Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Kinder erleben die Kraft der Sonne

Spannender Unterricht im Lindenberger Wettermuseum: Janis Werner und ihre Lehrerin Doreen Rasch untersuchen die Lichtstreuung, durch die Regenbogenfarben erzeugt werden.
Spannender Unterricht im Lindenberger Wettermuseum: Janis Werner und ihre Lehrerin Doreen Rasch untersuchen die Lichtstreuung, durch die Regenbogenfarben erzeugt werden. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 13.09.2013, 10:51 Uhr - Aktualisiert 31.01.2014, 10:54
Lindenberg (MOZ) Im Lindenberger Wettermuseum konnte es diese Woche durchaus einmal brennen, rauchen und knallen. An zwei Tagen experimentierten Kinder in der "Lernwerkstatt" mit "Sonne satt", um hinter die Geheimnisse der Wirkungsweise der Solarenergie zu kommen.

Da die Sonne nicht scheinen wollte, hatten Gabriele Weitzel, Ralf Kraak und Siegfried Schreiber, alle drei im Vorstand des Vereins Wettermuseum, mit Hilfe von starken Scheinwerfern die Sonne sozusagen ins Haus zu holen versucht. An sieben Tischen waren die Experimentierstationen aufgebaut, an denen sich an einem Tag für drei Stunden die Kinder der 2. Klasse der Lindenberger Grundschule "Rolf Zuckowski" mit ihrer Lehrerin Britta Rieger und an dem anderen Tag die der 4. Klasse mit Doreen Rasch verteilten. Gegen das grelle Licht waren sie mit Schutzbrillen ausgestattet, und Handschuhe lagen für den Fall bereit, dass etwas Heißes angefasst werden musste. Die Kinder waren so bei der Sache, dass sie gar nicht an eine Pause dachten, und für Gabriele Weitzel war am Schluss das schönste Erlebnis, dass "Kinder lächelten und fragten: Darf ich morgen wiederkommen?"

Es ging bei den Versuchen um die Darstellung der Kraft der Sonne. An einer Station führte Siegfried Schreiber vor, wie man mit gebündeltem Licht Gegenstände entflammen kann. An einer anderen sollten Kinder herausfinden, wie mit Solarenergie kleine Spielzeugautos oder auch ein Karussell in Bewegung bringt. Mit Hilfe von Luftballons waren physikalische Eigenschaften der Wärme nachzuweisen, die relevant fürs Wetter sind. So war die Ausdehnung der Luft bei Erwärmung und ihre Fähigkeit zum Aufsteigen erkennbar. Mit Hilfe von Laserthermometern konnten Oberflächentemperaturen gemessen werden, die bei verschiedenen Materialien, wie Sand, Stein, Lehm, und Farben bei gleicher Einstrahlung unterschiedlich sind. Zum Schluss gab es etwas zum Naschen. In einem vom Museumsteam selbst aus einem Schuhkarton gebauten Solarofen wurde Schokolade erhitzt und anschließend verspeist.

"Die Kinder können hier ohne viel Anleitung und ohne Ergebnisorientierung frei experimentieren, aber immer auch ihre Lernbegleiter ansprechen", erläuterte Sabine Richter,wissenschaftliche Begleiterin der Lernwerkstattvon der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft, Fachbereich Museumskunde. Diese Hochschule hat zusammen mit der pädagogischen Hochschule "Alice-Salomon" das interdisziplinäre Projekt "Naturwissenschaftliches Lernen im Kinderforschungszentrum Helleum Transferwirkung in die Region", kurz NAWILT, entwickelt. Das zur Alice-Salomon-Hochschule gehörende und von Pädagogen Berliner Schulen betreute Kinderforschungszentrum bietet "Lernwerkstätten" als eine Form von Workshops an und geht mit diesen Lernwerkstätten auch an naturkundliche Museen. Bis jetzt sind der Museumspark Rüdersdorf, das Naturkundemuseum Berlin und eben das Wettermuseum Lindenberg einbezogen worden. "Das Wettermuseum ist ausgesucht worden", wie Sabine Richter erläuterte, "weil es durch seine Vereinsstrukturen und als kleines Museum repräsentativ für etwa 6000 Museen in Deutschland ist."

In Lindenberg ist das Projekt noch in der Probephase, "aber es läuft durch das Engagement der ehrenamtlichen Museumsmitarbeiter sehr gut an", lobt sie. Und auch Gabriele Weitzel ist begeistert, denn "die Kinder sind auf tolle Ideen gekommen".

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG