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Engagement für Heidekrautbahn

Nostalgie: Ob die Heidekrautbahn - hier ein Foto eines Ferkeltaxis, das zur Wiedereröffnung der Bahnhofstube in Zühlsdorf im Einsatz war - bald wieder auf den alten Strecken unterwegs ist, steht in den Sternen. Archiv-Foto: Jürgen Liebezeit
Nostalgie: Ob die Heidekrautbahn - hier ein Foto eines Ferkeltaxis, das zur Wiedereröffnung der Bahnhofstube in Zühlsdorf im Einsatz war - bald wieder auf den alten Strecken unterwegs ist, steht in den Sternen. Archiv-Foto: Jürgen Liebezeit © Foto: MZV
MZV / 28.03.2014, 00:01 Uhr - Aktualisiert 28.03.2014, 13:42
S-Bahn-Gemeinden (zeit) Als eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahme in der Region wird die Wiederinbetriebnahme der Heidekautbahn angesehen. Die Niederbarnimer Eisenbahn-Gesellschaft (NEB) plant, die Strecke vom Märkischen Viertel bis zum Bahnhof Berlin-Wilhelmsruh wiederzuerrichten und den stillgelegten Personenverkehr auf der Strecke Gesundbrunnen-Wilhelmsruh-Basdorf über Schildow und Mühlenbeck wieder aufzunehmen. Ob diese Vision Chancen hat, will Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) demnächst vor Ort überprüfen. Auf Einladung von Filippo Smaldino-Stattaus (SPD), Bürgermeister im Mühlenbecker Land, will sich der Minister mit Vertretern der Niederbarnimer Eisenbahn-Gesellschaft und der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Heidekrautbahn sowie Lokalpolitikern treffen, um über weitere Schritte zur Realisierung dieser Idee zu beraten. "Jetzt kommt Schwung in die Sache", freute sich Smaldino-Stattaus nach einem Arbeitstreffen des Ministers mit den Bürgermeistern von Hohen Neuendorf, Glienicke und Mühlenbecker Land. Aus Hohen Neuendorf kam die Anregung von Klaus-Dieter Hartung (Linke), den Zehn-Minuten-Takt auf der S-Bahn-Linie 1 sowie einen verlässlichen 20-Minutentakt auf der S-Bahn-Linie 8 einzuführen. Minister Görke sagte zu, diese Wünsche zu prüfen.

Auf positive Resonanz stieß der Vorschlag des Finanzministers, ein Konjunkturpaket des Landes für den Ausbau der kommunalen Infrastruktur aufzulegen. Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach der Wende brauchen vielen Gemeinden in Brandenburg einen Modernisierungsschub, so Görke in einem Pressegespräch nach dem Arbeitstreffen, zu dem Hartung alle vier Bürgermeister der S-Bahn-Gemeinden eingeladen hatte (Birkenwerders Bürgermeister Norbert Hagen erschien nicht). Görke hofft, dass die Kommunen mit dem Geld den Zugang zu öffentlichen Gebäude barrierefrei gestalten oder marode Brücken und Straßen sanieren können. Landesaufgaben wie die Sanierung von Landesstraßen sollen die Kommunen mit dem Geld aus dem Konjunkturpaket aber nicht finanzieren. Kerstin Bonk, Kämmerin im Mühlenbecker Land, lobte den Ansatz aus Potsdam, die Kommunen vor der Beschlussfassung durch den Landtag zu fragen, ob solch ein Konjunkturpaket überhaupt sinnvoll sei. "So kommt das Geld da an, wo es gebraucht wird", hofft sie.

Finanzminister Görke, der seit Januar das Finanzministerium leitet, zeigte sich angetan von der Entwicklung der S-Bahn-Gemeinden, die vom starken Zuzug profitiert haben.

Der hiesige Bundestagsabgeordnete Harald Petzold (Linke), der an dem Arbeitstreffen teilnahm, will die Initiativen zur Heidekrautbahn und zur Verbesserung der Taktzeiten der S-Bahn in Berlin unterstützen.

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