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Asyl-Initiative fordert eigene Beratungsstelle

Siegmar Trenkler / 19.03.2014, 22:01 Uhr
Gransee (MZV) Gransee soll eine eigene Flüchtlingsberatungsstelle erhalten. Das ist eine der Forderungen, auf die sich die Bürgerinitiative "Willkommen in Gransee" bei ihrer Sitzung am Dienstagabend geeinigt hat.

Bei dem Treffen im Heimatmuseum Gransee ging es vorerst darum, den Fahrplan für die kommenden Monate aufzustellen. Die Initiative hatte sich im Januar gegründet, um dafür zu sorgen, dass die Ankunft von Flüchtlingen, die in der zweiten Jahreshälfte erwartet werden, gut vorbereitet wird.

Die geforderte Beratungsstelle, so die Begründung, würde die Wege der Flüchtlinge bei Amtsgängen verkürzen. Ansonsten müssten die Asylbewerber dafür extra nach Hennigsdorf reisen, was für sie teilweise eine große finanzielle Belastung darstellen kann.

Neben dem Anlaufpunkt für Flüchtlinge wurden weitere Punkte gesammelt, zu denen sich die Initiative in den kommenden Monaten mit dem Landkreis verständigen möchte. Dazu zählen beispielsweise Wohnungen für Asylbewerber. Denn rechtlich ist es durchaus möglich, die Menschen - besonders, wenn es sich um Familien handelt - direkt in Wohnungen unterzubringen. Eine der sieben am Dienstag gegründeten Arbeitsgruppen wird sich daher künftig verstärkt mit der Unterbringung befassen. So wollen die freiwilligen Helfer Wohnungen sammeln, die Asylbewerbern angeboten werden könnten. Ohne die Zustimmung des Kreises, der letztlich entscheidet, wohin die Flüchtlinge ziehen sollen, lässt sich das aber nicht umsetzen. Eine Unterbringung in Wohnungen in der Innenstadt hätte jedoch den Vorteil, dass damit die Integration der Neuankömmlinge wesentlich leichter gemacht würde, argumentierten die Mitglieder bei Initiative. Allerdings steht bei diesem Punkt zu erwarten, dass sich der Landkreis mit Händen und Füßen gegen eine Unterbringung außerhalb des geplanten Heims wehren wird.

Weitere Arbeitsgruppen befassen sich mit Patenschaften für Asylbewerber, Übersetzungen, dem Auftreiben von Fördermitteln, Rechtsfragen und der Öffentlichkeitsarbeit. Eine mit dem Stichwort Sicherheit überschriebene Gruppe wird vor allem Gegner von Asylbewerbern vom Rande des politischen Spektrums beobachten. Die letzte Gruppe widmet sich der praktischen Unterstützung. Dort konnten bereits erste Erfolge vermeldet werden. So gibt es Zusagen für mehr als 40Fahrräder, die den Neuankömmlingen in der Stadt zur Verfügung gestellt werden sollen. Zwar fehlen derzeit noch einige Mäntel, Schläuche, Sättel sowie Kindersitze und Fahrradhelme. Die Initiativenmitglieder sind jedoch zuversichtlich, diese sammeln zu können, bevor sie wirklich gebraucht werden.

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