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Salon Antoinette in Eberswalde erfreut sich großer Nachfrage / Arcis Saxophon Quartett zu Gast

Klangfarben und spitze Zeichnungen

Besucher drängen sich vor den aktuellen Arbeiten von Antoinette.
Besucher drängen sich vor den aktuellen Arbeiten von Antoinette. © Foto: Sabine Schulz
Sabine Schulz / 16.02.2014, 21:30 Uhr
Eberswalde (MOZ) "Wir sind hier angekommen", so eröffnet Thomas Hampel den ersten Salon Antoinette für 2014 in Eberwalde. Im Atelier der international geschätzten Künstlerin sind für diesen Freitagabend die großformatigen Ölbilder zur Seite geräumt. Die circa siebzig Stühle reichen nicht. In den Nebenräumen - normalerweise der Wohnbereich des Paares - sitzen noch viele Zuhörer. Sie alle wollen dem "Arcis Saxophon Quartett" aus Berlin lauschen, Kunst und Gespräche genießen.

Seit Sommer 2012 arbeitet und lebt Antoinette gemeinsam mit Thomas Hampel in der Coppistraße 1 bis 3, im Haus 17. Angekommen sein heißt für sie, dass neben den Berliner Anhängern im Publikum heute wenigstens zur Hälfte Eberswalder sitzen. Auch die Ehrenamtlichen, die ihnen bei der Vorbereitung des Salons helfen und die Besucher mit Suppe und Getränken bewirten, stammen zur Hälfte aus der Stadt. "Die Musiker sind uns ebenfalls nach Eberswalde gefolgt", freut sich Antoinette, die seit 2006 in Berlin Salonabende organisiert.

Neben den günstigen großen Räumen in der Nähe Berlins fanden die beiden Zugezogenen eine überraschende Kulturszene. Sie besuchen Guten Morgen Eberswalde, das Film- oder das Jazzfestival. Sie lieben natürlich die Natur, gehen mit ihrem großen Hund gern spazieren.

Die Künstlerin stellte am Freitag ihre neueste Serie Zeichnungen vor. Sie ließ sich dafür von Los Caprichos, dem gesellschaftskritischen Zyklus des spanischen Malers Francisco de Goya anregen. In ihrem aktuellen "Los Caprichos feminina" sind Frauen die Hauptakteure. Die weiblichen Figuren agieren mit rätselhaften Wesen wie Vögeln, Wildschweinen (die Eber von Eberswalde, so Antoinette lächelnd) oder Eseln - eine Fabelwelt, die Oberflächlichkeit, Dummheit mit dem Zeichenstift hinterfragt.

Neben der neuen Kunst die neue Musik: Friedemann Weigl, Bratschist beim bekannten "Artemis Quartett", organisiert den musikalischen Teil im Salon Antoinette. Das "Arcis Saxophon Quartett" mit Claus Hierluksch (Sopransaxofon), Ricarda Fuss (Altsaxofon), Claudia Jope (Tenorsaxofon) und Adrian Planitz (Baritonsaxofon) präsentierte eine ungewöhnliche Kammermusikbesetzung. Die Vertreter der Saxofonfamilie spielten die komplette Palette an Klangfarben von schrill bis still, von Licht bis Hauch, wie bei dem Stück "Durch" von Fabian Levy.

Anne Templin, Brigitte Kikow und Gabriele Schreier aus Eberswalde erfuhren von dem Salon aus der Zeitung. "Wir waren einfach neugierig und haben uns angemeldet", so Anne Templin. Sie sind von dem Abend äußerst angetan. Eine, die schon im Vorfeld sehr für den Salon Antoinette geworben hat, ist Veronika Brodmann, die Chefin des Kunstvereins Zainhammer Mühle. "Ich bin begeistert davon, dass sie mit diesen Salonabenden so auf Tuchfühlung geht".

Wer Interesse an einem Salonabend hat, der kann einfach eine Mail an einladung@antoinette-kunst.de schicken.

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