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Sechs Strausberger Bogensportler gewinnen bei den Deutschen Meisterschaften in der Halle je eine Medaille

Einmalig in der KSC-Vereinsgeschichte

Erfolgreiche KSC-Mannschaften: Lydia Laarz, Anke Kutz, Gabi Schultze und die Männer Dietmar Kutz, Klaus Schultze sowie Michael Kirchhof
Erfolgreiche KSC-Mannschaften: Lydia Laarz, Anke Kutz, Gabi Schultze und die Männer Dietmar Kutz, Klaus Schultze sowie Michael Kirchhof © Foto: Edgar Nemschok / MOZ
Anke Kutz / 26.03.2014, 19:48 Uhr
Minden/Strausberg (MOZ) Bei zwei Deutschen Meisterschaften des Deutschen Bogensportverbandes (DBSV) in der Halle konnten die Bogensportler des KSC Strausberg sechs Medaillen sammeln. Die Frauen holten Gold, Silber und Bronze.

Die Titelkämpfe in den Disziplinen Recurve und Compound fanden in Minden und die in der Disziplin Bögen ohne Visier in Wolfen statt.

Einen kompletten Medaillensatz gewannen die drei Strausberger Frauen Anke Kutz (Gold), Lydia Laarz (Silber) und Gabi Schultze (Bronze) in Minden. Dort gab es gleich am ersten Wettkampftag die erste Überraschung. Lydia Laarz gewann in der Altersklasse U 17 Silber. Sie schoss ihren ersten großen Wettkampf mit dem Compoundbogen und ging als vorletzte der Qualifikation an den Start. Erst vor einem halben Jahr hatte sie die Bogenklasse gewechselt, vom eher traditionellen Jagdbogen zum technisch anspruchsvolleren Compoundbogen mit Visier. Im Wettkampf halfen ihr dann das beharrliche Training der letzten Wochen und auch ihr Bruder Felix, der immer wieder hilfreiche und beruhigende Worte fand. Ganz nebenbei schraubte sie ihre persönliche Bestleistung, die zugleich Brandenburger Rekord bedeutet, von 508 auf 533 Ringe. Besser an diesem Vormittag war nur die Qualifikations-Beste Cindy Geppert (551 Ringe, Bautzener SV). Bronze ging an Clara Stieg (524 Ringe, VfR Kirchgandern).

Am späten Nachmittag des zweiten Wettkampftages gingen dann die anderen beiden Strausberger Frauen an den Start. Auch hier war der Ausgang eher überraschend. Am Ende stand Anke Kutz mit 545 Ringen ganz oben auf dem Treppchen. Ein Platz unter den ersten sechs und eine gute Ringzahl waren das eigentliche Ziel gewesen. Dass es am Ende für Platz eins reichte, damit konnte niemand rechnen, lag doch ihr letzter Start bei einer DM schon acht Jahre zurück. Nur einen Ring dahinter lag die Vorjahressiegerin Silke Bertram (544 Ringe, Döbelner BS). Gabi Schultze (539 Ringe) rundete das sehr gute Abschneiden der KSC-Schützinnen mit dem 3. Platz ab. Während Gabi Schultze und Silke Bertram mit ihren erreichten Ringzahlen nicht ganz zufrieden waren, freuten sich doch alle drei über die erreichten Platzierungen.

Die beiden Strausbergerinnen konnten sich weiterhin über die sehr familiäre Unterstützung freuen, denn die Ehemänner halfen mit Betreuungs- und Fahrdiensten und natürlich mit intensivem Daumendrücken.

Beim zweiten Teil der Meisterschaften konnte nur Gabi Schultze aktiv einen Teil zurückgeben. Für Anke Kutz blieb nur das Daumendrücken aus der Ferne. Denn auch dem Herrentrio Michael Kirchhof (Herren-Langbogen), Klaus Schultze (Ü 45 Jagdbogen) und Dietmar Kutz (Herren-Primitivbogen) gelang es, drei Medaillen zu erkämpfen.

Als Erster ging Michael Kirchhof an den Start. Im Vorjahr hatte er knapp die Qualifikationshürde verpasst. In diesem Jahr gelang ihm der Sprung aufs Treppchen. Angespornt von Trainer und Mitstreiter Dietmar Kutz konnte er seine guten Trainingsergebnisse diesmal auch im Wettkampf mit 477 Ringen umsetzen. Vor ihm platzierten sich nur Michael Süsselbeck (BSC Rheinberg, 502 Ringe) und Holger Kreiner (SV Coppenbügge, 490 Ringe).

Im zweiten Teil des Wettkampfes machten es dann Klaus Schultze und Dietmar Kutz in ihren Altersklassen ebenso spannend. Wobei Schultze die wohl kämpferisch größte Leistung zeigte. Denn nach dem ersten Durchgang (nach 30 Pfeilen) lag er nur auf Platz acht des starken Feldes. Aber im Gegensatz zu seinen Mitkonkurrenten gelang es ihm, sich im zweiten Durchgang deutlich zu steigern. Ringgleich mit dem Viertplatzierten gaben am Ende fünf mehr geschossene Zehner den Ausschlag für Bronze.

Es siegte hier Hans-Peter Strahl (SV Cottbus Briesen, 503 Ringe) vor Frank Bobert (SV Bau-Union Berlin, ebenfalls 503 Ringe, weniger Zehner-Treffer) und Klaus Schultze mit 497 Ringen.

Spannend verlief der Wettkampf auch bei Dietmar Kutz. Er lag nach der ersten Hälfte noch auf Rang zwei. Nach einem kleinen Einbruch reichte es glücklicherweise noch zu Bronze, und das mit Ankündigung: Im letzten Jahr noch auf dem vierten Platz, hatte er damals schon ein Jahr weiter geschaut: "Dann greife ich eben nächstes Jahr wieder an und hole mir die Medaille." Damit gab es für ihn das lang ersehnte Edelmetall. Kann er doch auch schon auf acht aktive Jahre als Bogensportler zurückblicken.

Damit holten sich alle sechs KSC-Bogensportler bei den Deutschen Meisterschaften in der Halle eine Medaille. Beim KSC ist man sich einig: "Dieses Ergebnis ist wohl einmalig in der bisherigen Vereinsgeschichte."

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