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FSV Bernau II bezwingt den SV 1908 Grün-Weiß Ahrensfelde 3:2 / Willi Lerche muss nach Tätlichkeit vom Platz

Hart umkämpftes Barnimer Lokal-Derby

Überrannt: Der Ahrensfelder Simon Dächsel ist hier Sieger gegen Alexander Buckow von FSV II.
Überrannt: Der Ahrensfelder Simon Dächsel ist hier Sieger gegen Alexander Buckow von FSV II. © Foto: Ingo Muhme
Ingo Muhme / 11.03.2014, 07:45 Uhr - Aktualisiert 02.02.2018, 14:07
Bernau (MOZ) Die Reserve des FSV Bernau gewinnt für viele unerwartet, am Ende aber nicht ganz unverdient gegen den Aufstiegsaspiranten aus Ahrensfelde.

Die Gäste versuchten von Beginn an, der Partie den Stempel aufzudrücken, was für Bernau kein Problem zu sein schien, machte man doch fleißig mit und hielt gut dagegen. Zwar hatte Grün-Weiss mehr Spielanteile, doch die Hausherren standen hinten relativ sicher und agierten offensiv mit langen Bällen in die Spitze und waren dabei nicht ungefährlich. Doch vieles blieb bei beiden Vertretungen im Aufbau Stückwerk und verpuffte oft im Vorwärtsgang.

Steven Körnschild setzte das erste Ahrensfelder Ausrufezeichen, als er nach Kopfballverlängerung durch Thomas Hennig frei zum Schuss kam und den Bernauer Keeper Dennis Soth zu einer Glanztat zwang (12.). So langsam kam er in Fahrt, der Gästezug, und zwang den Gegner, seine Fehlerquote zu erhöhen. Doch genau in dieser Phase schlug Bernau eiskalt zu. Ahrensfelde war im Offensivdrang sehr weit aufgerückt, verlor dabei den Ball, welcher postwendend dem schnellen Tom Riegler in den Lauf gespielt wurde. Dieser nutze seine Chance und vollendete ohne Probleme zum 1:0 (20.). Grün-Weiss war keineswegs geschockt und nutzte den Gegenzug um auszugleichen. Im Durcheinander der FSV-Abwehr war Thomas Hennig zur Stelle und konnte das 1:1 markieren (22).

Beide Abwehrreihen hatten nicht ihren besten Tag erwischt. Die Partie wurde durch die vielen Abspielfehler und verlorene Bälle immer unansehnlicher. Vieles wirkte verkrampft und gerade bei den Gästen spielte man ohne erkennbares System. Dass die Achillesferse der Gäste die Abwehr war, zeigte sich beim zweiten Bernauer Treffer. Abwehrchef Andreas Born musste verletzungsbedingt den Platz räumen und wurde durch den jungen Martin Knaack ersetzt. Als dann Toni Stoinskis Abschlag beim Gegner landete und er damit ungewollt einen Angriff einleitete, war die Ahrensfelder Defensive wieder ungeordnet und musste erneut einen Rückstand durch Kai Fandrich hinnehmen (34.).

Wieder hätte Grün-Weiss, diesmal durch Steven Knörnschild, im Gegenzug den Ausgleich erzielen können. Doch Dennis Soth konnte das mit Glanzparade verhindern und sicherte sich und seinem Team die knappe Pausenführung (35.).

Ahrensfelde kam sehr früh aus der Kabine und brachte mit Wiederanpfiff den agilen Willi Lerche. Doch besser wurde es auch nicht. Bernau spielte seinen Stiefel weiter und war dabei immer gefährlich. Steven Knörnschilds Abstaubertor zum Ausgleich brachte nochmal Spannung in die Partie (74.). Dass Willi Lerche seiner Elf mit einer Tätlichkeit (Kopfstoß) und folgerichtigem Platzverweis einen Bärendienst erwies, ließ erahnen, dass von Grün-Weiss nun nicht mehr viel kommen würde (75.). Trotz Unterzahl wollte man aber nun alles und wurde dabei hart bestraft. Offen wie ein Scheunentor und dem Mute, hier noch den Siegtreffer erzielen zu wollen, wurde man, wieder weit aufgerückt, gnadenlos ausgekontert. Torschütze Maximilian Hecker setzte den Siegtreffer und ließ Bernau am Ende jubeln (80.). Die Gäste mühten sich verzweifelt weiter, liefen dabei gleich zweimal in baugleiche Konter und konnten von Glück reden, nicht noch deutlicher geschlagen worden zu sein.

Bernau II: Soth, Wollschläger, Gottschling, Fandrich, Hamann, Jonas, Dumke, Bukow, Riegler, Polat, Matthes - Becker, Lormis, Hecker

Ahrensfelde: Stoinski, Born, Rückwaldt, Kaatz, Hennig, Grünwald, Knörnschild, H. Ehrhardt, Dächsel, N. Ehrhardt, Büchner - Knaack, Lerche

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