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Für Michael Sch. soll Jugendstrafrecht gelten

Staatsanwalt fordert hohe Strafen im Fall Thiel

Roland Becker / 25.02.2014, 23:52 Uhr
Neuruppin/Hennigsdorf (rol) Im Prozess um den Mord an Maike Thiel hat die Neuruppiner Staatsanwaltschaft am Dienstag hohe Haftstrafen beantragt. Staatsanwalt Philip Schumacher fordert für Michael Sch. wegen gemeinschaftlich begangenen Mordes achteinhalb Jahre Haft. Da vermutet werden muss, dass bei dem zur Tatzeit im Juli 1997 gerade 18-Jährigen Reifeverzögerungen nicht ausgeschlossen werden können, soll Jugendstrafrecht angewandt werden. Ansonsten hätte dem heute 34-Jährigen eine lebenslange Haft gedroht.

Mit diesem Strafmaß muss seine Mutter Christine Sch. rechnen. Sie hat nach Auffassung der Staatsanwaltschaft den Mordplan ausgeheckt sowie ihren Sohn und einen Bekannten zur Tat angestiftet. Der Staatsanwalt fordert für sie lebenslange Haft unter Anerkennung der besonderen Schwere der Schuld. Letztere liegt vor, wenn jemand den Tod eines Menschen zum Beispiel aus Habgier zu verantworten hat. "Ihr Mordplan war geradezu teuflisch", urteilt der Staatsanwalt. Die Mutter habe den Mord an der zur Tatzeit hochschwangeren 16-Jährigen geplant, damit ihr Sohn keine Alimente zahlen muss.

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