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TZMO Deutschland GmbH in Biesenthal mit fast zehn Prozent Wachstum / Neue Investitionen geplant

Unternehmen im Aufwärtstrend

© Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 13.02.2014, 07:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der polnische Hersteller von Verbandsmitteln und Pflegeprodukten TZMO will den Standort Biesenthal erweitern. Dort befindet sich das Schulungs- und Logistikzentrum und damit der Deutschlandstandort von TZMO. Auch international hat das Unternehmen seinen Radius erweitert.

Gelegen am Waldrand unweit des Biesenthaler Bahnhofs ist von der TZMO Deutschland GmbH in der Stadt kaum etwas zu merken. Doch die wirtschaftliche Entwicklung ist umso beeindruckender. Seit 2004 lädt die Geschäftsführung von TZMO (Torunskie Zaklady Materialow Opatrunkowych) regelmäßig zu Grundsteinlegungen, Richtfesten und Eröffnungen.

Im Mai vorigen Jahres ist die fünfte große Investition realisiert und damit die vierte neue Logistikhalle eröffnet worden. Diese Serie dürfte sich fortsetzen. Wie Geschäftsführer Piotr Daszynski informierte, hat das Unternehmen eine weitere Fläche an den Schienen neben dem Parkplatz gekauft. Auf diesem Gelände soll weiter investiert werden. Darüber hinaus sei man auf der Suche nach weiteren Grundstücken, teilte der Geschäftsführer mit.

Im vorigen Jahr hatte die Firma einen Zuwachs von 9,7 Prozent erreicht. Der ist auch für dieses Jahr geplant. Nach Information von Daszynski sind derzeit in der TZMO Deutschland GmbH 90 Personen im Innen- und Außendienst beschäftigt. Für die rund 500 Produkte der Firma gibt es in Deutschland 12 000 Kunden. Als großen Erfolg wertete Daszynski, dass die Produkte der Linie Seni bei Edeka gelistet worden sind. Bei Seni handelt es sich um Inkontinenzartikel. Daneben gehören mit "bella" Hygieneprodukte für Frauen und Kinder oder mit "matopat" medizinische Produkte für den professionellen Einsatz in Krankenhäusern, OP-Sälen und Behandlungsräumen sowie Pflaster und Verbände zu den Produkten von TZMO.

Derzeit wird eingeschätzt, dass die Firma mit ihren Waren ein Drittel der Weltbevölkerung erreicht. Weltweit arbeiten nahezu 7300 Menschen für TZMO. Bis vor Kurzem gab es 17 Produktionsgesellschaften, 27 Vertriebgesellschaften und zehn Dienstleistungsunternehmen. Zu den bislang 54 Unternehmen, die 100-prozentige Töchter der TZMO AG sind, mit denen das polnische Unternehmen in 17 Ländern der Erde präsent ist, ist jetzt als jüngster Standort Frankreich hinzugekommen. Weitere sind die USA, die Niederlande oder die Ukraine. Darüber hinaus hat TZMO ein eigenes Krankenhaus in Torun, in dem wichtige Erfahrungen mit den einzelnen Produkten gesammelt werden können, erläutert der Geschäftführer.

Torun ist auch die Wiege des Unternehmens. 1951 ist es gegründet worden und sollte auf Bestellung des Verteidigungsministeriums sowie des Bergbauministeriums Verbandsstoffe herstellen. Zunächst für sechs Monate gedacht, ist daraus ein staatliches Unternehmen entstanden, das in den 1960er-Jahren europäische, afrikanische und asiatische Märkte belieferte.

Im Jahr 1991 erfolgte der entscheidende Schritt der Privatisierung. Mitarbeiter sowie Vertreter akademischer und medizinischer Kreise haben sich zu einer Aktiengesellschaft zusammengetan. In den 1990er-Jahren war TZMO auf der Suche nach einem Standort in Deutschland. Man schaute sich zunächst in Bernau um. Die Wahl sei dann aber auf Biesenthal gefallen, ein Schritt, der nach Worten von Daszynski nie bereut wurde.

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