zu einem Thema findet sich ein loses Ensemble zusammen, sucht nach Formen und Ausdrucksmöglichkeiten und kommt dann in der Regel zu einem bühnenreifen Ergebnis. Getragen werden diese Projekte vom hauseigenen Ensemble, von den Schülern der Schauspielschule des Theaters, sowie von Schülern und Studenten, und auch von Mitgliedern des Ensembles "Frankfurter spielen für Frankfurt" mit seinen derzeit 20 erwachsenen Mitgliedern.

Das vielleicht ambitionierteste Vorhaben 2014: der Start eines auf drei Jahre angelegten, inklusiven Projektes mit Schülern vom Karl-Liebknecht-Gymnasium und Studenten auf der einen, sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen auf der anderen Seite. "Einmal in der Woche sollen sie gemeinsam auf der Bühne aktiv werden", erklärt Radüg. Dazu solle es aber auch Zeiten geben, in denen sich die Teilnehmer gegenseitig im Alltag begleiten. Das Ziel: Füreinander Verantwortung übernehmen, die eigene Perspektive erweitern, selbstständiger werden und natürlich: (Inklusives) Theater spielen. Das Projekt, für das derzeit die Vorbereitungen laufen, werde zu 100 Prozent von der "Aktion Mensch" gefördert, freut sich Radüg. Einer von vielen wichtigen Partner ist außerdem die Wichern-Diakonie.

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