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Fürstenwalderin aktualisiert den Klimazaun des Wettermuseums Lindenberg / Ausstellung wieder geöffnet

Museum hängt die Latte hoch

Jörg Kühl / 04.03.2014, 21:12 Uhr
Lindenberg (MOZ) Petra Schumann von der Fürstenwalder FDP hat die 2013er Latte an den Klimazaun des Wettermuseums Lindenberg geschraubt. Der Neubau des Museums wird gerade für den Besucherverkehr eingerichtet.

Seit 1907 wird auf dem Freigelände des Wettermuseums Lindenberg jedes Jahr eine Latte, deren Länge die Jahresdurchschnittstemperatur verbildlicht, an ein Spalier geschraubt. Die Daten sind zudem als Zahlen markiert. In diesem Jahr hatte der Verein Wettermuseum Lindenberg diese Ehre Petra Schumann, Mitglied der FDP-Ortsgruppe Fürstenwalde und dort auch Stadtverordnete, übertragen. "Wir sind bestrebt, den Parteien- und Geschlechterproporz zu berücksichtigen. Dieses Mal war die FDP dran, und eine Frau", erläutert der Vorsitzende des Vereins Wettermuseum Lindenberg, Bernd Stiller, die Auswahl.

Petra Schumann, die auch Leiterin der Erich-Kästner-Förderschule Fürstenwalde ist, befestigte die Latte mit der Aufschrift "9,3 Grad Celsius" mit einem Akkuschrauber. Die Pädagogin bekannte, das erste Mal das Lindenberger Museum zu besuchen. Sie zeigte sich beeindruckt von dem Areal und seinen Bauten. Sie versprach, nach Lindenberg zurückzukehren, aber nächstes Mal mit einer Schulklasse im Schlepptau. Erschienen war sie mit dem Vorsitzenden des Fürstenwalder FDP Ortsvereins und früheren Fürstenwalder Bürgermeister Manfred Reim sowie mit dem ehemaligen Kreishandwerksmeister und FDP-Ortsgruppenmitglied Eberhard Henkel.

Bernd Stiller nutzte die Gelegenheit, die Gäste über das Gelände zu führen und Erläuterungen zur Ballonhalle, den darin enthaltene Exponaten und einigen Exponaten im Außenbereich des Museum zu geben. Der Vereinschef berichtete außerdem über das Baugeschehen auf dem Gelände.

Der Verein ist gerade dabei, den Empfangsbereich des neuen Museumsgebäudes, der in Gestalt einer Rotunde geformt ist, auszustatten. Und das bei laufendem Museumsbetrieb, schließlich ist die Einrichtung seit einigen Wochen wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Die Exponate, die bisher in der Museumsbaracke in der Schulstraße ausgestellt waren, sind nun provisorisch in der Rotunde platziert. Parallel läuft der Innenausbau. Insgesamt investiert der Verein rund 900 000 Euro in das neue Museum. 75 Prozent der Baukosten wird über das EU-Förderprogramm Leader kofinanziert. "Wir benötigen noch dringend Spender, die uns mit Zuwendungen helfen, dieses Projekt zu stemmen", bittet die Schatzmeisterin und "gute Seele" des Wettermuseums, Gabriele Weitzel. Sie koordiniert seit Monaten die Bauarbeiten. Selbst an den Wochenenden ist sie vor Ort kompetente Ansprechpartnerin. Wann der eigentliche Museumsteil in dem rund 600 Quadratmeter großen Gebäude, das früher die Radiosonden-Eichzentrale war, eingebaut wird, stehe noch nicht fest. Fertiggestellt ist indes die komplette barrierefreie Zuwegung und Ausstattung - inklusive Sanitäranlagen.

Ab Sommer werden sich Besucher des Museums im Schülerlabor, das gleichzeitig die Funktionen eines Bistros erfüllt, entspannen und stärken können. Die Planung der Ausstellungsräume hat die Architektin Viktoria Wille aus Berlin, die für die Ausstellung "Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen" den German Design Award gewonnen hat, übernommen.

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