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Staatssekretärin informiert sich vor Ort über Probleme bei Verkehr und Infrastruktur

30-Minuten-Takt für RE 3 hat Priorität

Stark frequentiert: der Regionalexpress 3, der den Barnim mit Berlin verbindet.
Stark frequentiert: der Regionalexpress 3, der den Barnim mit Berlin verbindet. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Sabine Rakitin / 07.02.2014, 07:55 Uhr
Bernau/Eberswalde (MOZ) Zu einem Arbeitsbesuch war die Staatssekretärin des Brandenburger Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, Kathrin Schneider, am Mittwoch im Barnim. Landrat Bodo Ihrke (SPD) nutzte die Gelegenheit, verschiedene Themen aus dem Verkehrsbereich und der Infrastrukturförderung anzusprechen, die den Barnimern auf den Nägeln brennen. Ganz oben auf der Wunschliste des Landkreises: die Verkürzung der Taktzeiten für den Regionalexpress 3 zwischen Eberswalde und Berlin.

"Die gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln an die Hauptstadt ist einer der wichtigsten Faktoren für eine gute wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises. Wir haben 35000 Berufspendler, die täglich zur Arbeit nach Berlin fahren. In die Gegenrichtung, zur Arbeit in den Barnim, pendeln 15000 Menschen. Ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden", erklärt Bodo Ihrke. Von daher könne man die Forderung nach einer Verkürzung der Taktzeit des RE 3 nicht oft genug wiederholen - ebenso wie den Wunsch der Biesenthaler, dass der Regionalexpress öfter als jetzt in der Stadt hält. Oder die Hoffnung in der gesamten Region Niederbarnim, dass die S-Bahnlinie 2 im Zehn-Minuten-Takt Bernau anfährt. Weiterhin auf der Agenda hat der Landkreis auch die Wiederherstellung einer durchgehenden Zugverbindung von Templin über Joachimsthal nach Eberswalde. Zusagen der Staatssekretärin, dass das eine oder andere Problem in naher Zukunft gelöst wird, habe diese nicht gegeben, sagt Ihrke. Aber das habe er auch gar nicht erwartet. "Sie ist in der Fläche unterwegs, um die Problemlagen auszuloten. Und wir wissen ja alle, in welchen finanziellen Zwängen das Land steckt", erklärt er.

Zweites großes Thema des Gesprächs war der Straßen- und Radwegebau. In diesem Jahr werden die Gelder, die das Land dafür bereitstellt, noch einmal reduziert. "Eine so extreme Verschiebung zu Lasten der Straße" hält Bodo Ihrke "für nicht akzeptabel", zumal er einen "rapiden Verschleiß der Landesstraßen im Kreis" festgestellt hat. "Da muss Potsdam unbedingt nachbessern", fordert Barnims Verwaltungschef.

Und auch mit dem Radwegebau müsse es schnellstens weitergehen. Die Prioritäten, die der Landkreis setzt, sind ganz klar. Radwege werden dringend zwischen Ladeburg und Lanke, an der L 200 zwischen Birkholz und Bernau sowie von Chorin nach Sandkrug benötigt. Weitere Wünsche betreffen eine Verbindung für Radler zwischen Schwanebeck und Birkholz, Eberswalde und Trampe, Tornow und Hohenfinow sowie zwischen Klosterfelde und Zerpenschleuse.

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