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Altstadtsanierung weitgehend abgeschlossen / Anwohner mit neuer Straße zufrieden

Fischerkiez kommt zu neuen Ehren

Das Band schneiden Bürgermeister André Stahl, Stadtverordneter Karl-Heinz Neu und Vize-Amtsdirektor Volkmar Schönfeld (v. l.) durch
Das Band schneiden Bürgermeister André Stahl, Stadtverordneter Karl-Heinz Neu und Vize-Amtsdirektor Volkmar Schönfeld (v. l.) durch © Foto: MOZ/Brigitte Horn
Brigitte Horn / 20.03.2014, 07:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Den vermutlich vorletzten Schlussakkord der Altstadtsanierung gab es am Dienstag in Biesenthal. Mit dem zweiten Bauabschnitt der Fischerstraße ist eine 270 000-Euro-Investition abgeschlossen worden.

Vermutlich deshalb, weil Biesenthal schon mit der Schulstraße und dem ersten Bauabschnitt der Fischerstraße glaubte, dass die Altstadtsanierung beendet sei. Doch andere Kommunen des Landes konnten ihre Projekte nicht realisieren. Sie waren nicht in der Lage, den Eigenanteil aufzubringen. Finanziert werden die Vorhaben der Altstadtsanierung zu je einem Drittel vom Bund, vom Land und von der Kommune. Demgegenüber befindet sich Biesenthal in einer relativ günstigen finanziellen Lage und hatte immer noch Geld für paar Pläne in der Tasche, darunter auch für die Fischerstraße. Auch deren letzter Zipfel, eine kurzes Stück Sackgasse, soll noch saniert werden. Dann sind sämtliche Straßen des Altstadtkerns fertig.

Viele zeigen sich wie die Fischerstraße mit glatt gepflasterten Naturgroßsteinen auf der Fahrbahn und Gehwegen mit dem rötlichen sogenannten Bischofsmützenpflaster. Der übergebene Bauabschnitt der Fischerstraße hat eine Länge von 112 Metern, eine Fahrbahn mit 5,50 Metern Breite sowie 1,50 Meter breite Gehwege. Die Grundstückszufahrten sind mit Kleinsteinpflaster befestigt worden. Die einsetzten Hochborde bestehen aus Granit. Gebaut wurde von August 2013 bis Februar 2014. Auf Grund der historischen Bausubstanz musste die Verdichtung besonders schonend erfolgen.

Ein Blick in die Vergangenheit macht klar, dass es mit der Fischerstraße etwas Besonderes auf sich hat. Ortschronistin Gertrud Poppe weiß, dass dieser Teil der Stadt mit einer Ausdehnung von etwa 100 Metern vom Kriegerdenkmal in Richtung Markt auf der einen Seite und bis zur Kiezmühle an der Finow auf der anderen Seite einst als Fischerkiez ein eigenständiger Ort war. Dort lebten vorwiegend Fischer, daher auch der Name Fischerkiez. Erst 1848 ist er an Biesenthal angeschlossen worden.

Diese Zeit scheint an einigen Häusern sichtbar zu sein. Doch das Engagement der Stadt für die Infrastruktur schlägt sich auch in privaten Investitionen nieder, registrieren zufrieden Bürgermeister André Stahl und Vizeamtsdirektor Volkmar Schönfeld.

An drei sehr alten Gebäuden in der Straße sei schon mit der Sanierung begonnen worden, wofür ebenfalls Fördermittel der Stadtkernsanierung in unterschiedlichem Maße in Anspruch genommen werden. Dass dafür Geld da sei, resultiere nach Worten von Jan Oehler von der DSK als Sanierungsträger auch daraus, dass schon etliche Bürger die Ausgleichzahlungen für die Sanierung geleistet haben. Das sind Beiträge, die in etwa mit den Straßenbaubeiträgen vergleichbar sind.

Burghard Kühn wollte als früherer Barnimer nach 25 Jahren von Berlin zurück und hat in der Fischerstraße begonnen, einen Vierseithof wieder herzurichten. Er ist froh, dass es solche Fördermöglichkeiten gibt. Andererseits weiß er auch, dass das Baugeschehen noch eine ganze Weile dauern wird, sagte er am Rande der feierlichen Freigabe der Fischerstraße. Dabei klärte Anwohnerin Siglinde Jonschel auch einen bisher offenbar unbemerkten Irrtum. "Es ist ja hier eigentlich gar nicht der zweite Bauabschnitt der Fischerstraße", sagte sie. Der erste Abschnitt, der gemacht worden sei, gehöre noch zur Breiten Straße, klärte sie auf. Dessen ungeachtet, sei sie zufrieden mit der Straße.

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