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Horst Fichtmüller erhält Bundesverdienstkreuz / Engagierte Bürger im Gespräch mit Ministerpräsident und Landrat

Höchste Ehre fürs Ehrenamt

Der große Moment: Ministerpräsident Dietmar Woidke heftet Horst Fichtmüller das Bundesverdienstkreuz ans Revers.
Der große Moment: Ministerpräsident Dietmar Woidke heftet Horst Fichtmüller das Bundesverdienstkreuz ans Revers. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Kerstin Unger / 13.02.2014, 20:59 Uhr
Angermünde (MOZ) Ministerpräsident Dietmar Woidke und Landrat Dietmar Schulze trafen sich am Mittwochabend im Hotel Weiss mit Ehrenamtlern der Uckermark. Die beiden Politiker wollten wissen, was die engagierten Frauen und Männer antreibt und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben.

Vor der Diskussionsrunde hatte Dietmar Woidke noch eine schöne Aufgabe im Namen des Bundespräsidenten Joachim Gauck zu erledigen. Im Beisein der ganzen Familie überreichte er Horst Fichtmüller das Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement. Vorgeschlagen für die Auszeichnung wurde der Pfarrer und Vereinsvorsitzende von Helga Heu von der Partnergemeinde aus Essen. "Ich freue mich, dass ich diese Ehre erfahre, für den Verein, die Region und die Mühle Greiffenberg", sagte Host Fichtmüller. Er danke auch seiner Familie und Weggefährten für ihre Unterstützung.

Viel Applaus erhielt Pfarrer Fichtmüller auch von den Ehrenamtlern, die sich anschließend mit dem Ministerpräsidenten und dem Landrat zu einer Gesprächsrunde trafen. Wie in jedem Jahr waren engagierte Bürger aus allen Teilen der Uckermark eingeladen. Die zehn Gäste, die stellvertretend für alle freiwillig engagierten Uckermärker gekommen waren, berichteten über ihre Arbeit, Pläne und darüber, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Sie hielten auch mit Kritik an der Verwaltung nicht hinterm Berg.

Elke Grunwald, Seniorenbeauftragte und Vorsitzende des Seniorenrates der Stadt Schwedt sowie Mitglied des Kreisseniorenrates, lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und Unternehmen.

Sie sprach die gravierender werdenden Probleme durch die Altersarmut an, die ihr täglich begegnen, und die fehlenden altersgerechten Wohnungen, obwohl gerade in Schwedt schon vieles getan worden sei. Dietmar Woidke verwies auf die Bedeutung des Mindestlohnes und der abschlaglosen Rente nach 45 Arbeitsjahren. "Das ist ein erste Schritt zu einer auskömmlichen Rente", sagte er.

Marlies Markgraf-Beise berichtete über ihre Arbeit als Vorsitzende des Uckermärkischen Literaturgesellschaft, die jetzt im ganzen Landkreis wirkt. Ihre Projekte ziehen Menschen vom Kind bis zum Senior an. Letztere hätten allerdings manchmal Probleme, zu Veranstaltungen zu kommen, weil Verkehrsanbindungen fehlen. Auch den Wegfall von Fördermitteln beim Land beklagte sie. "Es gab nie Fördermittel", sagte der Landrat. "Gelder kamen aus dem Lottomitteltopf des Ministerpräsidenten." Er verwies auf andere Möglichkeiten, Zuschüsse zu bekommen, wie die Kulturfördermittelrichtlinie und Sparkassenmittel. Der Ministerpräsident versprach aber: "Wenn sie wieder einen Antrag stellen, werden wir uns darum kümmern."

Andreas Hans, Vorsitzender des Kreisanglerverbandes Angermünde, kritisierte die schleppende Zuordnung der Gewässer im Land, nachdem sie von der Treuhand gekauft wurden. "Wir wollen unsere schöne Heimat genießen und unserem Hobby frönen. Dabei leisten wir auch viel Jugendarbeit", meinte er. "Unsere Kinder sollen die Natur auch noch genießen können. Dafür kämpfe ich." Der Landrat stimmte zu: "Ein Jugendlicher mit Angel in der Hand, hält keinen Baseballschläger."

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