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Bund zum Schutz der Interessen der Jugend arbeitet ausgefülltes Programm ab / Erstmals acht Durchgänge beim Abenteuercamp

Naturerlebnis, Rügentour und Lebenshilfe

© Foto: MOZ
Sven Klamann / 26.02.2014, 06:45 Uhr
Eberswalde (MOZ) Der Bund zum Schutz der Interessen der Jugend (BSIJ) bleibt in Sachen Erlebnispädagogik auch 2014 auf der Erfolgsspur. Das Jahresprogramm des Vereins ist mit etlichen Angeboten gefüllt.

Aktuell kümmern sich im BSIJ 23 ehrenamtliche Mitglieder und drei hauptamtliche Mitarbeiter, die sich zwei Personalstellen teilen, um die vielfältigen Vereinsaufgaben, zu denen neben der Erlebnis- die Umweltpädagogik, die Jugendarbeit und die Jugendsozialarbeit gehören. Der Bund zum Schutz der Interessen der Jugend wird vom Landkreis Barnim und von der Stadt Eberswalde gestützt. Sein Aushängeschild ist das Naturerlebnis- und Abenteuercamp, von dem es zwischen Mai und Juli erstmals sogar acht Durchgänge gibt. Ort des Geschehens ist die Europäische Jugenderholungs-und Begegnungsstätte am Werbellinsee. Dort werden alles in allem 200 Mädchen und Jungen der vierten, fünften und siebten Klassen der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Schule, der Karl-Sellheim-Schule und der Grundschule Schwärzesee jeweils von Montag bis Freitag in Zelten übernachten, sich weitgehend selbst versorgen, füreinander Verantwortung übernehmen und ohne Handy klarkommen.

"Und die Viertklässler der Bruno-H.-Bürgel-Schule unternehmen eine dreitägige Fahrt in das Lager", berichtet Hardy Lux, der das Naturerlebnis- und Abenteuercamp als einer von drei hauptamtlichen BSIJ-Mitarbeitern koordiniert und auf einen Studienabschluss als Diplom-Sozialwissenschaftler sowie eine Ausbildung zum Erlebnispädagogen verweisen kann.

Seine Kollegin Kerstin Hildebrand begleitet das Projekt Streit.Punkt an der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Schule, in dem Streitschlichter ausgebildet, Klassenräte installiert und Konflikte entschärft werden, die unter dem Begriff Mobbing laufen. "Mein Hauptansatz ist es, das Selbsthilfepotential der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Konflikten so früh wie möglich zu fördern und positiv zu entwickeln", sagt die Sozialarbeiterin/-pädagogin. Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten seien regelmäßige Bestandteile des Miteinanders im Alltag. Wenn sie konstruktiv und fair verliefen, könnten sie wie ein reinigendes Gewitter wirken und die zwischenmenschlichen Beziehungen voranbringen, erklärt Kerstin Hildebrand weiter.

Zudem organisiert die BSIJ-Mitarbeiterin die beiden Sommer-Touren des Vereins, die allen Interessenten offenstehen. Vom 11. bis 19. Juli geht es zum Zelten an den Werbellinsee. Es gibt noch 20 freie Plätze. Willkommen sind Kinder zwischen sieben und elf Jahren. Und vom 11. bis 18. August steht für Zwölf- bis Sechzehnjährige eine Rügentour an, die auf den Zeltplatz der Jugendherberge Prora führt und 15 Mitreisenden Platz bietet.

Gemeinsam mit dem Eltern-Kind-Zentrum im Brandenburgischen Viertel bereitet Kerstin Hildebrand überdies Ferienspiele für den Herbst vor, mit denen Kinder zwischen sechs und zehn Jahren angesprochen werden.

Vor allem mit den Arbeitsfeldern Jugendbildung, Jugendfreizeit und der Beratung von Kindern und Jugendlichen befasst sich die Sozialarbeiterin Elke Mehnert, die im BSIJ die Mädchengruppen "Sunshine forever" und "Young Ladies" aufgebaut hat. Die Sonnenhungrigen kommen immer dienstags von 14 bis 19 Uhr in den Räumlichkeiten des Vereins in einem Nebenbereich des Kulturbahnhofs an der Bahnhofstraße 32 zusammen. Die zwischen zehn und sechzehn Jahre alten Mädchen proben Rollenspiele, die sie selbstsicherer werden lassen, lernen Ideen einzubringen und üben, als Team zusammenzuhalten. Nicht viel anders ist das Profil der jungen Damen, die zwischen neun und fünfzehn Jahre alt sind und sich Mittwoch für Mittwoch von 14 bis 19 Uhr treffen. Neuzugänge sind in beiden Gruppen willkommen. "Grundsätzlich stehen wir auch für Jungs offen", betont Elke Mehnert, die zudem Einzelfallberatung und Einzelfallhilfe anbietet.

Weitere Infos am Telefon unter 03334 238978 oder per E-Mail unter info@bsij-ev.de

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