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Jeder kennt die eigenen Fehler

Wieder fit: Strausbergs-Abwehrchef Daniel Anton stand wieder im Start-Aufgebot und schoss ein Tor.
Wieder fit: Strausbergs-Abwehrchef Daniel Anton stand wieder im Start-Aufgebot und schoss ein Tor. © Foto: Edgar Nemschok / MOZ
Edgar Nemschok / 23.03.2014, 19:15 Uhr
Luckenwalde (MOZ) Der FC Strausberg hat das zweite Spiel in Folge in der Fußball-Oberliga verloren. Gegen den FSV Luckenwalde gab es für den FCS eine 2:4-Niederlage und er rutscht damit auf den sechsten Platz der Tabelle ab.

Wie im Spiel gegen den BFC Dynamo in der Vorwoche gab es auch in Luckenwalde vier Gegentore. "Ja, wir befinden uns derzeit in einer schwierigen Phase. Was uns bisher so auszeichnete, klappt nicht richtig. Die Abwehr steht nicht sicher und dieses instabile Verhalten setzt sich bis in die Offensiv-Abteilung fort", versucht Trainer Helmut Fritz zu erklären. "Wir haben mit dem Abstieg nichts mehr zu tun und man könnte vermuten, dass diese Sicherheit auch Motivationsprobleme in der Mannschaft verursacht." Helmut Fritz betont damit gleichzeitig, dass das Team es verpasst hat, sich selbst mit dem zwischenzeitlichen zweiten Tabellenplatz zu belohnen, denn auch der Brandenburger SC Süd patzte an diesem 19. Spieltag.

In seinem Fazit zur Partie in Luckenwalde sagt Helmut Fritz, dass der Gegner keinesfalls besser war und seine Mannschaft es dem FSV zu einfach gemacht hat.

Von einer ganz anderen Seite berichtet der Trainer, wenn er von den Begleitumständen zu diesem Spiel erzählt. "Das wirklich schöne Stadion, der auch zu dieser Jahreszeit schon super gepflegte Rasen und der freundliche Empfang dort sind etwas ganz Besonderes in der Liga. Ich war schon mit anderen Mannschaften dort und bin immer wieder gern zu Gast beim FSV."

Das Spiel begann eigentlich fast schon normal. Die Strausberger als Favoriten bestimmten die Partie und hatten auch alles im Griff. Doch die Gastgeber gingen in der 13. Minute durch Tim Stober in Führung. Stephan Ilausky und Torhüter Christopher Ewest machten dabei keine gute Figur. Als dann aber nach einem Freistoß von Tim Bolte Daniel Anton in den Ball flog und per Kopfball ausgleichen konnte, schien das Spiel für die Strausberger wieder normal zu verlaufen. Richtig dramatisch wurde es dann, als kurz vor der Pause Felix Honolka den Führungstreffer für die Gastgeber schoss. Und nach einem FSV-Konter war es erneut Honolka, der die Gastgeber auf 3:1 in Front brachte.

"Zwei Dinge haben mich in dieser Partie wirklich begeistert", gab Helmut Fritz später zu. Zum einen sprach er von der sehr guten Schiedsrichterleistung von Christoph Beblik, der sein erstes Oberliga-Spiel pfiff, zum anderen von der guten Moral seiner Mannschaft, die toll kämpfte. Nach einem Duell zwischen Christopher Lichtnow und FSV-Stürmer Florian Schmidt erkannte Schiri Beblik auf Tätlichkeit des Luckenwalders und schickte ihn per Roter Karte vom Platz. Kurz zuvor hatte Ringo Kretzschmar den 2:3-Anschlusstreffer für seine Strausberger geschossen. Die Strausberger waren jetzt drückend überlegen, ohne sich selbst hochkarätige Torchancen zu erspielen.

Die endgültige Entscheidung in der Partie fiel dann zwei Minuten vor dem Abpfiff. Einen berechtigten Foulelfmeter verwandelte Marcel Hadel und sicherte den Luckenwaldern den 4:2-Erfolg.

Helmut Fritz schaut schon auf den nächsten Spieltag. "Dann kommt der Malchower SV zu uns." Bei einem Mannschaftsessen am Sonnabend wurde das Spiel noch einmal beleuchtet. "Jeder im Team weiß, was er falsch gemacht hat. Insofern kann ich davon ausgehen, dass wir am nächsten Spieltag wieder einen anderen FCS sehen", sagte der Trainer mit viel Optimismus.

FC Strausberg: Ewest - Wenzel, Anton, Ilausky, Lichtnow (85. Küter) - Vsetycek, Wolfram, Rahmig, Bolte, Wunderlich, Kretzschmar

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