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Von der Leyen in Storkow: Somalia-Einsatz wird geprüft

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) streichelt in Storkow  in der Streitkräftebasis beim Führungsunterstützungsbataillon den Hund einer Feldjägerin.
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) streichelt in Storkow in der Streitkräftebasis beim Führungsunterstützungsbataillon den Hund einer Feldjägerin. © Foto: dpa
12.02.2014, 20:26 Uhr - Aktualisiert 03.09.2014, 18:01
Storkow/Berlin (DPA) Die Oberbefehlshaberin besucht eine Kaserne in Brandenburg - dabei hat die Verteidigungsministerium aber auch ein wenig die Außenpolitik im Blick.

Ein Einsatz der Bundeswehr in Somalia steht nach den Worten von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) noch nicht fest. Die Entsendung deutscher Soldaten zur Ausbildung somalischer Streitkräfte innerhalb einer laufenden EU-Mission sei noch in der Prüfungsphase, sagte von der Leyen am Mittwoch beim Besuch einer Bundeswehrkaserne im brandenburgischen Storkow. "Insbesondere ist wichtig, dass wir die Sicherheitslage prüfen." Im Anschluss werde man sehen, wie "die weiteren Schritte innerhalb der Bundesregierung und dann mit dem Parlament abgestimmt werden".

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Kasernenbesuch der Verteidigungsministerin

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Die Ministerin besuchte die Streitkräftebasis, der bundesweit rund 45 000 Soldaten sowie zivile Mitarbeiter angehören. In Storkow sorgt das Führungsunterstützungsbataillon 381 für die Kommunikation der Streitkräfte im Inland und in den Einsatzgebieten der Bundeswehr. Die Storkower IT-Spezialisten beteiligen sich auch an Auslandseinsätzen der Bundeswehr.

"Das sind diejenigen, die alles organisieren, was funken, hören, sehen, miteinander kommunizieren" betreffe, sagte von der Leyen. Teils laufe die Kommunikation über tausende Kilometer überall in der Welt. Aber mit hochmoderner Technik sorge das Bataillon dafür, dass "die Verbindung zwischen den Soldaten, die draußen im Einsatz sind und den Stationen hier zu Hause gewährleistet ist - und zwar in jeder Situation".

Außerdem besuchte die Verteidigungsministerin das Familienbetreuungszentrum der Kaserne. Dort werden Angehörige und Kinder von Soldaten in Auslandseinsätzen betreut. Die Bundeswehr unterhält bundesweit insgesamt 31 Familienbetreuungszentren. "Ich habe erleben können, mit wie viel Herz das Familienbetreuungszentrum arbeitet", sagte von der Leyen.

Von der Leyen will die Bundeswehr familienfreundlicher machen. Auf dem Campus der Münchner Bundeswehr-Universität in Neubiberg bei München will die CDU-Politikerin zum Beispiel im April eine Kinderkrippe eröffnen.

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Radfahrer 13.02.2014 - 11:51:36

Krieg

Heute heißen die Erfüllungsgehilfen der Wirtschaft Ursula, Joachim und Lothar, früher fingen sie mit A und J an.

telefix1 13.02.2014 - 11:39:12

Bedenklich, bedenklich

Wenn man sich die Reden von Gauck, Steinmeier und von der Leyen mal richtig anhört und analysiert, muss man vermuten, in die Kolonialzeit zurück versetzt worden sein. Da ist von deutschen Interessen in Zentralafrika zu lesen, da ist von Verpflichtung gegenüber Bündnispartnern zu lesen, die in Afrika "militärische Hilfe" leisten und da ist vor allem der eine Satz Gaucks, in dem er fordert, dass sich Deuschland nun endlich seiner internationalen Rolle und Bedeutung bewusst wird. Sehr bedenklich...

ulli 13.02.2014 - 10:17:22

die familienfreundliche Söldnertruppe

Da werden deutsche Söhne für deutsche Wirtschaftsinteressen geopfert. Alles ganz familienfreundlich versteht sich und mit einem herzlichen Lächeln. Abartig.

Beobachter 13.02.2014 - 09:56:54

Kriegeinsatz

Früher nannte man Franz Josef Strauß wegen seiner Politik Kriegsminister .Heute nennt man das Ministerium Verteidigungsministerium.Warum müssen unsere Söhne in der Welt Krieg spielen wo uns doch keiner angegriffen hat.Wen vertritt eigentlich die Ministerin? Hatte sie nicht bei Amtsantritt einen Eid geschworen?

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