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In sechs Wochen beginnt das 10. Schöneicher Musikfest / Initiativkreis besteht vor allem aus Ehrenamtlern

Die etwas anderen Festivalmacher

Sie organisieren das Schöneicher Musikfest: Maika Eberlein, Carola Grunwitz, Wolfgang Ziegler, Klaus-Michael Heims, Anna Kruse, Regina Flikschuh, Andreas Röthke und Andreas Dölling (von links)
Sie organisieren das Schöneicher Musikfest: Maika Eberlein, Carola Grunwitz, Wolfgang Ziegler, Klaus-Michael Heims, Anna Kruse, Regina Flikschuh, Andreas Röthke und Andreas Dölling (von links) © Foto: MOZ
Michael Gabel / 26.03.2014, 07:29 Uhr
Schöneiche (MOZ) Endspurt für das 10. Schöneicher Musikfest am 10. Mai: 90 Prozent des Programms stehen fest, am Rest wird noch gefeilt. Organisiert wird das eintägige Festival von einem Initiativkreis, der sich fast ausschließlich aus Ehrenamtlern zusammensetzt.

Der Tisch ist rund, an dem sich die Mitglieder des Initiativkreises etwa alle sechs Wochen im Schöneicher Restaurant Tannenhof treffen. Das spiegelt ganz gut die Arbeitsweise des Gremiums wider, das seit mehr als zehn Jahren das Schöneicher Musikfest organisiert. Denn dieser Initiativkreis hat keinen Vorsitzenden, jedes der 13 Mitglieder bringt bei den Treffen seine Ideen ein. Dann wird gemeinsam darüber diskutiert - und die meisten Vorschläge werden umgesetzt. Immerhin gilt es, einen ganzen Tag lang die dieses Mal 13 Veranstaltungsorte des Festivals zu bespielen, und da sind gute Vorschläge immer willkommen.

"Wir haben erst nach und nach gemerkt, was wir uns da aufgebürdet haben", sagt Maika Eberlein. Sie ist Hauptamtsleiterin in Schöneiche; um das Musikfest kümmert sie sich in ihrer Freizeit.

Ein, zwei Monate, nachdem ein Festival zu Ende ist, beginnen bereits wieder die Vorbereitungen auf das nächste Jahr. Dann wird überlegt: Was war gut, was nicht so gut? Welche neuen Akzente könnte man setzen? "Es ist eine große Herausforderung, das Niveau zu halten und vielleicht sogar noch zu steigern", bekennt Wolfgang Ziegler, der sich auch im Fachbeirat "Visionen für Schöneiche" engagiert. Und dann spielt bei der Open-Air-Veranstaltung natürlich auch das Wetter eine große Rolle. "Bisher hatten wir fast immer Glück. Nur im zweiten Jahr regnete es fast den ganzen Tag, da gab es Bedenken, ob das Datum Anfang Mai auf Dauer die richtige Wahl ist", erzählt Ziegler.

Die Zusammensetzung des Initiativkreises ist so bunt wie das Programm des Festivals. Da ist die Grünen-Politikerin Anna Kruse, die seit vier Jahren mitmacht. Sie sagt zwar von sich, dass sie relativ unmusikalisch sei, aber als bekennender Schöneiche-Fan habe sie sich unbedingt bei dem Musikfest engagieren wollen. Andreas Dölling ist Schauspieler und Musiker und hat selbst schon oft erlebt, "dass man an diesem Tag Leute trifft, die man lange nicht gesehen hat". Das Festival sei für den Zusammenhalt im Ort wichtig. Carola Grunwitz kümmert sich als Leiterin des Stadtmarketings zwar hauptamtlich um die Veranstaltung. Als sie vor etwa zehn Jahren nach Studium und Rückkehr nach Schöneiche beim Initiativkreis einstieg, war daran aber noch lange nicht zu denken. Klaus-Michael Heims ist eigentlich Vorsitzender der Bürgerstiftung Schöneiche. Aber als hauptberuflicher Musiklehrer ist er natürlich beim Initiativkreis genau an der richtigen Stelle. Regina Flikschuh nimmt als Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung dienstlich an der Runde teil. Aber sie sagt, sie würde das auch privat tun. Gut ist ihr ein Auftritt der Jagdhornbläser in Erinnerung. "Als Förstertochter hat mich das natürlich besonders angesprochen." Mit zum Initiativkreis gehört unter anderem auch die Vorsitzende des Heimatvereins, Gerlinde Krause, deren Vorvorgängerin Rosemarie Schnitzler das Festival mit auf den Weg gebracht hatte.

Die Treffen finden bei Andreas Röthke im Restaurant Tannenhof statt. Da liegt es auf der Hand, dass auch der Inhaber mitmacht. Er sagt, sein Engagement habe durchaus auch einen wirtschaftlichen Hintergrund. "Es geht mir darum, Schöneiche im Umland populärer zu machen. Und dass man mit anderen Gastronomen im Ort gemeinsam etwas auf die Beine stellt."

Am Tag nach den Musikfest treffen sich dann Mitwirkende und Organisatoren im Tannenhof zu einem großen, vom Restaurant-Chef gestifteten Frühstück. Das tröstet die Musiker vielleicht ein wenig darüber hinweg, dass sie für ihren Auftritt zwar Ruhm und Ehre, aber keine Gage bekommen. Um die 100 Personen nehmen an solchen Frühstücken jeweils teil.

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