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Spezielles Parkhaus in Bernau verzeichnet gute Auslastung durch zufriedene Nutzer

Fahrräder gut untergebracht

Effiziente Raumnutzung: Im Fahrradparkhaus in Bernau können in den "Doppelparkern" die Räder übereinander gelagert werden. Ein gewisser Kraftaufwand ist dazu nötig, weshalb die unteren Reihen meist zuerst belegt werden.
Effiziente Raumnutzung: Im Fahrradparkhaus in Bernau können in den "Doppelparkern" die Räder übereinander gelagert werden. Ein gewisser Kraftaufwand ist dazu nötig, weshalb die unteren Reihen meist zuerst belegt werden. © Foto: Wolfgang Rakitin
Julia Lehmann / 07.03.2014, 06:45 Uhr - Aktualisiert 07.03.2014, 22:10
Bernau (MOZ) Das im Jahr 2013 eröffnete Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Bernau kommt gut an. Es bietet endlich einen zentralen und geschützten Ort zur kostenlosen Unterbringung von Fahrrädern aller Art. Ein gutes Fahrradschloss ist natürlich dennoch zu empfehlen, um sich vor Diebstahl zu schützen.

Das erste Fahrradparkhaus des Landes Brandenburg scheint begeisterte Radfahrer gefunden zu haben. Durch die günstige Position direkt am S-Bahnhof als Knotenpunkt bietet es für Pendler und Touristen die Möglichkeit, das Fahrrad sicher und trocken zu lagern, um dann auf andere Verkehrsmittel umzusteigen.

Dazu bietet es allerlei Extras. Darunter Schließfächer für Gepäck und Fahrradhelme, aber auch abschließbare Fahrradboxen, in denen das ganze Fahrrad gelagert werden kann. Dieser Service kostet zehn Euro im Monat. Für alle anderen bietet das Parkhaus 500 Stellplätze in sogenannten "Doppelparkern". Dabei können zwei Räder übereinander platziert werden, was zum aufgeräumten und sauberen Gesamtbild beiträgt.

Vor allem die weiblichen Radfahrer haben es aber schwer, das Gewicht ihres Fahrrades auf einen der oberen Stellplätze zu heben. Das meint auch Antje Dominick aus Bernau, die das Parkhaus jeden Tag nutzt und zufrieden ist. "Vorher musste ich mein Fahrrad immer vor dem Kino anschließen, jetzt ist endlich genügend Platz", erinnert sie sich.

Der Sicherheitsaspekt spielt eine wesentliche Rolle. Das neu erbaute Parkhaus als Sammelstelle für Fahrräder wird von manchen als Einladung empfunden, sich nach Lust und Laune an der breiten Auswahl zu bedienen. Um dies zu verhindern, wurde Anfang Februar 2014 ein Sicherheitssystem mit Videokameras in Betrieb genommen. Es soll bei der Aufklärung von Diebstählen helfen. Gegen den Diebstahl selbst hilft allerdings nur ein sicheres Schloss. Da hilft die Anwesenheit des Reparaturservices im Untergeschoss nur wenig, denn viele Diebstähle finden nachts statt, wenn "Fahrrad Schneider" geschlossen hat. Dann bleiben am nächsten Morgen oft nur die geknackten Schlösser zurück.

Die Bernauerin Elfriede Lehmann, die das Fahrradparkhaus regelmäßig nutzt, hält es für sinnvoll, Gebühren für die Nutzung zu verlangen. Dann könne sich die Stadt nämlich einen Sicherheitsdienst leisten, der die Räder überwacht.

Der Reparaturservice "Fahrrad Schneider" konnte seit der Eröffnung im November letzten Jahres immer mehr Zulauf verzeichnen. Im Sommer, wenn noch mehr Leute mit dem Rad unterwegs sind, ist nochmal mit einer erhöhten Nachfrage bei Ersatzteilen und Reparaturen zu rechnen, erzählt Azubi Matthias Mykita. Die Werkstatt ist gut ausgerüstet. Kette, Kurbel, Kranz, das meiste kann über den Tag erledigt werden, sodass der Drahtesel am Ende des Tages wieder fahrtüchtig ist. Ein Fahrrad kann aber auch ab zehn Euro pro Tag geliehen werden.

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