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Darsteller klären auf Schwedter Bühne bei Premiere des neuen Jugendstücks über Herzschmerz auf

Er liebt mich, er liebt mich nicht

Aufklärung auf der Bühne: Nadine Aßmann (l.), Conrad Waligura und Benjamin Oeser im Stück "Liebe, Liebe?, Liebe!".
Aufklärung auf der Bühne: Nadine Aßmann (l.), Conrad Waligura und Benjamin Oeser im Stück "Liebe, Liebe?, Liebe!". © Foto: Udo Krause
Rita Seyfert / 05.03.2014, 06:41 Uhr - Aktualisiert 25.03.2014, 16:52
Schwedt (MOZ) Pubertierende wissen alles über Sex, haben aber oft keine Freundin, sie verfügen über einen umfassenden Wortschatz, aber niemand ist zum Reden da. Das Jugendstück "Liebe, Liebe?, Liebe!", das am Dienstag auf der Schwedter Bühne im intimen theater angelaufen ist, reflektiert die schwierige Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein. Thomas B. Hoffmann schrieb das Stück für junge und jung gebliebene Leute ab 13 Jahren. Sonja Hilberger führt in Schwedt Regie.

Liebe kommt im Lehrplan nicht vor, auch zuhause nicht. "Doch, der Vater liebt die Bundesliga. Und die Mutter den Tatort." In witzigen Sketchen beleuchten die drei Darsteller Nadine Aßmann, Conrad Waligura und Benjamin Oeser das Thema Liebe von allen Seiten. Dabei geht es auch um Identität. Denn wenn der Adamsapfel anschwillt und sich alles Blut im Zentralorgan staut, ist die Zeit des niedlichen Kindseins vorbei.Testosteron und Östrogen wirbeln den Hormonhaushalt ordentlich durcheinander. Da hilft nur auf die Straße rotzen, damit die "Zu Ende Gewachsenen" endlich Ruhe geben.

Schwedt: LIEBE LIEBE? LIEBE! Jugendstück von Thomas B. Hoffmann für Menschen ab 13, Nadine Aßmann, Conrad Waligura und Benjamin Oeser zeigen in sechs Varianten wie es ist mit der Pubertät, dem Verliebtsein, der Liebe und dem Sex. Sie reden offen über verwirrte Gefühle und Biochemie, über Liebeskummer und Selbstzweifel, machen Lust und Mut zum Ausprobieren.
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Für reichlich Aufklärung ist gesorgt. Viele ahnten es schon, hier die Bestätigung: Liebe ist ein neurobiologisches Geschehen. Allein die Wahrnehmung reicht. Die hundert Zuschauer erfahren bei der Premiere, dass Verlieben schon ganz einfach beim Vorübergehen passieren kann. Und das Beste: "Wir sind unsere eigenen Dealer." Das Gehirn schüttet endogene Opiate aus. Neben Dopamin und Adrenalin erleichtert Serotonin, der so genannte Glücksbotenstoff, die Bereitschaft, für einen anderen Menschen da zu sein und lebenslang Verantwortung zu übernehmen.

Ganz nach dem Motto: "Zwinkern, lächeln und schon habt ihr Schrankwand und Kinder." So einfach ist es aber doch nicht, auch die Worte entscheiden. Wie im Mittelalter muss der Ritter erst das hohe Lied der Minne singen: "Du denkst an sie und reimst." An der Vorführung, wie das in der Praxis aussehen könnte, findet das junge Publikum seine helle Freude. Zum Schluss gibt es tosenden Applaus.

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