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Planmäßige Bedienung des Kredits

Biesenthaler Wohnungen erbringen Plus

Brigitte Horn / 03.04.2014, 06:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die Stadtverordnetenversammlung von Biesenthal hat den Wirtschaftsplan sowie den Instandhaltungsplan für die kommunalen Wohnungen der beschlossen. Damit wurde die Richtlinie für die Arbeit des Verwalters der Wohnungen, der Wobau Bernau, gegeben.

Instandhaltung ist meist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ersehnt, um Mängel zu beseitigen, andererseits gefürchtet, weil damit auch Unannehmlichkeiten verbunden sind. Letzteres betrifft in diesem Jahr die Mieter der Wohnungen in den Aufgängen Schützenstraße. Dort sollen die Elektrohauptstränge einschließlich der Zähler bis zum Wohnungsanschluss erneuert werden. Dafür sieht der Instandhaltungsplan Ausgaben von 65 000 Euro vor. Weitere 25 000 Euro enthält der Plan für die Gestaltung von Außenanlagen im Grünen Weg und in der Schützenstraße. Dabei geht es um Bepflanzung und Spielgeräte. Auch der Parkplatz Grüner Weg 16 bis 20 ist in den Maßnahmen enthalten. Beide Vorhaben sind mit der Dringlichkeitsstufe 1 versehen Erfahrungsgemäß sind das die Dinge, die tatsächlich in diesem Jahr erledigt werden.

Anders sieht es bei Vorhaben der Dringlichkeitsstufen 2 und 3 aus. Hier ist nicht sicher, ob und wann sie in Angriff genommen werden. Dazu zählen die Revision technischer Anlagen in Einzelobjekten, die Trockenlegung der Bahnhofstraße 159, die Trockenlegung des Kellers sowie die Gestaltung von Turm, Dach und Fassade der Bahnhofstraße 49. Auch der Anbau der Terrasse am Block Kirschallee 2 bis 5 muss in diesem Zusammenhang genannt werden.

Darüber hinaus enthält der Instandhaltungsplans auch eine langfristige Vorschau, die bis 2030 reicht. Danach sind 2016 die Wasserstränge in der Schützenstraße 37 bis 42 dran, 2018 der Anstrich der Fassade Grüner Weg 4 bis 20, um einige Beispiele zu nennen.

Insgesamt müssen 294 kommunale Wohnungen im Blick behalten werden. Sie umfassen 18 258 Quadratmeter Wohnfläche. Das entspricht einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 62 Quadratmetern. Die entsprechende Kaltmiete beträgt im Schnitt 266 Euro, wobei es für die vierten und fünften Etagen Mietnachlässe gibt.

Danach müssten rund 938 000 Euro eingehen. Die kalkulierte Summe ist aber nicht nur wegen der genannten Mietnachlässe mit 896 000 Euro geringer. Dazu tragen umzugsbedingter Leerstand oder Mietschulden bei. Von letztgenanntem Betrag finanziert sich letztlich der gesamte Komplex. Davon sind 188 700 Euro laufende Ausgaben für die Instandhaltung, die Hausbewirtschaftung, Miet- und Räumungsklagen, die Verwaltungskosten sowie eine Havarierücklage.

Vom geplanten Ergebnis von mehr als 617 000 Euro geht schließlich noch die Summe für die Kredittilgung ab. Das bedeutet, dass die Stadt Biesenthal die Wohnungen so verwalten lässt, dass der Kredit zur Modernisierung der Wohnungen mit 529 000 Euro bedient werden kann und am Ende noch ein Plus von nahezu 88 000 Euro bleibt.

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