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Künstler Demnig war zu Gast in Woltersdorf

Stolpersteine für Woltersdorfer Ehepaar Meyersohn

Gemeinschaftsarbeit: Künstler Gunter Demnig (r.) und Klaus Kelling von der Gemeindewohnungsbaugesellschaft verlegten vor dem Haus Köpenicker Straße 63 in Woltersdorf die Stolpersteine.
Gemeinschaftsarbeit: Künstler Gunter Demnig (r.) und Klaus Kelling von der Gemeindewohnungsbaugesellschaft verlegten vor dem Haus Köpenicker Straße 63 in Woltersdorf die Stolpersteine. © Foto: MOZ
Michael gabel / 20.03.2014, 19:36 Uhr
Woltersdorf (MOZ) Sie sollen an ein jüdisches Ehepaar erinnern, das in Woltersdorf ein Sommerhaus besaß: Der Künstler Gunter Demnig verlegte am Donnerstagnachmittag zwei Stolpersteine für Frieda und Siegmund Meyersohn. Die Eheleute lebten in Berlin, kamen aber an den Wochenenden und in den Sommermonaten immer gern nach Woltersdorf. Klaus Lenk von der Volkssolidarität erinnerte daran, dass das Ehepaar am 25. Januar 1942 von Berlin-Grunewald nach Riga deportiert und dort ermordet wurde. Fünf Tage zuvor war bei der Wannsee-Konferenz beschlossen worden, dass alle Juden vernichtet werden sollen.

Die Stolpersteine, kleine Messingplatten im Gehweg, in die Namen und Lebensdaten eingraviert werden, haben der Mittelstandsverein und die Volkssolidarität gestiftet. Während Lenk den Spruch von Wilhelm von Humboldt zitierte: "Wer die Vergangenheit nicht kennt, hat keine Zukunft", äußerte Bürgermeister Rainer Vogel seine Zufriedenheit darüber, "dass die Erinnerungskultur in Woltersdorf wächst". Lob gab es unter anderem vom Chef des Mittelstandsvereins, Wilhelm Diener, für Siegfried Thielsch. Der hatte mit anderen die Recherchen zu jüdischen Woltersdorfern geleistet, die von den Nazis ermordet wurden.

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