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Neue Homepage, weniger Arbeit, mehr Service - Ben Büsser modernisiert Luckenberger Schule online

Erste Schule mit App fürs Handy

Konrektor Heiko Nachtigall (li.) ist über die Umgestaltung und Erweiterung des Internetauftritts seiner Luckenberger Schule begeistert. Der Arbeitsaufwand schwindet, die App wird zum Schlager. Dank seines ehemaligen Schülers Benjamin "Ben" Büsser.
Konrektor Heiko Nachtigall (li.) ist über die Umgestaltung und Erweiterung des Internetauftritts seiner Luckenberger Schule begeistert. Der Arbeitsaufwand schwindet, die App wird zum Schlager. Dank seines ehemaligen Schülers Benjamin "Ben" Büsser. © Foto: Thomas Messerschmidt
Thomas Messerschmidt / 02.03.2014, 09:43 Uhr
Brandenburg (MZV) Dass der Schulkomplex an der Neuendorfer Straße 51 Jahre auf dem Putz hat, ist seit der Sanierung 2011/12 nicht mehr zu erkennen. Bunte Farben, von den 270 Kindern selbst ausgewählt, künden von Lebens- und Lernfreude, und auch sonst strahlt die Luckenberger Schule aus der Bildungslandschaft heraus. Dem ministeriellen Feldversuch mit der Inklusion ist man um Jahre voraus, denn hier lernen behinderte und nichtbehinderte Kinder Seite an Seite, weswegen sich zu behindertengerechten Sanitäranlagen und Wegen 2007 ein Fahrstuhl gesellte. Die ebenfalls sanierte Turnhalle findet sich auf dem Schulhof, der 2011 neu erbaute Hort "Max und Moritz" nebenan. Flex-Klassen zählen zum Standard, wie auch ein Musikraum, der zugleich Medienraum und mit 20 Computern und vier Laptops ausgestattet ist. Die Luckenberger Schule ist modern, denkt in die Zukunft. Als im Jahr 2000 das Infrastrukturprojekt Telekom@School startete, um bundesweit alle 34.000 allgemein- und berufsbildenden Schulen mit entgeltfreien Internetzugängen zu versorgen, zählten die Luckenberger zu den ersten und bekamen vier Computerarbeitsplätze dazu. 2002 war die erste Schul-Homepage am Start.

Für Benjamin Büsser lebensentscheidende Erfahrungen. Er war damals 12, Schüler der Luckenberger Schule und gleich in der Computer-AG. Während alle anderen spielten, begann er zu programmieren. "Und weil wir zuhause kein Internet hatten, war ich auch als Siebent- bis Zehntklässler nachmittags in der Grundschule willkommen", erinnert sich der inzwischen 24-Jährige. Als Autodidakt hat er's weit gebracht, die Gastronomie-Lehre eigentlich umsonst geschafft und sich als Computerfachmann selbstständig gemacht. Knapp zwei Jahre gibt es sein "BCB WebHouse" für Webdesign und Programmierung, mit dem er sich auch die "online"-Schulwelt vorknöpft. Sein Pilotprojekt praktizierte er an seiner alten Schule, die seit Februar mit einem völlig neuen Internetauftritt aufwartet und dazu mit einer der ersten Schul-Apps im Land glänzt. "Ich habe zwischendurch immer wieder via Internet in meiner alten Schule vorbeigeschaut und oft gedacht, das geht doch besser", schildert Büsser und programmierte munter drauf los - freilich mit dem Segen von Schulleiterin Elgin Belz und Konrektor Heiko Nachtigall. Der verzweifelte schon lange an zeitraubenden Online-Arbeiten: "Allein der Vertretungsplan kostete mich ein Stunde." Heute ist's Minutensache, auch, weil die Schule beim Aktualisieren vom Webmaster unabhängig geworden ist. Zudem ist der Internetauftritt bunter und den Schulfarben angepasst worden, ist schneller im Seitenaufbau und besser strukturiert, bietet Newsletter und eine Schnittstelle zu Facebook, ist interaktiver für Nutzer und kinderfreundlicher. Für Eltern "liegen" PDF-Dokumente beispielsweise für Klassenfahrten, Krankheiten oder Urlaubsanträge bereit, und jede Klasse hat eine eigene Unterseite mit Passwort geschütztem Zugang. Als großes Plus für alle erweist sich die Android-App, mit der per Smartphone oder Tablet flott News, Termine und Vertretungsplan abgerufen werden können. Und da die Zugriffszahlen seit der Modernisierung fleißig steigen, verdient die Schule dank kleinem Google AdSense noch wenigstens 70 Euro im Jahr für den Förderverein.

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