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Schulwegsicherung: Eltern fordern mehr Mitspracherecht

red/pat / 29.01.2014, 20:00 Uhr
Dallgow (MZV) Die Dallgower Elternvertreter der Grundschule "Am Wasserturm" fordern ein Mitspracherecht beim Verkehrsentwicklungsplan, um die Sicherheit der Kinder auf ihrem Schulweg zu verbessern. Eine Arbeitsgemeinschaft hat bereits einen Report erstellt, der die wichtigsten Gefahrenstellen aus Sicht von Schülern und Eltern identifiziert. Zudem kündigte die AG bereits verschiedene Aktionen an, um etwa für "respektvolles Fahren auf den Straßen zu werben", wie es hieß.

Der tödliche Unfall eines jungen Fahrradfahrers habe ein Schlaglicht auf die schlechte Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer in Dallgow geworfen. Ein Verkehrsentwicklungsplan für die jüngsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer in Dallgow-Döberitz sei schon längst überfällig."Ich traue mich nicht, mein Kind alleine zur Schule laufen oder fahren zu lassen, obwohl ich nur einen Katzensprung von der Schule wohne", sagte etwa eine Elternvertreterin. Sie erlebe täglich, wie gefährlich es sei, in Dallgow den Zebrastreifen über die Wilmsstraße in Höhe des Kreisverkehrs zu überqueren. "Viele Autofahrer und öffentliche Busse fahren deutlich zu schnell, missachten Fußgänger und bremsen nicht für Fußgänger", meinte sie weiter. Deshalb würden auch viele Eltern ihre Kinder selbst zur Schule fahren.

Weil es auch verkehrsplanerische Lücken gebe, die zu gefährlichen Situationen auf dem Schulweg führten, sei schnelles Handeln gefragt, wie etwa Silke Wagenlechner betonte. Sie setzte sich in Vergangenheit bereits stark für die Belange der Dallgower Schülerinnen und Schülern und dessen Sicherheit im Straßenverkehr ein.

Um die aktuelle Verkehrssituation zu verbessern, wurde im Dezember 2013 auf Initiative der Schulelternsprecherin und Grünen-Vorstandsmitglied Silke Wagenlechner die AG "Sicherer Schulweg" ins Leben gerufen. Unterstützt wird die AG durch die engagierten Eltern Anna Mohn, Wiebke Sachs-Ternes, Carola Heer und Alois Wagenlechner.

Der erstellte Report sieht den Schwerpunkt der Gefahrenstellen insbesondere im Bereich der beiden Grundschulen und empfiehlt als vorrangige Maßnahme eine generelle Temporeduzierung sowie bauliche Maßnahmen zur Einhaltung des Tempos im gesamten Bereich.

Der Report, der bereits der Gemeinde Dallgow, dort dem Bauamt, dem Bürgermeister und den Sachkundigen übergeben worden ist, soll als "sinnvolle Hilfestellung für den Verkehrsentwicklungsplaner dienen und Grundlage für weitere Gespräche sein", sagte Wagenlechner.

Ralf Böttcher, von der CDU in Dallgow, die das Thema Verkehrssicherheit zuletzt auf die politische Agenda gehoben hatte, wähnt die Bemühungen, für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen, auf einem "guten Weg. Er sei sich sicher, dass viele Bereiche der identifizierten Gefahrenschwerpunkte in Dallgow sich im Verkehrsentwicklungsplan wiederfinden und auch abgearbeitet werden. Zuletzt gab es dahingehend eine Zusage des Ordnungsamtes. "Es macht aber wenig Sinn an einzelnen Stellen noch herumzudoktern. Fachleute werden genauesten beurteilen, was, wie machbar ist."

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