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Optik-Elf zog mit Leipzig gleich

Martin Terstegge / 07.04.2014, 14:52 Uhr
Babelsberg (MOZ) Im Landesderby holte der FSV Optik Rathenow beim SV Babelsberg 03 ein 0:0 und zog damit nach Punkten mit Lok Leipzig gleich. Das Unentschieden war am Ende verdient, Optik hatte mit fortdauernder Spielzeit sogar ein Chancenplus zu verzeichnen.

Süleyman Kapan durfte nach längerer Pause wieder mal von Anfang an ran. Das war aber auch die einzige Umstellung zur Vorwoche. Torwart Marcel Subke meinte: "Ich habe zwar Samstag mittrainiert, aber ich muss auch so ehrlich sein zu sagen, es geht noch nicht." Ob sein Vertreter Selvedin Begzadic gut war oder nicht, ist schwer zu sagen. Er bekam in den 90 Minuten nur eine ernsthafte Bewährungsprobe. Nach einer Viertelstunde setzte Dennis Lemke nach guter Flanke Daniel Beckers zum Kopfball an, den Selvedin ebenso gut parierte.

Auf der Gegenseite wurde es nach 30 Minuten erstmals gefährlich, als Keeper Marvin Gladrow soeben noch vor Süleyman Kapan ans Leder kam. Die Optik-Elf stand tief und meist sicher. Aber die schon in der ersten Hälfte durchaus vorhandenen Gelegenheiten zum schnellen Umkehrspiel wurden zu häufig selbst zunichte gemacht. Viele leichte Abspielfehler aus der Defensive heraus erstickten die Offensivbemühungen meist schon im Keim. In der Schlussphase zeigte Optik, wie es gehen kann. Dreimal zog Philipp Grüneberg ab. Zweimal Gladrow mit starker Parade, einmal kam der Fallrückzieher nicht durch.

Nach der Pause hatten die Gäste durch Leon Hellwig zwar den ersten Schuss (vorbei), aber nach etwa 55 Minuten versuchten die Platzherren mehr Druck aufzubauen. Das sah teilweise gefällig aus, der Ballbesitz stieg auch auf vielleicht 70 Prozent, aber Torgefahr? Vielleicht galt das für eine direkt aufs Tor gezogene Ecke Maximilian Zimmers, die Begzadic aber sicher herunter pflückte.

Ganz allmählich verlagerte sich das Geschehen. Zuerst auf den Rängen, wo die Optikfans immer lauter wurden, während aus dem Gastgeberblock die ersten Pfiffe kamen. Dann auf dem Rasen. Die Rathenower spürten, das sogar mehr als ein Punkt möglich ist. Beim Schuss Hakan Cankayas nach schöner Kombination über Süleyman Kapan und Philipp Grüneberg fehlte die Präzision. Wie meist in solchen Spielen entstehen die größten Chancen aus individuellen Fehlern.

In der 77. Minute ließ Gladrow einen zuvor gehaltenen Ball aus den Händen fallen. Nur Bruchteile von Sekunden fehlten dem sich bereits wieder nach hinten orientierenden Shelby Printemps, sonst hätte er das Spielgerät über die Linie stochern können.

Natürlich spukte im Hinterkopf die Angst vor einem Konter, der FSV setzte nicht auf totale Offensive. Trotzdem war der Tabellenletzte zum Ende hin das eindeutig aktivere und, so sah es jedenfalls von draußen aus, auch konditionsstärkere Team. Nach einem von Damir Coric abgefangenen Angriffsversuch des SVB wurde Kapans Schuss abgeblockt, der Nachschuss von Shelby Printemps verfehlte das Ziel. Die letzte Gelegenheit hatte dann Kapan. Bei seinem Freistoß zeigte Gladrow eine starke Parade und drehte das Leder um den Pfosten.

"Wir haben uns hier ordentlich präsentiert", meinte Ingo Kahlisch nach der Partie. "Wir werden auch weiter nur von Spiel zu Spiel gucken und versuchen, noch so viele Punkte wie möglich zu sammeln."

Am kommenden Samstag kommt es dabei zur richtungsweisenden Partie gegen den 1. FC Lok Leipzig. Um 13.30 Uhr beginnt das Spiel zwischen dem 16. und 15. der Tabelle.

Optik: Begzadic, Bahr, Coric, Wilcke, Delvalle Silva, Hellwig, Leroy (79. Cetin), Huke (85. Ismaili), Cankaya, Kapan, Grüneberg (72. Printemps).

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