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Nahezu drei Millionen Euro in 9,9 Kilometer langes Bauwerk investiert / Anlage zwischen Bernau und Biesenthal ermöglicht Anschluss von Melchow

Abwasserdruckleitung in Betrieb genommen

Mit einer Bohrmaschine öffnen André Stahl, André Nedlin und Hubert Handke (v. l.) den Schieber. Netzmeister Siegfried Lieke schaut, ob alles klappt.
Mit einer Bohrmaschine öffnen André Stahl, André Nedlin und Hubert Handke (v. l.) den Schieber. Netzmeister Siegfried Lieke schaut, ob alles klappt. © Foto: Wolfgang Rakitin
Brigitte Horn / 11.02.2014, 22:00 Uhr
Biesenthal (MOZ) Mit dem Öffnen des Schiebers im Hauptpumpwerk in Biesenthal wurde am Dienstag die neue Abwasserdruckleitung in Betrieb genommen. Der Bau der 9,9 Kilometer langen Leitung war am 14. Mai 2013 begonnen worden. Im Probebetrieb läuft sie seit dem 3. Februar. Geplant und errichtet haben die Anlage Firmen aus Bernau, Blumberg, Eberswalde, Greifswald, Grimmen, Panketal, Schorfheide und Wiesbaden.

Zufrieden über die Fertigstellung der Abwasserdruckleitung äußerte sich Biesenthals Bürgermeister und der Vorsitzendes Amtsausschusses Biesenthal-Barnim, André Stahl. "Mit dieser Abwasserdruckleitung werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen", sagte er anlässlich der Inbetriebnahme der Anlage. Damit habe nun auch Melchow die Möglichkeit für den Anschluss an die Kanalisation. Für den Altstadtbereich von Biesenthal werde es nicht mehr den unerträglichen Gestank geben, über den sich zahlreiche Bürger in der Vergangenheit beschwert haben. Er erinnerte daran, dass man sich die Entscheidung zugunsten der Druckleitung nicht leicht gemacht und dazu auch noch ein Gutachten in Auftrag gegeben habe. Ein neues Klärwerk hätte man nicht billiger als die Druckleitung haben können.

Nach einer ersten Übersicht der Bernauer Stadtwerke, des Geschäftsbesorgers des Wasser- und Abwasserverbandes "Panke/Finow" (WAV) beläuft sich der Baukostenstand im Januar vor der endgültigen Abrechnung auf 2,97 Millionen Euro. Die Baukostenvorgabe betrug dem gegenüber jedoch 2,72 Millionen Euro. Als Ursachen nennt der Geschäftsbesorger den zusätzlichen Straßenbau in Biesenthal, archäologische Begleitmaßnahmen sowie notwendige Trassenverschiebungen wegen ungenauer amtlicher Liegenschaftsgrenzen.

Dessen ungeachtet war die Inbetriebnahme der Anlage auch für Melchows Bürgermeister Wolfgang Lindt ein guter Tag. Damit können 50 Haushalte, bei denen bereits die Leitung liegt, angeschlossen werden. Er rechnet damit, dass dies bis zum Frühjahr passieren kann. Außerdem werde die weitere Erschließung fortgesetzt.

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