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Baudezernentin sieht Politik am Drücker

Sven Klamann / 07.02.2014, 07:50 Uhr
Eberswalde (MOZ) Mit seinem grundsätzlichen Bekenntnis zur Wiederbelebung der Ortsverbindungsstraße zwischen Biesenthal und Finow hat der Biesenthaler Hauptausschuss die Diskussion neu entfacht. Das klare Ja zum Ausbau wird von der Aussage abgeschwächt, dass sich die Kleinstadt im Amt Biesenthal-Barnim nicht an den Kosten beteiligen könne.

Als Befürworter der Investition hat sich der für Barnim und Uckermark zuständige CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen zu Wort gemeldet. "Ich begrüße es außerordentlich, dass der Ausbau der sogenannten Telekomstraße neue und breite Unterstützung erfährt", teilt der Politiker mit. Und nennt es ein gutes Zeichen, dass das Thema weiterhin in der Öffentlichkeit präsent sei und sich etwas bewege. Nach wie vor sei er der Überzeugung, dass der Ausbau sinnvoll und notwendig sei. Neben wirtschaftlichen Vorteilen für die in Finow ansässigen Firmen würde die Investition auch eine Verkehrsentlastung für die Stadtmitte von Eberswalde mit sich bringen. "Darüber hinaus wäre die direkte Verbindung zwischen Ober- und Niederbarnim ein Plus für den gesamten Landkreis", urteilt Jens Koeppen weiter.

Der Botschaft aus Biesenthal sei zu entnehmen, dass die Wiederbelebung der Ortsverbindungsstraße keine kommunale Aufgabe werden könne, sagt Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner. Ihr Dezernat hatte eine verkehrsplanerische Untersuchung in Auftrag gegeben, die zu dem Schluss kommt, dass gegen einen Ausbau als Autostraße zwei Gründe sprechen: die Kosten in Höhe von zehn Millionen Euro und die zu erwartenden Eingriffe in Natur und Umwelt, für die es wohl keine Genehmigung geben werde. Nur als Radweg habe die zwölf Kilometer lange Strecke eine realistische Chance, lautete das Fazit der Studie.

"Die Kostenschätzung ist nach Prämissen erfolgt, die wir für richtig halten", betont Anne Fellner. Eine Debatte darüber sei in den Fraktionen und Ausschüssen des Eberswalder Stadtparlamentes bisher in Gange gekommen, fügt die Baudezernentin hinzu.

Wenn Biesenthal kein Geld in den Ausbau stecke, werde Eberswalde das ebenfalls nicht tun, gibt Anne Fellner die Position der Verwaltungsspitze wieder. Ob gegebenenfalls Kreis, Land oder Bund einspringen würden, müsse geklärt werden, wenn die Wiederbelebung von der Politik gewollt sei. Noch sei diesogenannte Telekomstraße als Landesstraße eingestuft.

In Eberswalde kämpft eine von Gewerbetreibenden und Händlern getragene Initiative für den Ausbau.

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Barni 07.02.2014 - 08:48:40

1. April ?

Man könnte meinen, es handelt sich um ein Aprilscherz. Die Biesenthaler sprechen sich für etwas aus, was was andere bezahlen sollen. So einfach kann man natürlich leicht eine Entscheidung treffen, wenn alle Konsequenzen auf jemand anderes übertragen werden. - Da kann man sich nur fragend am Kopf kratzen. Warum sollen immer andere für die Wünsche einiger weniger Personen zahlen? Wer dieses fragwürdige Projekt haben möchte, soll bitteschön auch die Kosten übernehmen!

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