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Biesenthal startet in der Fischerstraße ein viertes "letztes" Sanierungsprojekt

Ein Stückchen Altstadtambiente

Im Biesenthaler Fischerkiez: Der zweite Bauabschnitt der Fischerstraße wurde im Rahmen der Altstadtsanierung ausgebaut und ist weitgehend fertig. Jetzt soll auch noch der nach rechts abzweigende letzte Teil in einem dritten Bauabschnitt erneuert werden.
Im Biesenthaler Fischerkiez: Der zweite Bauabschnitt der Fischerstraße wurde im Rahmen der Altstadtsanierung ausgebaut und ist weitgehend fertig. Jetzt soll auch noch der nach rechts abzweigende letzte Teil in einem dritten Bauabschnitt erneuert werden. © Foto: Micha Winkler
Brigitte Horn / 26.02.2014, 06:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der zweite Bauabschnitt der Fischerstraße ist im wesentlichen fertig. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen. Wegen einer fehlerhaft verlegten Regenwasserleitung wird die Straße an einer Stelle wieder aufgerissen. Erfreulich demgegenüber ist, dass es noch einen dritten Bauabschnitt geben wird.

Die Fischerstraße in Biesenthal ist eine relativ kurze, aber nicht ganz unbedeutende Straße Biesenthals. Direkt gelegen in der historischen Altstadt, bestimmt sie mit der denkmalgerechten Sanierung wesentlich das Ambiente mit. Das Kriegerdenkmal sowie zahlreiche historische Wohnbauten säumen die Straße, teils saniert, teils mit den deutlich sichtbaren Spuren der Jahrhunderte. So war es für die Bauleitung nicht einfach, dafür zu sorgen, dass die schwere Straßenbautechnik den alten Gebäuden keinen Schaden zufügt.

Um so schmerzlicher sei, wie es in der jüngsten Bauausschussitzung hieß, dass an einer Stelle das Natursteinpflaster noch einmal aufgenommen werden muss. Eine Regenwasserleitung sei an der falschen Stelle an die Hauptleitung montiert worden, so dass der Wasser- und Abwasserverband "Panke/Finow" die Anlage nicht übernehmen könne. Dies war bei einer Kamerabefahrung festgestellt worden. Für die Behebung des Schadens seien ein bis zwei Wochen einzuplanen. Für den erneuten Schluss der Pflasterdecke empfahl der Ausschussvorsitzende Andreas Jahn auf dieselbe Firma zurückzugreifen, die die Straße gepflastert hat und damit besten wieder die erforderliche Spannung in die Oberfläche bringen könne.

Es gab in der Bausschusssitzung auch eine positive Nachricht zur Fischerstraße. Es wird einen dritten Bauabschnitt geben können, so dass auch das letzte abbiegende Stück in Angriff genommen werden kann. Es ist eine Sackgasse, die fast bis zur Finow führt. Nach Information von Jens Heidebrunn von der Amtsverwaltung hat eine überschlägige Kostenschätzung ergeben, dass dafür rund 170 000 Euro erforderlich seien und die Möglichkeiten des Biesenthaler Haushaltes das hergeben. Das letzte etwa 100 Meter lange Stück der Fischerstraße soll einen einseitigen Gehweg und über zwei Drittel der Strecke eine Regenentwässerung erhalten.

Für Biesenthals Bürgermeister André Stahl (Linke) war dies eine erfreuliche Nachricht. Damit wird es nun ein viertes letztes städtisches Projekt der Altstadtsanierung geben, konstatierte er in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung. Grund für die Serie sei, dass sich noch Geld im Fördertopf Stadtsanierung befinde. Es gebe etliche Kommunen, die den Eigenanteil nicht aufbringen und damit auch die Fördermittel nicht abrufen können.

Demgegenüber befindet sich Biesenthal in einer relativ komfortablen Finanzsituation. Und so war im Jahr 2010 nach 15 Jahren Altstadtsanierung die Erneuerung der Schulstraße eigentlich das letzte Projekt. Doch dem folgten der erste und der zweite Bauabschnitt der Fischerstraße, wo ebenso jedes Mal geglaubt wurde, dass nun Schluss sei.

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